Garmisch-Partenkirchen

Weidle rast bei Heim-Abfahrt als Dritte aufs Podium

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Kira Weidle aus Deutschland jubelt im Ziel. Sie wird bei der Abfahrt Dritte. Foto: Stephan Jansen

24 Stunden nach einer bitteren Nullnummer hat Kira Weidle beim Heim-Weltcup in Garmisch mit Platz drei in der Abfahrt überzeugt. So kann die WM in Schweden kommen. Überschattet wurde das Rennen aber von etlichen Stürzen.

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Mehr als zwei Stunden musste Kira Weidle um ihren Heim-Coup zittern, das Grinsen im Gesicht wurde in der Zeit aber immer breiter.

Mit einer couragierten Abfahrt auf der Kandahar-Strecke ist die deutsche Skirennfahrerin am Sonntag auf den dritten Platz des Weltcups von Garmisch-Partenkirchen gerast. Die Skirennfahrerin aus Starnberg musste sich nur der Österreicherin Stephanie Venier und auf Platz zwei der italienischen Olympiasiegerin Sofia Goggia geschlagen geben. "Ja Wahnsinn", sagte die 22-Jährige nach dem Rennen, das von einigen schweren Stürzen überschattet wurde. "Ich habe alles gegeben von oben weg und das hat sich ausgezahlt."

Weidle kann nun voller Selbstvertrauen zur Weltmeisterschaft nach Schweden reisen, wo sie nach zwei dritten Weltcup-Rängen in Lake Louise und Garmisch sowie einem Platz vier in Cortina endgültig zum erweiterten Kandidatinnenkreis für eine Medaille zählt. "Ich bin gut in Form. Wenn ich das halten kann, glaube ich, dass wir alle viel Freude haben werden", sagte die aktuell beste deutsche Speedfahrerin.

Von solchen Glücksgefühlen waren die Deutschen nur 24 Stunden zuvor noch weit entfernt, als es keine einzige im Super-G in die Punkteränge schaffte. "Da war eine ordentliche Portion Wut dabei", sagte Weidle über ihre Fahrt unter die besten Drei. Sie war am Samstag ebenso ausgefallen wie Viktoria Rebensburg, die auf die Abfahrt verzichtet hatte und sich auf den Riesenslalom am Freitag in Maribor konzentriert.

In Abwesenheit der routinierten Rennfahrerin zeigte Weidle ihre in diesem Winter beeindruckende Form, machte auf der schnellen Strecke keinen groben Fehler und musste dann im Ziel nur noch warten.

Andere Sportlerinnen erwischten hingegen keinen guten Tag. Bei dem Rennen auf der Kandahar-Piste kam es zu etlichen Stürzen. Nach 42 Starterinnen wurde der Wettkampf dann aus Sicherheitsgründen abgebrochen.

Die junge Italienerin Federica Sosio war mit hoher Geschwindigkeit in den Fangzaun gekracht und musste mit einem Helikopter weggeflogen werden - nach ihr brach Rennleiter Atle Skaardal die Abfahrt ab. Federica Brignone war zu Sturz gekommen und wurde im Ziel von einem Krankenwagen weggefahren. Auch die Österreicherin Cornelia Hütter musste sich nach einem Sturz medizinisch durchchecken lassen.

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