Ein Name verteidigt den Titel

Babynamen 2021: Das sind die beliebtesten Namen für den Nachwuchs

Jedes Jahr ermittelt die Gesellschaft der deutschen Sprache die beliebtesten Babynamen. Letztes Jahr waren es Noah und Emma – doch welche werden es dieses Mal sein?

Wiesbaden– Was ist der perfekte Name für den Nachwuchs? Für viele werdende Eltern sorgt diese Frage für großes Kopfzerbrechen. Schließlich ist es eine wichtige Entscheidung, die das komplette Leben des Kindes prägt und beeinflusst*. Kein Wunder, dass viele Eltern auf Nummer sicher gehen und gerne mal nach links und rechts schauen, welche Namen aktuell überhaupt en vogue sind. 2019 setzten Eltern bei der Namensfindung der Babys noch auf Klassiker wie Noah und Emma, doch welche Namen waren im vergangenen Jahr am beliebtesten?

Die beliebtesten Baby-Namen: Emilia und Noah auf Platz 1

Auf den ersten Blick gibt es nur wenig Veränderungen im Vergleich zur Auswertung aus dem Jahre 2019. So darf sich bei den Jungen Noah immer noch auf den ersten Platz freuen. Doch während der Mädchen-Namen-Sieger Emma aus dem Vorjahr nur noch auf Platz 3 verweilt, haben werdende Eltern nun einen neuen Namen, der für ihre Tochter geeignet sein könnte: Die Gesellschaft der deutschen Sprache ernennt Emilia als neue Nummer Eins.

Die weiteren Top-Plätze zieren bei den Jungen Leon und Paul sowie Hanna und Emma bei den Mädchen. Vor allem mit Matteo, der mit Platz 4 neun Plätze gut machen konnte, hat die Liste eine handfeste Überraschung zu bieten, die vielleicht so manche Namensfindung werdender Eltern erleichtern könnte. Vor einigen Jahren machte es sich ein Ranking zur Aufgabe, Vornamen nach deren Karriere-Potenzial zu listen. Ob Matteo demzufolge zu den Vornamen zählt, mit denen man später richtig viel Geld verdient, können Sie hier lesen*.

Emilia und Noah waren die beliebtesten Babynamen im Jahre 2020.

Auch in Norddeutschland gehören Noah und Hanna zu den beliebtesten Vornamen

Betrachtet man die norddeutschen Bundesländer sind es auch hier Namen wie Noah, Hanna oder auch Emma, die die Spitze des Vornamen-Rankings für sich beanspruchen konnten. Dennoch machen sich einige Unterschiede bemerkbar. So taucht der Name Mohammed einzig und allein in der Top-3 Bremens auf, während Hamburg das einzige Land in Norddeutschland ist, welches Emil in seiner Top-3-Liste aufführt.

Neben dem drittplatzierten Namen Emil, suchten Hamburgs Eltern besonders häufig Noah (Platz 2) und Henry (Platz 1) als Babynamen aus. Bei den Mädchen landet Hanna auf Platz 3, Ella auf 2 und Emilia, die auch die Mädchen-Liste in Bremen anführt, auf den ersten Platz. Mit den Namen können die Kinder in Zukunft sicherlich gut leben. Anders wird es sich wohl verhalten, wenn Corona oder Amazon zu viel Einfluss auf die Baby-Namensfindung nehmen*.

Baby-Namen im Wandel: Klang des Namens nimmt großen Einfluss

Seit 1977 erfasst die Gesellschaft der deutschen Sprache die häufigsten Vornamen. Für die Auswertung des Jahres 2020 untersuchte sie etwa 90 Prozent aller Namen, die in diesem Jahr vergeben wurden. Dabei nahmen sie nicht nur die Erst-, sondern auch die Zweitnamen unter die Lupe, die eine gewisse Entwicklung darstellen.

Demzufolge wird deutlich, dass immer weniger Babys einen Namen aus der Top-Ten-Liste erhalten. Während Emilia mit 1,54 Prozent also den ersten Platz erobern konnte, rutscht die Vorjahres-Gewinnerin Hanna von Platz 1 auf Platz 2 – dennoch setzten immer noch 1,51 Prozent der Eltern auf ihren Namen.

Mädchen:Jungen:
1. Emilia1. Noah
2. Hannah/Hanna2. Leon
3. Emma 3. Paul
4. Sophia/Sofia 4. Matt(h)eo/Mat(h)eo
5. Mia 5. Ben
6. Lina6. Elias
7. Mila7. Finn
8. Ella8. Felix
9. Lea/Leah 9. Henry/Henri
10. Klara/Clara10. Louis/Luis

Weitere auffällige Details: Kontrastreiche Namen erfreuen sich großer Beliebtheit und der Klang des Vornamens scheint immer wichtiger zu werden. Dies bestätigte zuletzt auch eine Allensbach-Studie aus dem Jahre 2014. Außerdem sind Namen, die sich in verschiedenen Varianten schreiben angesagter denn je – und gehören ganz sicher nicht zur Liste der unbeliebtesten Vornamen rund um Greta Thunberg, Amazon oder Hitler*.

Alleine für Matteo gibt es vier Schreibweisen. Werdende Eltern haben also die Qual der Wahl – und mit der aktuellen Namens-Auswertung sicherlich eine hilfreiche Inspirationsquelle. *nordbuzz.de, 24.hamburg.de und kreiszeitung.de tz.de, hna.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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