ATP Finals

Tennisprofis Thiem und Medwedew bestreiten Endspiel

Daniil Medwedew
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Daniil Medwedew im Halbfinale in Aktion gegen Rafael Nadal. Foto: Frank Augstein/AP/dpa

Die Top Vier der Tennis-Weltrangliste standen im Halbfinale der ATP Finals in London. Die beiden jüngeren Dominic Thiem (27) und Daniil Medwedew (24) warfen die Topstars Novak Djokovic (33) und Rafael Nadal (34) aus dem Turnier. Es wird einen Premierensieger geben.

London (dpa) - Die Tennisstars Novak Djokovic und Rafael Nadal sind ausgeschieden - Dominic Thiem und Daniil Medwedew spielen bei den ATP Finals um den letzten Titel des Jahres.

Nach den hart umkämpften Halbfinals kann der österreichische US-Open-Sieger Thiem ebenso wie der russische Weltranglisten-Vierte Medwedew im Endspiel am Sonntag einen Premieren-Erfolg in London feiern.

Medwedew bestätigte am Samstag mit dem 3:6, 7:6 (7:4), 6:3 gegen Nadal seine starke Form und bezwang die Nummer zwei der Welt zum ersten Mal. Der Spanier schlug im zweiten Satz zum Matchgewinn auf, am Ende blieb es aber dabei, dass ihm der Titel beim Saisonfinale noch fehlt. Mit noch mehr Dramatik rang Thiem zuvor den Weltranglisten-Ersten Djokovic 7:5, 6:7 (10:12), 7:6 (7:5) nieder.

«Nachdem ich so hart gekämpft habe, möchte ich natürlich alles versuchen, um den Titel zu gewinnen», sagte Thiem. Für den 27-Jährigen war es sein 300. Sieg auf der ATP-Tour - und ein ganz besonderer. Im Tiebreak des zweiten Satzes vergab die Nummer drei der Welt vier Matchbälle. Im Tiebreak des entscheidenden Durchgangs lag Thiem mit 0:4 hinten, vieles sprach für Djokovic - doch Thiem ging ins Risiko und machte mit seinem sechsten Matchball alles klar. «Er hat nach 0:4 alles richtig gemacht, er hat großartig gespielt», sagte Djokovic, der am Freitag im entscheidenden Gruppenspiel das Turnier für den Hamburger Alexander Zverev beendet hatte.

Thiem steht zum zweiten Mal nacheinander im Endspiel des Saisonfinals. «Das war sicher eine mentale Schlacht», sagte er nach dem Halbfinale. Er sei bei den vergebenen Matchbällen so nervös gewesen, dass er «fast am ganzen Körper gezittert habe», gestand er. «Nach meinem ersten großen Titel in New York dachte ich, dass ich ein bisschen ruhiger sein würde, aber das war scheinbar ein Fehler», meinte er. «Ich bin unglaublich glücklich, dass ich durch bin.»

Djokovic und Thiem hatten sich zu Beginn der Saison im Endspiel der Australian Open gegenübergestanden, bei dem sich der serbische Favorit in fünf Sätzen durchsetzte. Bis zum Corona-Abbruch war Djokovic ungeschlagen geblieben. Seit dem Neustart aber hinterließ er unter anderem mit der Disqualifikation bei den US Open einen zwiespältigen Eindruck - und verpasste nun einen gelungenen Abschluss.

© dpa-infocom, dpa:201122-99-418881/2

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