Tragisches Unglück in Saudi-Arabien

Motorradfahrer stirbt bei Rallye Dakar - Formel-1-Weltmeister trauert mit

Motorradpilot Goncalves stirbt bei Rallye Dakar
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Motorradpilot Goncalves stirbt bei Rallye Dakar

Bei der Rallye Dakar gab es einen tödlichen Unfall. Der Portugiese Paulo Goncalves ist nach einem Sturz gestorben. 

  • Bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien ist ein Motorradfahrer ums Leben bekommen. 
  • Paulo Goncalves stürzte schwer und erlag seinen Verletzungen. 
  • Über den Unfallhergang ist zunächst nicht bekannt.

Wadi ad-Dawasir  - Im saudi-arabischen Wadi ad-Dawasir ist es zu einem dramatischen Unglück gekommen. Motorradfahrer Paulo Goncalves ist bei der berüchtigten Rallye Dakar gestürzt und seinen schweren Verletzungen erlegen. Der erfahrene Portugiese wurde lediglich 40 Jahre alt. 

Seit 14 Jahren war Goncalves auf der Tour dabei. Sowohl in Afrika als auch in Südamerika wie auch in Saudi-Arabien ging der Motorradfahrer an den Start. Noch vor der Rallye sagte er: „Das wird eine große Herausforderung für uns alle“. 

Paulo Goncalves tot - Fahrer bewusstlos aufgefunden

Nach 276 gefahrenen Kilometern stürzte der Pilot schwer. Er war von der Hauptstadt Riad nach Wadi ad-Dawasir unterwegs. Acht Minuten nach Notruf war ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle angekommen. Dort wurde Goncalves bewusstlos vorgefunden. Der Fahrer hatte einen Herzstillstand erlitten.

Nachdem die Wiederbelebungsversuche fehlgeschlagen waren, wurde er ins Krankenhaus geflogen. Im Layla Hospital konnten die Mediziner nur noch seinen Tod feststellen. Es war der erste Unfall-Tod seit 2016. 

Über den Hergang des Unfalls war zunächst nichts bekannt. Das Querfeldein-Rennen bleibt eben ein Risiko, obwohl die Organisatoren in den vergangenen Jahren viel in die Sicherheit investiert haben.

Paulo Goncalves ist der 68. Mensch, der bei der Rallye ums Leben kam

So geben im Notfall längst GPS-Sender an den Fahrzeugen Signale zur genauen Ortung von Vermissten - im Vergleich zu vergangenen Jahrzehnten, als schon eine technische Panne im Nirgendwo von Afrika lebensgefährlich sein konnte, ist das ein Quantensprung. Doch ein unerwartetes Erdloch, ein Stein an der falschen Stelle, Hindernisse und Fahrfehler jeder Art können noch immer tödlich enden.

Goncalves kannte diese Gefahren wie wenige andere. 13 Mal nahm er an der Dakar teil. Er fuhr dabei viermal in die Top 10 der Gesamtwertung und schloss 2015 als Zweiter hinter Sieger Marc Coma aus Spanien ab. "Es ist großartig, Teil dieser Geschichte zu sein", sagte er noch vor wenigen Tagen.

Nun ist Goncalves auch Teil eines Mahnmals - er steht auf der Liste der 68 Menschen, die bei der Rallye Dakar ums Leben kamen.

„Ein sehr trauriger Tag. Eine große Umarmung für die Familie und Freunde von Paulo Gonçalves“, twitterte der Spanier Fernando Alonso, der. 2005 und 2006 Formel-1-Weltmeister wurde.  „Die Rallye Dakar ist das gefährlichste Rennen der Welt. Dieses Jahr ist wieder ein Beweis dafür“, sagte Gonçalves Landsmann Bernardo Vilar dem portugiesischen Fernsehsender RTP. Der ehemalige Pilot nannte Gonçalves „sehr sehr stark. Er war extrem gut vorbereitet, für mich war er einer der stärksten Fahrer im Wettbewerb“.

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ank mit dpa

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