DEL

Red Bull München erkämpft Final-Sieg in Berlin

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Münchens Patrick Hager (r) versucht sich gegen die Berliner Michael Dupont und Daniel Richmond durchzusetzen. Foto: Paul Zinken

Der EHC Red Bull München ist nur noch einen Sieg vom dritten DEL-Titel in Serie entfernt. Die Bayern gewannen in Berlin und können nun am Sonntag daheim den großen Meister-Hattrick perfekt machen.

Berlin (dpa) - Clever, kaltschnäuzig und mit viel Willen hat sich der EHC Red Bull München im Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Eisbären Berlin den nächsten Auswärtssieg erspielt und kann nun am Wochenende den Titel-Hattrick perfekt machen.

Das Team von Trainer Don Jackson setzte sich in einem intensiven Match mit 4:2 (1:1, 2:1, 1:0) durch und stellte in der Serie auf 3:1. Am Sonntag (14.30 Uhr) will der Favorit in eigener Halle den entscheidenden vierten Sieg feiern und damit seine Ausnahmestellung im deutschen Eishockey mal wieder unterstreichen.

In einer von vielen Checks und Strafen geprägten Partie sorgten Maximilian Kastner (12. Minute), Jon Matsumoto (35.), Yannic Seidenberg (39.) und Dominik Kahun in der Schlussphase (58.) für den Erfolg der Gäste. "Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben", sagte Olympia-Star Kahun im TV-Interview. "Das war ein schweres Spiel, Berlin ist rausgekommen wie die Feuerwehr. Aber wir haben uns zusammengerissen, die Jungs haben einen super Job gemacht. Wir wollen auf jeden Fall am Sonntag zuhause den Titel gewinnen."

Den Gastgebern von Coach Uwe Krupp wurden diesmal nicht wie zwei Tage zuvor die Strafzeiten, sondern die sämtlichen nicht genutzten Überzahlsituationen zum Verhängnis. Die Tore von Jamie McQueen (6.) und Sean Backman (27.) reichten vor 14 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof nicht zum Serien-Ausgleich. "Wenn man bei so vielen Powerplays kein Tor schießt, dann kann man kein Spiel gewinnen", sagte Berlins Jonas Müller. "Wir sind traurig."

Vor den Augen von Bundestrainer Marco Sturm und seinem Nationalteam gingen die diszipliniert startenden Berliner in Führung, McQueen traf nach starker Vorarbeit von Rihards Bukarts. Doch dann vergaben die Eisbären bei zwei Überzahlsituationen die große Chance auf das 2:0. 27 Sekunden spielten sie sogar fünf gegen drei. Das Powerplay sah zwar passabel aus, aber im Abschluss haperte es wie so oft. Nicholas Petersen hatte in der Drangphase die größte Möglichkeit (11.).

Die Gäste, die nicht so stark starteten wie sie zuletzt beim 4:1 zuhause, blieben cool und schlugen unmittelbar zurück, als sie wieder komplett waren. Einen Schuss von Seidenberg von der blauen Linie fälschte Kastner vor Goalie Petri Vehanen unhaltbar ab.

Das zweite Drittel war ein Spiegelbild des ersten Durchgangs. Die Eisbären begannen erfolgreich dank Backman. Dann ließen sie aber wieder Powerplays ungenutzt, erneut hatten sie 22 Sekunden lang eine Fünf-gegen-drei-Situation. Petersen traf nur den Pfosten (32.). Die Schwächen im Abschluss und Olympia-Silbermedaillengewinner Danny aus den Birken im Münchner Tor verhinderten Treffer Nummer drei.

Auch dessen Gegenüber Vehanen erwischte einen prächtigen Abend und rettete unter anderem gegen Daryl Boyle (5.), Matsumoto (16.) und Brooks Macek (37.). Alles konnte der finnische Routinier aber nicht retten: Noch im zweiten Drittel schloss Matsumoto einen cleveren Angriff ab und markierte sein schon viertes Tor in der Finalserie. Die eigentlich aktiveren und mutigen Gastgeber waren kurz verblüfft und kassierten den Rückstand durch einen Fernschuss von Seidenberg.

Im Finish probierte es der siebenmalige Champion noch einmal mit wilder Offensive. Aber der Titelverteidiger aus München hielt dem Druck stand und dann sorgte Stürmer Kahun für die Entscheidung.

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