Großer Preis von China

Mercedes-Serie in Shanghai reißt: Vettel holt Pole

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Sebastian Vettel hat sich für das Rennen in China die Pole gesichert. Foto: Andy Wong/AP

Bei Sebastian Vettel läuft es. Nach seinen Siegen in Australien und Bahrain erobert der Ferrari-Star in Shanghai die Pole Position für das dritte Rennen des Jahres - und das auf dem Erfolgs-Kurs von Mercedes. Das sorgt für einiges Nachdenken im Weltmeister-Team.

Shanghai (dpa) - WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel hat die Pole-Serie von Mercedes beim Großen Preis von China beendet und den Titel-Konkurrenten vor einige Rätsel gestellt.

Der zweimalige Saisonsieger eroberte am Samstag im Ferrari Startplatz eins für das dritte Formel-1-Rennen der Saison. Damit steht am Sonntag erstmals nach sechs Jahren kein Mercedes ganz vorne in der Startaufstellung in Shanghai.

"Die ganze Runde war super. Das Auto war echt erstaunlich. Es wurde einfach immer besser", meinte Vettel nach der 52. Pole seiner Karriere und der vierten in Shanghai. Wie schon eine Woche zuvor in  Bahrain entriss er seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen in letzter Minute noch den besten Startplatz.

Valtteri Bottas kam als bester Mercedes-Fahrer auf Rang drei. Der Titelverteidiger und fünfmalige China-Sieger Lewis Hamilton musste sich bei Temperaturen von nur zwölf Grad im zweiten Silberpfeil mit dem vierten Platz begnügen. "Wir dachten heute, dass wir um die Pole Position kämpfen würden, aber sie war außer Reichweite", sagte Bottas.

Vor allem der Rückstand der beiden Silberpfeil-Fahrer von über einer halben Sekunde auf die roten Rivalen sorgte im Weltmeister-Team für Nachdenklichkeit. "Wir haben die Reifen nicht in das richtige Temperaturfenster bekommen. Das ist die endende Geschichte", meinte Teamchef Toto Wolf. Er setzt darauf, dass es im Rennen wärmer wird. Laut Wettervorhersagen werden 20 Grad vorausgesagt. "Ich hoffe, dass wir das Richtige tun und im Rennen schneller sind als Ferrari."

Am Samstag hatten Bottas und Hamilton gegen das Ferrari-Duo keine Chance. Bei seinem letzten Angriff auf Startplatz eins lag Vettel bis zum letzten Drittel der 5,451 Kilometer langen Strecke in der Mega-Metropole noch hinter Räikkönen. Am Ende verwies der Vierfach-Weltmeister nach einem überragenden Schlussabschnitt in 1:31,095 Minuten den Finnen um weniger als neun Hundertstelsekunden auf Rang zwei.

Ausgerechnet auf dem bisherigen Erfolgskurs von Mercedes zeigte die Scuderia, dass sie den silbernen Titelrivalen derzeit mehr als nur ebenbürtig ist. Vettel und Räikkönen bilden nach dem Hitze-Rennen in Bahrain vor einer Woche nun zum zweiten Mal nacheinander die erste Startreihe. "Ihr Auto funktioniert überall", stellte Weltmeister Hamilton ernüchtert fest.

Auf den Qualifikations-Plätzen fünf und sechs landete das Red-Bull-Duo Max Verstappen aus den Niederlanden und Daniel Ricciardo. Dem Australier war nach einem Motorschaden im  Abschlusstraining am Vormittag binnen kurzer Zeit noch ein Aggregat eingebaut worden.

Mit seinem dritten Sieg im dritten Saison-Rennen würde Vettel am Sonntag seine Führung in der WM-Wertung ausbauen. Zuletzt hatte er 2009 in China triumphiert - damals noch im Red Bull. Vor dem dritten von 21 Saison-Rennen führt er nach seinen Erfolgen in Australien und Bahrain das Klassement mit 50 Punkten an. Hamilton liegt nach dem für seine Verhältnisse durchwachsenen Start mit den Plätzen zwei und drei 17 Zähler zurück, Dritter ist Bottas (22 Punkte).

Ein Erfolg in China wäre in jedem Fall ein eindrucksvolles Zeichen von Vettel und der Scuderia. In den vergangenen vier Jahren dominierte Mercedes in Shanghai. Dreimal gewann Hamilton (2014, 2015, 2017).

Fakten zur Rennstrecke

Formel-1-Fahrerfeld

Fahrerwertung

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