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Nach Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sorgen Graffiti für Probleme 

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Ganztägiger Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat ungewöhnliche Folgen. 

Nach dem 24 Stunden Warnstreik haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein Problem die U-Bahn-Flotte einzusetzen. Der Grund dafür sind Graffiti.  

Berlin - Während des Streiks der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist am Montag ein großer Teil der U-Bahnwagen mit Graffiti besprüht worden. Die BVG beklagte am Dienstag nach dem 24 Stunden langen Stillstand "massive Graffitischäden" an 140 Wagen. Damit sei rund ein Zehntel der U-Bahnflotte besprüht worden. Insgesamt wurden demnach rund 2000 Quadratmeter Graffiti festgestellt.

Eigentlich wolle die BVG keine Züge mit Graffiti in den Einsatz schicken, beteuerte sie. Um einen möglichst dichten U-Bahntakt zu gewährleisten, seien 65 Wagen aber trotzdem zu Betriebsbeginn in den frühen Morgenstunden am Dienstag eingesetzt worden.

Bei den restlichen Wagen sei der Einsatz aus Gründen der "Betriebssicherheit" nicht möglich gewesen, hieß es. Die Reinigung dieser Wagen werde sich noch mehrere Tage hinziehen. Fahrgäste müssten sich auf längere Wartezeiten und verkürzte Züge einstellen.

BVG-Warnstreik legte Berlin lahm

In der Hauptstadt waren am Montag wegen eines Warnstreiks sämtliche U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse der BVG ausgefallen. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu dem 24-stündigen Ausstand ab 03.00 Uhr morgens aufgerufen.

Im Gegensatz zur Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) nimmt die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) ihre „Probleme“ aber mit sehr viel Humor, berichtet Merkur.de*. 

Doch nicht nur Berlin und München leiden immer wieder unter Warnstreiks, auch in anderen Regionen müssen sich Pendler auf massive Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Wie owl24.de* berichtet, hat die Gewerkschaft EVG einen unbefristeten Streik der Eurobahn in NRW angekündigt.

Stillstand in Berlin wegen Warnstreik im Nahverkehr

Anzeigetafel am U-Bahnhof Berliner Straße: BVG-Arbeitnehmer haben am Freitag bis 12 Uhr ihre Arbeit nieder gelegt. Foto: Christoph Soeder
Anzeigetafel am U-Bahnhof Berliner Straße: BVG-Arbeitnehmer haben am Freitag bis 12 Uhr ihre Arbeit nieder gelegt. Foto: Christoph Soeder © Christoph Soeder
Die BVG ist das größte kommunale Verkehrsunternehmen Deutschlands. Mit 2,9 Millionen Kundenfahrten ist sie das Rückgrat des Berliner Nahverkehrs. Foto: Christoph Soeder
Die BVG ist das größte kommunale Verkehrsunternehmen Deutschlands. Mit 2,9 Millionen Kundenfahrten ist sie das Rückgrat des Berliner Nahverkehrs. Foto: Christoph Soeder © Christoph Soeder
Auf einer Infotafel wird auf den Warnstreik der BVG-Beschäftigten hingewiesen. Foto: Paul Zinken
Auf einer Infotafel wird auf den Warnstreik der BVG-Beschäftigten hingewiesen. Foto: Paul Zinken © Paul Zinken
Fahrgäste steigen am Bahnhof Ostkreuz in einen Regionalzug. Foto: Christoph Soeder
Fahrgäste steigen am Bahnhof Ostkreuz in einen Regionalzug. Foto: Christoph Soeder © Christoph Soeder
Die Gewerkschaft Verdi hatte die 14000 BVG-Beschäftigten zu einem Warnstreik aufgerufen. Foto: Paul Zinken
Die Gewerkschaft Verdi hatte die 14000 BVG-Beschäftigten zu einem Warnstreik aufgerufen. Foto: Paul Zinken © Paul Zinken

AFP

*Merkur.de und owl24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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