TomTom Verkehrsindex

Spitze, Stuttgart! Nirgendwo in Baden-Württemberg staut sich's mehr

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Staus in baden-württembergischen Städten nehmen weiter zu

Bundesweit verliert Stuttgart einige Positionen, bleibt in Baden-Württemberg aber Spitzenreiter. Andere Städte holen aber auf.

  • TomTom hat auch 2019 wieder den TomTom Traffic Index vorgestellt.
  • In Stuttgart brauchten die Baden-Württemberger erneut am längsten.
  • Doch auch in Freiburg, Mannheim und Karlsruhe sorgten Staus für lange Wartezeiten.

Stuttgart -  Man erlebt es jeden Tag. Es ist nervig, unnötig und zeitraubend, aber unumgänglich - mit einem Wort: Stau. Der niederländische Kartenspezialist TomTom hat am Mittwoch seinen "TomTom Traffic Index" für 2019 vorgestellt. Dazu wurden für 416 Städte weltweit die Daten von Smartphones und fest verbauten Navigationssystemen ausgewertet. Daraus errechnet TomTom eine Prozentzahl, die zeigt, wie viel länger eine Fahrt durch den Stau dauert.

Baden-Württemberg: Viel Zeitverlust durch Stau

In den vergangenen Jahren landete Stuttgart in der bundesweiten Auswertung mehrfach auf dem ersten Platz, was der Landeshauptstadt den zweifelhaften Titel "Stau-Hauptstadt" einbrachte. Bereits 2018 war Stuttgart hier nur noch auf Rang fünf, 2019 listet TomTomdie Stadt nur noch auf Platz sechs. Hier liegt inzwischen Hamburg vorne, satte 34 Prozent länger brauchen die Autofahrer hier auf Grund von Staus.

Weltweit liegen Bangalore in Indien und Manila auf den Philippinen mit einer Überlastung von 71 Prozent vorne.In Baden-Württemberg verteidigt die Landeshauptstadt den Titel als "Stau-Hauptstadt" aber souverän. 30 Prozent länger dauert eine Fahrt durch Stuttgart. Damit hat sich laut echo24.de* der Wert für die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Hinter Stuttgart rangieren Freiburg (23 Prozent), Karlsruhe (22) und Mannheim (21).

Baden-Württemberg: Freiburg, Karlsruhe und Mannheim schließen auf

Anders als in Stuttgart blieben die Werte in Freiburg, Karlsruhe und Mannheim nicht gleich, sondern sind minimal angestiegen. In Freiburg und Mannheim nahm die staubedingte Wartezeit  um zwei Prozent zu. In Karlsruhe mussten Autofahrer 2019 aufgrund von Staus ein Prozent länger Warten als im Vorjahr.  

Besonders überlastet sind die Städte nach wie vor im Berufsverkehr. "Viele Pendler wählen trotz zahlreicher alternativer Verkehrsangebote weiterhin das Auto, um in die Arbeit zu gelangen", erklärt TomTom.

Baden-Württemberg: Überlastung im Berufsverkehr

In Stuttgart liegt der Überlastungswert im morgendlichen Berufsverkehr bei durchschnittlich 48 Prozent. Abends sind es auf die Woche gesehen gar 58 Prozent. In Freiburg sind es morgens 35 Prozent und im Abendverkehr 45 Prozent. Mannheim kommt auf 33 Prozent am Morgen und 40 Prozent im Feierabendverkehr.

Besonders groß ist der Unterschied allerdings in Karlsruhe. Auf dem Weg zur Arbeit liegt die Überlastung bei 31 Prozent, abends steigt der Wert um 15 Prozent auf 46 Prozent.In Zeit heißt das: In Stuttgart benötigt man im Jahr 124 Stunden länger. Laut TomTom kann man in dieser Zeit 2381 Mal John Lennons Klassiker Imagine hören  oder 110 Folgen der erfolgreichen HBO-Serie "Game of Thrones" gucken.

Lange Stauzeiten in Baden-Württemberg

In Freiburg sind es 94 Stunden die man durch Staus länger unterwegs ist.  Das reicht, um 1808 Mal Imagine zu hören oder für 83 Folgen "Game of Thrones". Autofahrer in Karlsruhe durften im vergangenen Jahr 89 Stunden mehr in ihrem Auto verbringen.

In dieser Zeit lief 1719 Mal Imagine, sowie 79 Folgen von Game of Thrones. "Glück" hatten die Mannheimer, sie verloren lediglich 85 Stunden auf Grund von Staus. Sie verpasst also lediglich 75 Episoden von Game of Thrones und streamten 1631 Mal weniger Imagine.

*echo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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