Reiten in Göteborg

Werth startet mit Sieg ins Weltcup-Finale der Dressur

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Fast fehlerfrei in Göteborg: Isabell Werth und ihr Pferd Weihegold. Foto: Bjorn Larsson Rosvall/TT News Agency/AP

Isabell Werth steht vor dem dritten Weltcup-Sieg in Folge. Die Dressurreiterin gewinnt die Qualifikation für die Kür. Bei den Springreitern sind die Siegchancen hingegen nur noch theoretischer Natur.

Göteborg (dpa) - Springreiter Christian Ahlmann ist beim Weltcup-Finale in der zweiten von drei Wertungsprüfungen weit zurückgefallen.

Der 44-Jährige aus Marl war am ersten Tag noch der Beste des deutschen Trios, kassierte in Göteborg aber mit Clintrexo zwölf Strafpunkte und verpasste das Stechen. Vor den beiden abschließenden Runden der dritten Prüfung am Sonntag fiel Ahlmann vom siebten auf den 15. Platz. Daniel Deußer rutschte auf Rang zehn, Ludger Beerbaum arbeitete sich auf Platz 13 vor.

Beerbaum zeigte am zweiten Tag die beste Leistung und erreichte das Stechen. Doch ein Abwurf mit Cool Feeling verhinderte eine bessere Platzierung des 55-Jährigen aus Riesenbeck. Der in Belgien lebende Deußer hatte bereits in der ersten Runde am Freitag einen Abwurf, ist vor dem Sonntag jedoch bester Deutscher im Zwischen-Ranking. "Es sind noch zwei Runden", kommentierte Bundestrainer Otto Becker: "Da kann man wieder weiter nach vorne kommen."

"Ich habe schon noch die Motivation, weiter nach vorne zu kommen", sagte Deußer: "Aber für ganz vorne wird es wohl kaum mehr reichen." Es führt überraschend der Spanier Eduardo Alvarez Aznar. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Schwede Peder Fredricson und der Schweizer Steve Guerdat.

Die Dressurreiterin Isabell Werth ist hingegen mit einem Sieg ins Weltcup-Finale gestartet. Die 49 Jahre alte Reiterin aus Rheinberg erhielt für ihren Grand Prix mit der Stute Weihegold 81,755 Prozent. Die Prüfung war die Qualifikation für die Kür am Samstag, die alleine über den Weltcup-Sieg entscheidet.

Werth ritt vor rund 8000 Zuschauern im Scandinavium nahezu fehlerfrei und gewann den Grand Prix vor Laura Graves (USA) mit Verdades (80,109). Auf Rang fünf kam Helen Langehanenberg aus Billerbeck mit Damsey (76,957). Weltcup-Debütant Benjamin Werndl aus Tuntenhausen ritt mit Daily Mirror (73,758) auf Platz elf.

"Ich bin sehr, sehr zufrieden", kommentierte Werth ihren Ritt. Ihre Stute sei "sehr motiviert" gewesen. Am Samstag will die Reiterin nach den Siegen 2017 in Omaha und im Vorjahr in Paris den Weltcup-Hattrick perfekt machen.

Weltcup auf der FEI-Seite

Deutsche Reiterliche Vereinigung

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