Es war nur Texas und Kalifornien ausgemacht

Anwälte von „El Chapo“ stellen Auslieferung nach New York infrage

Drogenboss "El Chapo"
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Drogenboss «El Chapo»

Die Anwälte des mexikanischen Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán stellen seine Auslieferung nach New York infrage. In New York soll ihm im April 2018 der Prozess gemacht werden.

New York -  Die mexikanische Regierung habe nur zugestimmt, dass der frühere Chef des Sinaloa-Kartells nach Texas oder Kalifornien gebracht werde, heißt es in Gerichtsdokumenten vom Donnerstag. Dort so wie in fünf weiteren US-Bundesbezirken ist Guzmán angeklagt. Die Auslieferung nach New York, wo ihm im Stadtteil Brooklyn im April 2018 der Prozess gemacht werden soll, sei nie genehmigt worden. Guzmáns Anwälte fordern, die Anklage gegen ihren Mandaten fallenzulassen.

„El Chapo“ war Anfang des Jahres überraschend an die USA ausgeliefert worden. Er ist in 17 Punkten angeklagt, darunter Drogenschmuggel, Geldwäsche und illegaler Waffengebrauch. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft, die Todesstrafe ist laut einer Absprache zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen. Der am Donnerstag eingereichte Antrag ist eher ein taktisches Manöver im Prozess, das Verfahren an sich stellen die Anwälte nicht infrage.

Laut Staatsanwaltschaft schuf Guzmán in den USA ein komplexes Netzwerk, um heimlich mit Mitgliedern seines stetig wachsenden Drogen-Imperiums zu kommunizieren. Die illegalen Waren habe er über Verteilungsnetze in den Bundesstaaten New York, New Jersey, Georgia, Illinois, Texas und Kalifornien an Drogendealer gebracht.

dpa

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