Neue Gewitter im Anmarsch

Aufräumen nach den Unwettern - "Es wird wieder krachen"

Ein Mitarbeiter der Wuppertaler Stadtreinigung wirft Müll in einen Lastwagen. Foto: Henning Kaiser
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Ein Mitarbeiter der Wuppertaler Stadtreinigung wirft Müll in einen Lastwagen. Foto: Henning Kaiser
Eine nach Starkregen überflutete Straße am Dienstag in Bad Gandersheim. Foto: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehrverband Northeim
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Eine nach Starkregen überflutete Straße am Dienstag in Bad Gandersheim. Foto: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehrverband Northeim
Durch das Unwetter war auch das Dach einer Wuppertaler Tankstelle herabgestürzt. Foto: Henning Kaiser
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Durch das Unwetter war auch das Dach einer Wuppertaler Tankstelle herabgestürzt. Foto: Henning Kaiser
Verschmutzte Zeitungen und Getränkeflaschen im Verkaufsregal eines Geschäfts in Düsseldorf. Foto: Jonas Güttler
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Verschmutzte Zeitungen und Getränkeflaschen im Verkaufsregal eines Geschäfts in Düsseldorf. Foto: Jonas Güttler
Starkregen hatte am Dienstag in einigen Regionen von Nordrhein-Westfalen zu Überflutugnen geführt. Foto: Michael Schad
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Starkregen hatte am Dienstag in einigen Regionen von Nordrhein-Westfalen zu Überflutugnen geführt. Foto: Michael Schad
Die und zerstörte Inneneinrichtung eines Geschäfts in Wuppertal liegt auf der Straße. Foto: Marcel Kusch
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Die und zerstörte Inneneinrichtung eines Geschäfts in Wuppertal liegt auf der Straße. Foto: Marcel Kusch

An manchen Orten ist die Regenmenge eines ganzen Monats niedergegangen - Retter und Helfer sind im Dauereinsatz. Und die Wetterexperten warnen vor weiteren Unwettern vom Nordwesten bis in den Osten und Süden: "Es wird wieder krachen."

Wuppertal (dpa) - Großes Aufräumen ist nach den heftigen Unwettern in mehreren Regionen Deutschlands angesagt. Noch am Morgen waren Polizei und Feuerwehr vielerorts im Einsatz.

"Wir müssen die Keller leer bekommen", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Feuerwehr. Knapp 550 Feuerwehrleute seien in der Stadt bei der Arbeit, viele davon seit mehr als 15 Stunden.

Das Unwetter richtete in Wuppertal erhebliche Schäden an und blockierte viele Straßen. Wassermassen drangen laut Polizei unter anderem in ein Einkaufszentrum ein. In der Innenstadt knickte ein Tankstellendach weg und beschädigte mehrere Autos, auch das Dach eines Universitätsgebäudes stürzte ein.

In der Spitze fielen im Raum Wuppertal laut Deutschem Wetterdienst (DWD) 100 Millimeter Regen, also 100 Liter auf den Quadratmeter. "Das war schon extrem und ist in der Regenmenge etwa das, was normalerweise im Laufe eines Monats fällt", sagte ein Sprecher am Mittwoch. "Die Infrastrukturschäden werden ganz erheblich sein", sagte eine Sprecherin der Stadt. Die Reparatur- und Aufräumarbeiten könnten mehrere Tage dauern - mindestens.

Bei Kleve am Niederrhein musste am frühen Mittwochmorgen ein Autobahnzubringer voll gesperrt werden, um die Fahrbahn zu reinigen. Überschwemmungen hatten die Straße unbefahrbar gemacht.

Im hessischen Gießen waren in der Nacht bis zu 300 Helfer im Einsatz. "Jetzt steht das große Aufräumen an", sagte eine Sprecherin. Zahlreiche Bäume waren hier umgeknickt, Straßen überflutet. Am Gießener Uniklinikum stand die Notaufnahme teilweise unter Wasser. Für etwa zwei Stunden konnten dort keine Notfälle aufgenommen werden.

Vermutlich Sachschaden in Millionenhöhe haben die Überflutungen nach einem Starkregen im niedersächsischen Bad Gandersheim verursacht, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Mehrere Gebäude seien einsturzgefährdet, zahlreiche Keller vollgelaufen. Probleme habe es auch mit der Stromversorgung gegeben. Am Dienstag hatte ein schweres Gewitter stundenlang über der Stadt gewütet.

In der Nacht zum Mittwoch zogen schwere Unwetter auch über Bayern. In Unterfranken und in der Oberpfalz liefen Keller voll, Bäume wurden entwurzelt. Bei einem Verkehrsunfall wurde mindestens ein Mensch verletzt, Aquaplaning ließ Autos schleudern. In Regensburg waren Straßen zeitweise überflutet, so auch die Autobahn A93. In einigen Stadtteilen fiel für Stunden der Strom aus.

Schäden richteten die Gewitter auch im Landkreis Schweinfurt an. "Hier gingen bis 22 Uhr über 400 unwetterbedingte Notrufe ein", teilte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes mit. In den östlichen Mittelgebirgen und an den Alpen kann es laut Deutschem Wetterdienst den ganzen Mittwoch über kräftig gewittern. Auch Starkregen und Hagel sind möglich.

Mit dem Blick auf ganz Deutschland erklärt der Wetterdienst: "Es ist keine Entspannung in Sicht." Vom Nordwesten bis in den Osten und Südosten sowie lokal im Südwesten werde es teils wieder kräftige Schauer und Gewitter geben: "Es wird wieder krachen."

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