Großer Preis von Australien

Von Hauptdarstellern und Dialogen: Der Formel-1-Auftakt

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In der Qualifikation reichte bei Sebastian Vettel nur für die zweite Startreihe. Foto: Dave Acree/AAP

Ein glücklicher Hamilton, ein geschlagener Vettel. Ein Team, dass das Mittelfeld der Formel 1 aufmischt und ein Mercedes-Pilot, der seinen Silberpfeil demoliert. Es war einiges los im ersten Qualifying der Saison.

Melbourne (dpa) - Die Macher der geplanten Formel-1-Serie, die im kommenden Jahr beim Streamingdienst Netflix laufen soll, kamen auf ihre Kosten. Das packendes Qualifying beim Großen Preis von Australien mit einem am Ende hollywoodreif strahlenden Polesetter Lewis Hamilton lieferte viel Stoff.

HAUPTDARSTELLER: Es ist das fünfte Mal in Serie und das siebte Mal insgesamt, dass Hamilton im Albert Park von Melbourne auf die Pole Position fährt. 2008 gelang es ihm zum ersten Mal, im selben Jahr wurde Hamilton mit McLaren Weltmeister. 2014, ein Jahr nach seinem Wechsel zu Mercedes als Nachfolger von Michael Schumacher war es wieder soweit: Hamilton fährt die Pole ein. Und er wird Ende des Jahres wieder Weltmeister. So wie auch noch 2015 und 2017. 2016 schaffte er es ebenfalls auf Startrang eins, musste sich im Titelkampf aber Teamrivale Nico Rosberg geschlagen geben.

GEGENSPIELER: Sebastian Vettel blieb nur die zweite Startreihe. "Meine Runde war nicht ganz ideal, ich hätte ein oder anderthalb Zehntel mehr rausdrücken müssen", meinte der 30 Jahre alte Ferrari-Pilot. Dann wäre es immer noch eine halbe Sekunde gewesen, die ihm auf Hamilton fehlte. Aber er hätte immerhin das Teamduell gegen den 38 Jahre alten Kimi Räikkönen gewonnen.

NEBENROLLE: Die blieb diesmal Valtteri Bottas. Als es drauf ankam, spielte der Finne nicht mehr mit. Sein demolierter Mercedes war auf dem Abschleppwagen. Unfall im dritten Zeitabschnitt. In der Box der Silberpfeile krümmte sich Teamchef Toto Wolff. Keine gute Eigenwerbung für Bottas gleich zum Saisonstart. "Da ist aber jetzt kein Krieg in meinem Kopf", sagte Bottas. Und Wolff sicherte jegliche Unterstützung zu.

NEWCOMER: Die meisten hatten es geahnt. Das US-Team Haas, maßgeblich unterstützt von Ferrari, raste dorthin, wo alle außer Mercedes, Ferrari und Red Bull gerne wären: best of the rest. Kevin Magnussen auf Platz sechs in der Qualifikation, Romain Grosjean auf Rang sieben. Durch eine Strafe für den fünftplatzierten Daniel Ricciardo rücken beide in der Startaufstellung sogar noch mal jeweils um einen Platz nach vorn. Das beste Teamergebnis, seit Haas dabei ist. Das US-Team stieg zur Saison 2016 ein.

BESTER DIALOG: Es ging um den Motorenmodus. Lewis Hamilton widersprach auf der Pressekonferenz nach der Quali der Annahme, er habe ihn im dritten und entscheidenden Durchgang geändert, um mehr Leistung abzurufen. Daraufhin meinte Vettel, der im zweiten Zeitabschnitt sogar vor Hamilton gelegen hatte: "Was hast du dann vorher gemacht?" Hamilton: "Ich habe darauf gewartet, eine Runde zusammenzubekommen, damit dir das Grinsen vergeht."

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