Nun gegen Konta

Mit etwas Mühe weiter: Serena Williams im Viertelfinale

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Serena Williams erreichte das Viertelfinale der Australian Open. Foto: Kin Cheung

Am Tag nach dem Aus von Angelique Kerber machte es Serena Williams bei den Australian Open besser. Die im Vorjahr gegen Kerber unterlegene Rekordsiegerin erreichte das Viertelfinale, musste dafür aber hart arbeiten. Ihre nächste Gegnerin ist derzeit gut in Form.

Melbourne (dpa) - Rekordsiegerin Serena Williams ist mit einiger Mühe in das Viertelfinale der Australian Open eingezogen. Die sechsmalige Gewinnerin des Grand-Slam-Turniers bezwang die Tschechin Barbora Strycova in Melbourne 7:5, 6:4.

Nach dem Erfolg über die Nummer 16 der Tennis-Weltrangliste trifft die 35-jährige Amerikanerin am Mittwoch auf die letztjährige Halbfinalistin Johanna Konta. Die in Australien geborene Britin, die zuletzt beim WTA-Turnier in Sydney triumphierte, siegte 6:1, 6:4 gegen die Russin Jekaterina Makarowa.

Sollte sich Serena Williams erneut den Titel holen, würde sie Angelique Kerber wieder als Nummer eins der Welt ablösen. Die Titelverteidigerin, der Williams im Vorjahr im Finale unterlag, war am Sonntag im Achtelfinale ausgeschieden.

Nach ihrem vorzeitigen Saisonende im vergangenen Jahr wegen Schulterproblemen gab sich Serena Williams jedoch eher zurückhaltend. "Ich habe absolut nichts zu verlieren in diesem Turnier. Für mich ist alles hier ein Bonus", sagte sie, betonte jedoch auch: "Natürlich bin ich hier, um zu gewinnen. Ich hoffe, dass ich besser spielen kann."

Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad hatte die Favoritin zur Mittagszeit in der Rod-Laver-Arena erheblichen Widerstand zu brechen. Im ersten Satz gewann Serena Williams nur eines ihrer ersten vier Aufschlagspiele und vergab bei einer 5:4-Führung die ersten vier Satzbälle. Erst die achte Chance konnte sie schließlich nutzen. Nach einer 5:2-Führung im zweiten Durchgang gab die Gewinnerin von 22 Grand-Slam-Einzeltiteln zwar noch einmal ihren Aufschlag ab, machte den Erfolg aber wenig später nach 1:46 Stunden Spielzeit perfekt.

Danach setzte sich die Weltranglisten-79. Mirjana Lucic-Baroni aus Kroatien mit 6:4, 6:2 gegen Qualifikantin Jennifer Brady aus den USA durch. Ihre nächste Gegnerin ist die letztjährige US-Open-Finalistin Karolina Pliskova aus Tschechien oder die Australierin Daria Gavrilova. Die 34 Jahre alte Lucic-Baroni hatte ihr bisher einziges Grand-Slam-Viertelfinale bereits 1999 erreicht. Damals kam sie in Wimbledon sogar ins Halbfinale und unterlag dort dann Steffi Graf.

David Goffin steht als erster Belgier im Viertelfinale der Australian Open. Der Weltranglisten-Elfte gewann 5:7, 7:6 (7:4), 6:2, 6:2 gegen den Österreicher Dominic Thiem. Der 26-jährige Goffin trifft auf den Bulgaren Grigor Dimitrow oder den Usbeken Denis Istomin.

Thiem sah die verpasste Chance auf den Gewinn des zweiten Satzes als Knackpunkt. Der 23-Jährige bemängelte seine hohe Fehlerquote. "Ich hatte das Gefühl, dass er in den Sätzen drei und vier davongezogen ist. Er hat sein Level angehoben, ich war vielleicht doch down", sagte er nach seinem ersten Achtelfinale in Melbourne, meinte aber auch: "Ich trauere jetzt nicht irgendwas hinterher." An die Möglichkeiten, die sich nach dem Aus der Favoriten Novak Djokovic und Andy Murray bieten, dachte Thiem nicht. "Daran habe ich keinen einzigen Gedanken verschwendet", betonte die Nummer acht der Welt.

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