Schockierende Taten

TV-Sendung bringt neue Details zum Herne-Mörder ans Licht

Neunjähriger tot - Täter auf der Flucht
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Marcel H.

Herne - Der zweifache Mörder Marcel H. sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Nun kommen immer mehr Details ans Licht. Bekannten zufolge war H. schon immer ein Außenseiter und wurde gemobbt.

Angeblich aus Frust über missglückte Suizidversuche und aus purer Mordlust tötete der gerade einmal 19-jährige Marcel H. kaltblütig den erst 9-jährigen Jaden und später den 22-jährigen Christopher W. Bei ihm hatte sich Marcel H. über Nacht versteckt. 

Seine Vorgehensweise war äußerst brutal: Er stach 52 Mal auf den kleinen Jungen ein, ganze 68 mal auf seinen autistischen Bekannten, der ihm gedroht hatte, die Polizei zu rufen.

Nach den Taten rühmte er sich selbst im Netz, verschickte eine Audio-Datei auf der er darüber sinnierte, sich nun doch zu stellen und „im Gefängnis zu chillen“, da er keine Lust zu arbeiten habe. H. stellte sich schließlich tatsächlich in einer Imbissbude.

Nun ermittelt die Polizei nach weiteren Details und Hintergründen. Was die Menschen besonders beschäftigt: Was geht in diesem Menschen vor, der auf so grausame Art und Weise zwei junge Leben auslöschte?

Im Magazin Spiegel TV sprachen nun Reporter mit Bekannten und ehemaligen Mitschülern des Täters. Diese bestätigten, dass H. schon immer ein extremer Außenseiter gewesen sei. Er soll „ein sehr kalter Typ“ und „in seiner eigenen Welt abgeschottet“ gewesen sein, heißt es in dem Bericht.

Die Anteilnahme der Bevökerung nach dem Doppelmord von Herne ist enorm.

Auf der Berufsschule brachte es H. laut Informationen von Spiegel TV auf 200 Fehlstunden im Jahr. Nach einem Schulwechsel seien seine Leistungen zwar ein wenig besser geworden, trotzdem sei er häufig das Opfer von Hänseleien gewesen und habe sich nicht integriert.

Die Ermittler bestätigten bereits, dass H. unter Internetsucht leidet. In der virtuellen Welt bekam er die Bestätigung, die ihm im echten Leben fehlte. Auch deshalb trieb er offenbar ein solches Katz-und-Maus-Spiel mit den Ermittlern. Vermutlich hatte er sich zuvor noch nie so mächtig gefühlt.

Video: 19-Jähriger tötete eiskalt und aus Frust

Eine Psychologin der Berliner Charité hatte bereits einen Zwiespalt in H.s Persönlichkeit entdeckt.Einerseits eiskalt - andererseits mit einer unglaublichen Emotion bei den Taten. Wie das zusammenpasse, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, hieß es am Sonntag aus Polizeikreisen.

Die Mutter von Jaden hatte sich gegenüber der Bild-Zeitung ebenfalls zu H.s Verhalten geäußert. Er habe nie gegrüßt, sogar die eigene Schwester geschlagen und ihren Hamster getötet. H.s Schwester sagt: „Er war ein absoluter Psycho.“

Wie es nun mit H. weitergeht wird sich zeigen. Er wird auf jeden Fall von einem psychiatrischen Gutachter untersucht werden. Ob es ihm da tatsächlich so gut gefällt, wie er angenommen hatte, ist fraglich. Internet hat er dort jedenfalls nicht.

kah/Video: snacktv

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