Coronavirus-Pandemie

Sportfunktionäre schlagen Alarm: «Clubs in akuter Not»

Durch die Corona-Krise ist es um den deutschen Mannschaftssport nicht gut bestellt. Foto: picture alliance / dpa
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Durch die Corona-Krise ist es um den deutschen Mannschaftssport nicht gut bestellt. Foto: picture alliance / dpa

Stuttgart (dpa) - Das Verbot von Großveranstaltungen bringt die Top-Ligen in Deutschland in Not.

«Unter 1200 Zuschauern zu spielen, ergibt es keinen Sinn», sagte Alexander Reil, Präsident der Basketball-Bundesliga (BBL) und Vorsitzender der MHP Riesen Ludwigsburg der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» zur prekären Lage der Teamsportarten. Und er stellte klar: «Denn dann wären die Ausgaben höher als die Einnahmen.»

Ähnlich äußerten sich Spitzenfunktionäre aus Handball, Eishockey und Volleyball. «Die Clubs sind in akuter Not», sagte Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes. «Noch ist die Lage überschaubar. Wenn es aber los geht und nur wenige Zuschauer erlaubt sind, ist eine Saison wirtschaftlich nicht vorstellbar.» Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes, hat auch die negativen Auswirkungen auf die Basis im Blick: «Wenn die Kinder die Spiele nicht sehen können, sie ihren Vorbildern nacheifern können, dann ist das schlecht für die Sportart», sagte er. Dass der bayerische Handballverband den Kinderhandball komplett aussetzt, sieht er kritisch: «Bleibt das so, dann geht die Bindung zum Sport verloren.»

Der Präsident der Volleyball-Bundesliga und der Chefstratege des SSC Schwerin Michael Evers unterstrich die Wichtigkeit staatlicher Hilfen: «Bleibt es bei den derzeitigen Vorgaben, werden die angekündigten Soforthilfen des Bundes für einige Vereine sehr wichtig sein», sagte er. Dennoch befürchtet er, «dass der eine oder andere Club in größere Schwierigkeiten kommen wird.»

© dpa-infocom, dpa:200909-99-497099/3

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