Positiver Corona-Test

Sebastian Vettel: Verpasst er auch das zweite Formel-1-Rennen? Entscheidung gefallen

Sebastian Vettel musste zum Saisonauftakt der Formel 1 coronabedingt passen. Auch sein Start in Saudi-Arabien war lange Zeit nicht sicher - nun gibt es Klarheit.

Update vom 25. März, 9.40 Uhr: Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) wird auch das zweite Saisonrennen der Formel 1 in Saudi-Arabien (Sonntag 19.00 Uhr MESZ/Sky) verpassen. Sein Rennstall Aston Martin gab am Freitag bekannt, dass Nico Hülkenberg wie bereits beim Saisonauftakt in Bahrain für seinen Landsmann einspringen wird. Vettel hat sich nach seiner COVID-19-Erkrankung noch nicht freitesten können.

„Wir erwarten Sebastian Vettel beim Grand Prix von Australien (10. April, d. Red.) zurück“, heißt es in der Mitteilung von Aston Martin. Obwohl Nico Hülkenberg „noch nicht viele Kilometer im AMR22 gefahren ist, hat er sich in Bahrain gut geschlagen, und wir erwarten, dass er das auch in Dschidda tun wird“. Hülkenberg hatte in Bahrain Platz 17 belegt.

Sebastian Vettel: Zitterpartie um Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien

Erstmeldung vom 24. März, 13.58 Uhr: Dschidda - In der Formel 1* geht es Schlag auf Schlag. Dem spektakulären ersten Saisonrennen in Bahrain folgt nur eine Woche später an diesem Wochenende der Große Preis von Bahrain. Und Sebastian Vettel muss zuschauen. Der Ex-Weltmeister wartet in seiner Schweizer Wahlheimat auf den erlösenden negativen Corona-Test. Eine Zitterpartie.

Sebastian Vettel
Geboren: 3. Juli 1987 (Alter 34 Jahre), Heppenheim (Bergstraße)
Aktueller Rennstall: Aston Martin
Frühere Stationen: Red Bull, Ferrari
Größte Erfolge: Weltmeister 2010, Weltmeister 2011, Weltmeister 2012, Weltmeister 2013

Sebastian Vettel: Zweites Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien in Gefahr - Wettlauf mit der Zeit

Sebastian Vettel droht auch das zweite Rennen in der neuen Formel-1-Saison zu verpassen. Während all seine Kollegen nach und nach in Saudi-Arabien eintrudelten, saß der Heppenheimer zu Hause in der Schweiz und starrte auf seinen Corona-Test. Doch der machte ihm im wahrsten Sinne des Wortes wieder einen Strich durch die Rechnung. Vettel trägt das Coronavirus weiterhin in sich, obwohl er sich offenbar fit fühlt.

„Sebastian Vettel hat den erforderlichen negativen COVID-Test noch nicht abgegeben, um zum Großen Preis von Saudi-Arabien zu fliegen“, teilte sein Aston-Martin-Team am Donnerstag mit. Damit könnte Nico Hülkenberg auf dem ultraschnellen Stadtkurs erneut als Ersatzmann einspringen. „Wir werden unsere endgültige Entscheidung bis Freitag aufschieben, um Seb jede Möglichkeit zu geben, das Rennen zu fahren“, hieß es.

Sebastian Vettel droht auch das zweite Formel-1-Rennen wegen Corona zu verpassen.

Sebastian Vettel in der Corona-Quarantäne gefangen - Entscheidung am Freitag

Sebastian Vettel steckt in der Corona-Klemme, schon den Auftakt vor einer Woche in Bahrain hatte der 34-Jährige verpasst - und damit den Start in eine neue Formel-1-Ära. Schon für den Donnerstag hatte Vettel einen Flug gebucht. Nun heißt es Hoffen und Bangen, damit er am Freitag in den Flieger steigen kann.

Vettel war in der Vorwoche positiv auf das Virus getestet worden und hatte sich in seiner Schweizer Wahlheimat in Quarantäne begeben. Für den Heppenheimer ist es ein denkbar schlechter Start in seine zweite Saison bei dem britischen Privatteam. Im neuen Rennjahr mit stark verändertem Regelwerk und komplett neuen Autos wollte der vierfache Weltmeister wieder Anschluss an die Spitze gewinnen, nachdem die Vorsaison weitgehend ernüchternd verlaufen war.

Formel 1: Vettel-Ersatz Nico Hülkenberg steht schon in den Startlöchern

Unterdessen bereitet sich Nico Hülkenberg auf den nächsten unverhofften Einsatz vor. Am Donnerstag landete der Emmericher in Dschidda, nachdem er zuvor in der Fabrik die bisher unbekannte Strecke am Roten Meer im Simulator ein bisschen beschnuppert hatte. „Ich bereite mich einfach jetzt darauf vor, denn wir wissen ja nicht, wie Seb drauf ist und ob er fahren kann oder nicht“, sagte Hülkenberg dem Motorsport-Magazin.

Ob nun Vettel oder Hülkenberg am Ende im Aston Martin sitzt, am Sonntag wird wohl keiner der beiden vorne landen. Das Auto des so ehrgeizigen Teams ist einfach nicht gut genug, es fehle „einfach ein bisschen was an Performance“, sagte Hülkenberg. „Da gibt es einfach ein paar Baustellen, die angegangen werden müssen.“ Hülkenberg wurde zum Auftakt als 17. Letzter, Kollege Lance Stroll verpasste als Zwölfter klar die Punkteränge.

Sebastian Vettel bangt um Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien

Vettel kann womöglich auch froh sein, dass er sich aktuell nicht mit dem unterlegenen Aston Martin herumschlagen muss. Formel-1-Experte Ralf Schumacher übte zuletzt harte Kritik am Rennstall. Der frühere BMW-Pilot teilte gegen Stroll eine heftige Watschn aus. Wir halten Sie hier auf dem laufenden, ob Vettel doch noch in Saudi-Arabien mitfahren kann. (ck/sid/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Jerry Andre/Imago

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