Vorgefahren bis zur Rolltreppe

85-Jähriger rast mit dem Auto durch ein Hamburger Kaufhaus

Feuerwehrleute stehen neben einem Auto, das in ein Kaufhaus gefahren ist. Der etwa 75 Jahre alte Fahrer sei leicht verletzt worden. Foto: TNN
+
Feuerwehrleute stehen neben einem Auto, das in ein Kaufhaus gefahren ist. Der etwa 75 Jahre alte Fahrer sei leicht verletzt worden. Foto: TNN

Schrecksekunde in einem Hamburger Kaufhaus: Völlig unvermittelt rast plötzlich ein Auto mitten durch die Handtaschenabteilung Richtung Rolltreppe. Am Steuer des Geländewagens sitzt ein älterer Herr.

Hamburg (dpa) - Es ist ein Bild der Verwüstung: Glasscherben, Metallteile und Handtaschen liegen auf dem Boden eines Hamburger Einkaufszentrums verteilt.

Am Ende der Schneise hängt ein silberner Geländewagen schief neben der Rolltreppe und droht, mehrere Meter in die Tiefe zu stürzen. Ein 85 Jahre alter Autofahrer ist am Dienstag mit seinem Wagen in ein Kaufhaus gekracht.

Nach Angaben der Feuerwehr schoss das Auto eine fünfstufige Treppe hoch, durchbrach die geschlossenen, gläsernen Eingangstüren des Kaufhauses und blieb 25 Meter weiter über einem Lichthof hängen. Die Unfallfahrt könne nur fünf bis acht Sekunden gedauert haben, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Der Rentner wurde dabei leicht verletzt. Er wurde von Mitarbeitern und Kunden aus dem Auto gerettet. Zwei Augenzeugen erlitten einen Schock. Zudem wurden zwölf Kaufhausmitarbeiter von der Feuerwehr betreut.

«Das war haarscharf. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Einen halben Meter weiter und der wäre abgestürzt», sagte der Sprecher. Es sei kaum zu glauben, dass keine Kunden und Mitarbeiter verletzt wurden. «Hier hätte es Tote geben können», sagte er dem NDR.

Der 85-Jährige hatte sein Auto auf einem Parkplatz des Einkaufszentrums abgestellt. Als er zurückkam, sei sein Wagen auf der Fahrerseite zugeparkt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der rüstige Senior sei über die Beifahrerseite eingestiegen und wollte sich offenbar auf diesem Weg ans Steuer setzen. Ob er dabei das Auto versehentlich in Gang setzte, sei Gegenstand der Ermittlungen.

Laut Polizei ist es wahrscheinlich, dass der Geländewagen mit einem Automatikgetriebe ausgestattet ist. Durch die Unfallfahrt sei ein Schaden von etwa 40.000 Euro entstanden.

Der Wagen wurde später mit einer Seilwinde aus dem Kaufhaus gezogen. Das Kaufhaus war nach dem Unfall geräumt worden und blieb laut Polizei auch am Nachmittag noch geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Totale Sonnenfinsternis: Hier kann man am Samstag die „schwarze Sonne“ bestaunen
Welt

Totale Sonnenfinsternis: Hier kann man am Samstag die „schwarze Sonne“ bestaunen

Am 4. Dezember ereignet sich Grandioses am Himmel: eine totale Sonnenfinsternis. Beobachten kann man die „schwarze Sonne“ allerdings nicht überall.
Totale Sonnenfinsternis: Hier kann man am Samstag die „schwarze Sonne“ bestaunen
Michigan: Eltern des Todesschützen angeklagt und auf der Flucht vor der Polizei
Welt

Michigan: Eltern des Todesschützen angeklagt und auf der Flucht vor der Polizei

Ein 15-Jähriger erschießt zunächst vier Menschen an seiner Schule in Michigan. Die Eltern des Jungen werden daraufhin angeklagt, doch entziehen sich der Festnahme.
Michigan: Eltern des Todesschützen angeklagt und auf der Flucht vor der Polizei
Headhunter verrät: Das verdienen Daimler-Mitarbeiter wirklich - vom Einsteiger bis CEO
Welt

Headhunter verrät: Das verdienen Daimler-Mitarbeiter wirklich - vom Einsteiger bis CEO

Die Stuttgarter Daimler AG und ihre Tochter Mercedes-Benz gehören zu den bekanntesten Autobauern der Welt. Ein Headhunter verriet nun, was die Mitarbeiter tatsächlich …
Headhunter verrät: Das verdienen Daimler-Mitarbeiter wirklich - vom Einsteiger bis CEO
Corona-Erleichterung: Erste Bundesländer streichen das „plus“ in 2G plus für Booster-Geimpfte
Welt

Corona-Erleichterung: Erste Bundesländer streichen das „plus“ in 2G plus für Booster-Geimpfte

Die Inzidenz in Deutschland steigt wieder an, mehr als 74.000 neue Fälle meldet das RKI am Freitag. Erste Bundesländer streichen für Booster-Geimpfte das „plus“ in 2G …
Corona-Erleichterung: Erste Bundesländer streichen das „plus“ in 2G plus für Booster-Geimpfte

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.