Großer Preis von Spanien

Vettel will mit 50. Sieg WM-Führung zurück

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Sebastian Vettel reist zuversichtlich zum Großen Preis von Spanien. Foto: Luca Bruno/AP

Die Vorzeichen stehen gut: Vettels Ferrari verdiente sich vor zwei Monaten in Spanien schon das Prädikat Test-Weltmeister. Hamilton will nach dem glücklichen Baku-Sieg aber endlich auch zeigen, was er draufhat. Und es gibt ein Trio, das viel wiedergutzumachen hat.

Barcelona (dpa) - Das verrückte Rennen mit dem zu optimistischen Überholmanöver von Baku ist abgehakt, Sorgen macht sich Sebastian Vettel vor dem Europa-Auftakt der Formel 1 nicht.

Anfang März bewies der 30 Jahre alte Heppenheimer bereits bei den Testfahrten mit der schnellsten Runde, was der neue Ferrari auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya kann. "Das Wichtigste ist, dass wir ein gutes Auto haben, mit dem wir in der Qualifikation arbeiten können", sagt Vettel nun vor dem Großen Preis von Spanien, bei dem er den 50. Sieg in seiner Karriere feiern kann.

Die Mission fünfter WM-Titel ist in voller Fahrt. Und Vettel kann sich diesmal sehr berechtigte Hoffnungen machen, im Duell der viermaligen Champions mit Titelverteidiger Lewis Hamilton von Mercedes am Ende der Glückliche zu sein. "Ferrari hat immer noch die Oberhand", räumte Hamilton nach seinem Erfolg in Baku ein - es war erst sein erster Sieg in dieser Saison, begünstigt durch den späten Reifenschaden seines Teamkollegen Valtteri Bottas.

"Wir hoffen natürlich, dass der Große Preis von Spanien in diesem Jahr ein gutes Rennen für uns wird", sagt Teamchef Toto Wolff - 2017 holte sich Hamilton den Sieg auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs: "Aber uns ist bewusst, dass es hart wird." Vier Punkte trennen Hamilton und Vettel lediglich. Ein Sieg von Vettel und er übernimmt vor dem Klassiker in Monte Carlo wieder die Spitze im Klassement.

Doch auch für den Testbestzeiten-Weltmeister vor zwei Monaten wird es kein Selbstläufer. Neben Bottas, der nach seinem unverschuldeten späten Aus (Reifenschaden) in Aserbaidschan mehr als motiviert sein dürfte, haben die beiden Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und ganz besonders Max Verstappen einiges nach ihrer peinlichen Kollision gutzumachen.

Der Niederländer feierte vor zwei Jahren seinen ersten Formel-1-Sieg auf dem Kurs bei Barcelona und startete in diese Saison als einer der Favoriten. Vor dem fünften von 21 Rennen hat Verstappen aber bereits 52 Punkte Rückstand auf die Spitze.

Dennoch können die beiden Red Bulls im Kampf um den Sieg an diesem Sonntag (15.10 Uhr), vor allem aber um Podiumsplätze immer mitkämpfen und so auch das WM-Duell Hamilton vs. Vettel beeinflussen. "Die ersten vier Rennen deuten klar darauf hin, dass uns eine Fortsetzung des Dreikampfes bevorsteht und dieser eher noch härter werden wird", prophezeit Silberpfeil-Chef Wolff.

Vettels Spanien-Bilanz ist bislang noch bescheiden. 2011 konnte er dort im Red Bull gewinnen. Im Ferrari reichte es noch nicht zum Sieg. Vor einem Jahr führte Vettel 32 Runden das Rennen in Spanien an, musste sich aber am Ende Hamilton mit knapp 3,5 Sekunden Vorsprung geschlagen geben. Was Vettel in diesem Jahr zuversichtlich stimmt, ist die Stärke seines Wagens in der Qualifikation. Fünf Poles holte er in seinen ersten drei Ferrari-Jahren zusammen - drei waren es schon in dieser Saison. "Ich mache mir überhaupt keinen Kopf, denn es ist ganz anders als im vergangenen Jahr, als wir im Qualifying meistens nicht gut genug waren", sagt Vettel.

"Wir müssen noch etwas tun", betont Spitzenreiter Hamilton. "Unser Qualifikations-Speed ist nicht gleich mit ihrem (Ferrari)." Der Formel-1-Jetsetter gönnte sich zwischen den Rennen einen Trip zur Met Gala in New York - ganz in weiß. In Barcelona könnten die Zeichen wieder auf Rot stehen.

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