Näher als der Mond

Asteroid rast auf Erde zu: Brocken aus dem All trifft pünktlich zu Trumps US-Wahl ein

2006, Erde: Eine NASA-Aufnahme zeigt den indischen Ozean. Foto: Nasa Goddard Space Flight Center/dpa-Bildfunk
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Die Aufnahme der NASA zeigt die Erde aus Sicht des Weltalls. Der „Asteroid 2018 VP1“ kommt im Moment direkt auf uns zu. (Archivbild)

Der „Asteroid 2018 VP1“ rast in wenigen Wochen auf die Erde zu - droht jetzt Gefahr? Laut Esa-Experten kommt der Gesteinsbrocken ungewöhnlich nah - und das kurz vor den US-Präsidentschaftswahlen.

  • Ein Asteroid bewegt sich rasend schnell auf die Erde zu.
  • Entdeckt hat ihn die Europäische Weltraumbehörde Esa schon am 3. November 2018.
  • Der „Asteroid 2018 VP1“ kommt der Erde jetzt genau zwei Jahre später ungewöhnlich nahe.

USA - Das wird knapp! Schon seit 3. November 2018 beobachten Weltraumforscher einen Asteroiden, der sich rasend schnell auf die Erde zubewegt. Sie erwarten den „Asteroid 2018 VP1“ nun ziemlich genau zwei Jahre später am 2. November 2020 - dem Tag vor den 59. US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen*, bei denen sich entscheidet, ob Donald Trump* weiterhin Präsident der USA bleiben wird.

Laut der Europäischen Weltraumbehörde Esa (European Space Agency) ist der Gesteinsbrocken 191 Zentimeter breit, zwei Meter lang und wiegt 15 Kilogramm. Den Experten zufolge trifft der Asteroid mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:240 den unseren, blauen Planeten. Alle Erdbewohner können nun also aufatmen, der Weltuntergang steht nicht bevor. Trotzdem: Der Brocken aus dem All kommt uns näher als der Mond. Indes haben Forscher eine verblüffende Entdeckung gemacht. Ein Planet leuchtet grün - das kannte man bislang nur von der Erde.

Asteroid: Gefahr für die Erde durch kleinere Gesteinsbrocken permanent gegeben

Die Esa schätzt den Abstand, den der Gesteinsbrocken zur Erdkugel halten wird auf zwischen 1,09 und 0,02 Lunar Distance - das entspricht umgerechnet circa einer Distanz zwischen 418.560 und 7.680 Kilometern. Sehr häufig kreuzen Asteroiden die Umlaufbahn der Erde. Doch nur wenige kommen ihr so nah wie „2018 VP1“ am 2. November - der Rest hält „Sicherheitsabstand“.

„2018 VP1“ ist kaum so groß wie ein Kleinwagen und zudem deutlich leichter. Dennoch sind kleinere Asteroiden für die Erde potentiell gefährlich. So explodierte der Meteorit von Tscheljabinsk 2013 über der russischen Stadt. Rund 7000 Gebäude wurden dabei beschädigt und etwa 1500 Menschen wurden verletzt. Experten schätzten seine Größe aber auf rund 19 Meter. Schon einige Asteroiden haben dieses Jahr die Umlaufbahn der Erde tangiert. So kam „2020 CW“ am 1. Februar uns bis auf 15.360 Kilometer nah und „2020 JJ“ sogar auf 11.520.

Im Video ist „2020 QG“ zu sehen, der ebenfalls in Rekordnähe über den indischen Ozean geflogen kam. Hätte dieser die Erde getroffen, wäre der kleine Himmelskörper am 16. August 2020 sofort verglüht:

(cos) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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