Kanadier für Kanadier

Erfolgstrainer der Nürnberg Ice Tigers geht - DEL2-Coach kommt

+
Rob Wilson verlässt trotz seines Erfolges die Nürnberg Ice Tigers. Sein Nachfolger kommt aus der zweiten Liga.

Eishockey-Bundesligist Nürnberg Ice Tigers lässt Coach Rob Wilson ziehen. Der Erfolgstrainer nennt familiäre Gründe für seinen Abschied. Sein Nachfolger kommt aus der zweiten Liga.

Nürnberg - Überraschend müssen die Nürnberg Ice Tigers mit einem neuen Trainer in die kommende Saison in der deutschen Eishockey-Liga (DEL) starten. Der bisherige Cheftrainer Rob Wilson bat die Franken aus familiären Gründen um eine vorzeitige Auflösung seines noch für die nächste Spielzeit gültigen Vertrags. 

Auch interessant: WM-Auftakt am Freitag - So sehen Sie das Deutschland-Spiel live

Wie der DEL-Verein am Donnerstag mitteilte, wird der diesjährige Playoff-Halbfinalist künftig von Kevin Gaudet betreut. Der 54-Jährige kommt vom DEL2-Meister Bietigheim Steelers nach Nürnberg und erhält einen Vertrag für die kommende Saison.

Sportdirektor Jiranek: „Er möchte ein guter Vater sein“

„Es hat uns schwer getroffen, dass Rob mit dem Wunsch der Vertragsauflösung an uns herangetreten ist. Er möchte eine einmalige Gelegenheit, die sich ihm kurzfristig geboten hat, nutzen, um sich um seine Familie zu kümmern und seinen Kindern ein guter Vater zu sein“, sagte Sportdirektor Martin Jiranek. „Rob war für uns ein ausgezeichneter Trainer, der in den letzten drei Jahren äußerst erfolgreich gearbeitet hat.“

Auch interessant: Deutschland gegen Dänemark zum WM-Start - unser Liveticker

Wilson war nach einer viermonatigen Etappe bei den Straubing Tigers zunächst als Assistenzcoach zu den Nürnbergern gewechselt. Im Sommer 2015 übernahm der heute 49-jährige Kanadier dann die Ice Tigers als Chef. Wilson führte sie dreimal in Serie ins Playoff-Halbfinale sowie in der abgelaufenen Saison erstmals in die Champions Hockey League.

Verteidiger Patrick Köppchen wechselt nach Düsseldorf

Nun tritt Gaudet das schwere Erbe an. Der Kanadier arbeitete schon bei den Vienna Capitals und Hannover Scorpions als Coach. Im November 2011 übernahm er Bietigheim und führte das Team zu drei Meisterschaften in den vergangenen sechs Spielzeiten. 2013 und 2015 wurde Gaudet zum „Trainer des Jahres“ in der zweiten deutschen Eishockey-Liga gewählt.

„Er hat die Erfahrung und die Leidenschaft, die Ice Tigers anzuführen und an den Erfolg der letzten Jahre anzuknüpfen. Kevin kennt die DEL und hat in den letzten Jahren konstant erfolgreich gearbeitet“, sagte Jiranek. „Wir freuen uns auf die neue Saison mit Kevin Gaudet als Cheftrainer und Mike Flanagan als Co-Trainer.“

Lesen Sie auch zur Eishockey-WM: Neuanfang nach Olympia-Silber schürt Erwartungen

Unterdessen wurde bekannt, dass Verteidiger Patrick Köppchen von den Nürnberg Ice Tigers zur Düsseldorfer EG wechselt. Der 37-Jährige habe einen Vertrag für die kommende Saison unterschrieben, teilte der rheinische Verein mit. Der 42-malige Nationalspieler war bereits vor zweieinhalb Wochen von den Franken auf der Saisonabschlussfeier verabschiedet worden.

dpa/lby

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Cleveland gleicht Playoff-Halbfinal-Serie gegen Boston aus

Cleveland (dpa) - Basketball-Star LeBron James hat mit den Cleveland Cavaliers im Playoff-Halbfinale der nordamerikanischen NBA einen Heimsieg gefeiert. Der Vizemeister …
Cleveland gleicht Playoff-Halbfinal-Serie gegen Boston aus

Toto Wolff vor Monaco-Rennen: Red Bull und Ferrari Favoriten

Monte Carlo (dpa) - Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat Red Bull und Ferrari die Favoritenrolle für den Grand Prix von Monaco zugewiesen.
Toto Wolff vor Monaco-Rennen: Red Bull und Ferrari Favoriten

Endgültig offiziell: Dominik Kahun wechselt vom EHC München in die NHL

Was schon länger vermutet wurde, ist nun auch endgültig offiziell bestätigt worden. Dominik Kahun wechselt vom EHC Red Bull München in die nordamerikanische NHL zu den …
Endgültig offiziell: Dominik Kahun wechselt vom EHC München in die NHL

Schweiz verpasst Gold - "Herzen so groß wie das Matterhorn"

Im packenden WM-Finale von Kopenhagen stand die Schweiz dicht vor einer der größten Sensationen der Eishockey-Geschichte. Erst im Penaltyschießen verdarben die Schweden …
Schweiz verpasst Gold - "Herzen so groß wie das Matterhorn"

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.