Formel 1

"Keine Wunder" für Vettel in Barcelona - Mercedes top

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel beim Training in Barcelona. Foto: Albert Gea/Pool Reuters/dpa
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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel beim Training in Barcelona. Foto: Albert Gea/Pool Reuters/dpa

Auf dem Weg zur 100. Hybrid-Pole: Mercedes dominiert das Training am Freitag. Auf der schnellen Runde sind die Silberpfeile wieder eine Macht. Dahinter liegt Max Verstappen. Der Rückstand ist deutlich, aber Vorsicht! Und Sebastian Vettel? Wird Fünfter und Zwölfter.

Barcelona (dpa) - Auf dem fast 50 Grad heißen Asphalt hat Mercedes die alten Machtverhältnisse vorerst wieder hergestellt. Sebastian Vettel ist vor allem unter Rennbedingungen der Spitze auch mit dem neuen Chassis für seinen lahmen Ferrari nur hinterhergefahren.

Der viermalige Formel-1-Weltmeister kam nach Platz fünf am Vormittag in der zweiten Einheit auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya nicht über den zwölften Platz hinaus. Über eine Sekunde Rückstand im ersten Freien Training zum Großen Preis von Spanien, über anderthalb Sekunden langsamer als die Schnellsten im zweiten Freien Training. "Ich erwarte keine Wunder", hatte Vettel schon vorher betont.

Immerhin blieb er am Morgen deutlich näher an seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc dran, der aus den ersten fünf Saisonrennen 45 Punkte holte, während Vettel nach einer Aneinanderreihung von Enttäuschung gerade mal zehn Zähler von 130 möglichen sammelte. Gleichbehandelt fühlt er sich vom Team. In der zweiten anderthalbstündigen Einheit lagen beide Piloten über drei Zehntelsekunden auseinander.

Ganz vorne bestimmte Mercedes nach den Reifen-Malaisen von Silverstone das Tempo. Und wie! Valtteri Bottas fuhr die Tagesbestzeit im ersten Training vor Hamilton. Nur 39 Tausendstelsekunden trennten die beiden Piloten in ihren weiterhin schwarz lackierten Silberpfeilen. 0,939 Sekunden lag dahinter Max Verstappen. Der 22 Jahre alte Niederländer, der am vergangenen Sonntag in Silverstone vor Hamilton und Bottas gewonnen hatte, fuhr auch am Nachmittag auf Platz drei. Diesmal bei Bestzeit Hamilton vor Bottas. "Es war hart", räumte allerdings auch Hamilton ein. "Es ist schönes Wetter, aber im Auto ist es ein Killer".

Verstappen hatte über acht Zehntelsekunden Rückstand auf Hamilton. Allerdings lag er bei den Rennsimulationen deutlich näher dran an den beiden Mercedes-Männern. "Es wird wieder eng im Rennen", prophezeite Hamilton.

Bei seinem Sieg zuletzt war Verstappen sogar von Rang vier gestartet und dank cleverer Strategie und famoser Fahrt auf Platz eins gestürmt. Und auch in Barcelona gewann Verstappen schon: 2016, es war der erste von bisher neun Grand-Prix-Erfolgen. Im aktuellen Klassement liegt Verstappen auf Platz zwei mit 30 Punkten Rückstand auf Hamilton.

Größere Probleme wie zuletzt zeichneten sich zunächst bei Mercedes mit den Reifen nicht ab. "Blasen habe ich keine gesehen, die habe ich vor einer Wochen beim Training allerdings auch nicht gehabt", meinte Hamilton. Die eklatanten Schwierigkeiten waren erst im Rennen aufgetreten.

Ausrüster Pirelli hat die drei härtesten und damit haltbarsten Mischungen mit nach Katalonien gebracht und damit die gleichen Sätze wie beim Rennen vor zwei Wochen in Silverstone.

© dpa-infocom, dpa:200814-99-167245/4

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