Glück im Unglück

Rebensburg nach schwerem Sturz erleichtert: "Mir geht's gut"

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Viktoria Rebensburg stürzte in Val d‘Isere nach wenigen Sekunden.

Viktoria Rebensburg stürzt in Val d'Isere schwer, bleibt aber unverletzt - die strahlenden Siegerinnen sind Lindsey Vonn und Anna Veith.

Val d'Isere/München - Viktoria Rebensburg flog rücklings über die "O.K."-Piste von Val d'Isere dem schmerzhaften Aufprall entgegen, als sie in ihren Körper hineinhörte. "Da war alles ruhig", sagte die beste deutsche Ski-Rennläuferin am Sonntag nach ihrem schweren Sturz beim zweiten Weltcup-Super-G. Und das war an einem für sie insgesamt enttäuschenden Wochenende eine gute Nachricht. 

Ruhig, das hieß für Rebensburg: keine Verletzung. "Mir geht's gut", bestätigte die Olympiasiegerin lächelnd. Breiter grinsten in den Hochsavoyer Alpen Lindsey Vonn und Anna Veith. Die beiden Olympiasiegerinnen erlösten sich nach jeweils langer Leidenszeit mit Siegen selbst. 

"Speed Queen" Vonn holte beim Super-G am Samstag, als Rebensburg passable Siebte wurde, ihren 78. Erfolg im Weltcup. Sie kam damit dem Rekord des Schweden Ingemar Stenmark (86) wieder ein Stück näher. Veith, geborene Fenninger, setzte sich am Sonntag im zweiten Super-G erstmals seit März 2015 durch. "Das sind jetzt sehr viele Emotionen", sagte die Österreicherin mit Tränen in den Augen, "das ist das, wovon ich immer geträumt habe, ein wunderbarer Tag." 

Veith überglücklich: "Das ist unglaublich"

Seit Veith im Oktober 2015 einen Totalschaden im rechten Knie erlitten hatte, hing ihre Karriere mehrmals am seidenen Faden. "Das ist mein größter Sieg", sagte Veith, die immerhin Gold im Super-G bei Olympia 2014 und drei WM-Titel holte. Vonn kann da mitfühlen, auch sie hatte zuletzt wieder mit Stürzen und Blessuren zu kämpfen. "Das ist unglaublich", sagte sie über ihren ersten Saisonsieg, "ich bin wohl doch noch kein abgewracktes, altes Weib. So kann ich weiterfahren." 

Wegen ihres geschundenen Körpers und mit Blick auf Olympia verzichtete die Amerikanerin aber auf das zweite Rennen ebenso wie auf Courchevel, wo kommende Woche die beiden letzten Rennen vor Weihnachten stattfinden. Rebensburg ist am Dienstag beim Riesenslalom dabei - doch das war nach ihrem Sturz nicht selbstverständlich. 

Das Knie werde "ein bisschen dicker werden, aber kein Problem"

Die 28-Jährige aus Kreuth am Tegernsee, mit Startnummer 1 ins Rennen gegangen, hatte nach knapp 40 Fahrsekunden einen Schlag abbekommen und dadurch die Kontrolle verloren. "Das hat nicht so toll ausgesehen", sagte sie über den folgenden Abflug, "aber ich habe zum Glück stabile Bänder, die haben das gut gemeistert." Das Knie werde "ein bisschen dicker werden, aber kein Problem". 

Am Vortag war Rebensburg mit bester Zwischenzeit schneller als Vonn, als sie an einem Sprung patzte - und zurück fiel. Sie habe ihren Schwung "einmal etwas zu früh angezogen", sagte sie im ZDF, und danach "hatte ich nicht mehr so viel Speed wie sonst". 

Angesichts der Umstände mit weicher Piste nach heftigen Schneefällen sei es aber okay gewesen. Beste Deutsche am Sonntag war Kira Weidle (Starnberg) auf Platz 27. Wie Rebensburg stürzte Riesenslalom-Weltmeisterin Tessa Worley (Frankreich) heftig, blieb aber allem Anschein nach ebenfalls unverletzt.

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sid

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