Reanimation erfolglos

Baby stirbt in Flugzeug - Krankenschwester nennt dramatische Details 

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An Bord einer AirAsia-Maschine ereignete sich am Montagmorgen eine Tragödie.

Auf einem Flug nach Australien stirbt ein Säugling an Bord. Nun berichtet eine Krankenschwester über die dramatischen Stunden. Die Krankenschwester versuchte das Kleinkind noch zu reanimieren. 

Update vom 23. April 2019: Einen Tag nach dem schrecklichen Tod eines Babys an Bord eines AirAsia-Flugs kommen nun weitere dramatische Details ans Licht. Nadia Paranzee, die Krankenschwester die sich während des Flugs als erste um das Baby in Not kümmerte, berichtete nun im Gespräch mit „ABCNews“ dramatische Details über „die extremste Situation, die man durchleben kann.“ Demnach habe das Baby bereits zu Beginn des Fluges durchweg geweint, sei „sehr unruhig“ gewesen. Deshalb habe sie bereits zu Beginn ihre Hilfe angeboten. „Ich konnte an dem Blick der Eltern erkennen, dass sie sich Sorgen machten. Dann sah ich, wie eine Stewardess den Eltern eine Flasche für das Baby gab. Also dachte ich erst, vielleicht ist es nur hungrig“, beschreibt Paranzee die Situation. 

Kurze Zeit später habe ein Crew-Mitglied sie dann doch um Hilfe gebeten, die Eltern gaben ihr kurz darauf verzweifelt ihr Kind. Offenbar war die Haut der zweijährigen Farah zu diesem Zeitpunkt schon grau angelaufen. Die Krankenschwester berichtet, dass das Kleinkind scheinbar Probleme hatte, zu atmen. Paranzee betete daraufhin für das Kind in ihrem Arm. „Als ich fertig war, wurde sie ganz schlaff. Ich sagte zur Stewardess: ´Das ist ein medizinischer Notfall, dem Baby geht es nicht nur ein wenig schlecht.´“ Noch während die Crew an Bord nach weiterer Hilfe suchte, versuchte die Krankenschwester die Zweijährige zu reanimieren. Vier Ärzte, die sich zufällig an Bord befanden, setzten die Reanimationsmaßnahmen für rund zwei Stunden fort. 

„Es war Chaos, absolutes Chaos“, beschreibt die Krankenschwester die dramatischen Stunden. Doch im Passagierraum herrschte dagegen die absolute Stille. „Im Flieger war es sehr dunkel. Niemand rührte sich. Alle waren still“, berichtet Paranzee. Obwohl bei der Landung in Perth ein Rettungsdienst auf dem Rollfeld wartete, kam für die kleine Farah jede Hilfe zu spät. Sie verstarb in den Armen der Krankenschwester. Offenbar wurde das Kind eine Woche zuvor wegen einer Erkältung ärztlich behandelt. Gerichtsmediziner untersuchen nun den Leichnam, von einem Fremdverschulden gehen Ermittler jedoch nicht aus. 

Ursprungsmeldung vom 22. April 2019: Schrecklicher Vorfall: Baby stirbt auf Flug 

Perth - Ein schrecklicher Vorfall ereignete sich an Bord eines AirAsia-Flugs auf dem Weg von Kuala Lumpur (Malaysia) nach Perth (Australien). Ein Paar war mit seinem zwei Monate alten Baby auf dem Weg nach Down Under, um dort ein neues Leben zu beginnen. Das Kind der Familie verstarb jedoch am frühen Montagmorgen während des Fluges.

Australien-Flug: Schrecklicher Vorfall: Säugling stirbt in AirAsia-Maschine

Wie bild.de berichtet, bestätigte ein Sprecher der Fluggesellschaft den Vorfall, der momentan noch untersucht wird. Am Flughafen in Perth waren sowohl Sanitäter als auch Polizeibeamte an Bord der Maschine gegangen, um Hilfe zu leisten. Zu diesem Zeitpunkt war der Säugling jedoch bereits verstorben. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt. 

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Die Krankenschwester Nadia Parenzee, die zufällig an Bord war und den verzweifelten Eltern nach dem Start ihre Hilfe anbot, berichtete gegenüber The West Australian von dem Vorfall. „Sie gaben mir das Baby und ich dachte mir nur ‚Oh mein Gott, dieses Baby ist grau‘. Es hat nicht richtig geatmet“, so die Ersthelferin. „Ich legte den Säugling auf den Tresen, wo das Essen zubereitet wurde, fühlte Puls und Atem und dachte mir ‚Oh mein Gott, das Baby stirbt.‘“ Die Flugbegleiter erkundigten sich, ob Ärzte an Bord der Maschine seien, um medizinische Hilfe zu leisten und tatsächlich fanden sich gleich vier Mediziner, die sich an die Rettung des Säuglings machten.

Drama auf Australien-Flug: Vier Ärzte versuchten verzweifelt den Säugling wiederzubeleben 

Über zweieinhalb Stunden wechselten sich die vier Ärzte bei dem Versuch ab, das Kind wiederzubeleben. Die Bemühungen der Mediziner blieben jedoch ohne Erfolg und der Säugling verstarb noch an Bord der Maschine. Die Eltern, die sich Medienberichten zu Folge auf dem Weg nach Australien befanden, um dort ein neues Leben zu beginnen, standen nach Aussage von Parenzee komplett unter Schock. „Die Mutter weinte nur noch und schrie ‚Das ist mein Kind.‘“

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Aus dem Flugzeug wurden mehrere persönliche Gegenstände sichergestellt, um eine mögliche Erkrankung des Säuglings zu ermitteln. In einer Erklärung teilte AirAisia mit: „Wir können noch keine weiteren Kommentare zur medizinischen Situation des Säuglings abgeben. Unsere Gedanken sind bei der Kleinen und ihrer Familie.“

fd

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