Verstärkte Aktivität

Berlins Polizeipräsidentin: Clans sind beunruhigt

Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Einsatz gegen Clankriminalität: "Wir durchbrechen den Mythos der Unangreifbarkeit krimineller Strukturen.". Foto: Paul Zinken/dpa
1 von 7
Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Einsatz gegen Clankriminalität: "Wir durchbrechen den Mythos der Unangreifbarkeit krimineller Strukturen.". Foto: Paul Zinken/dpa
Polizeifahrzeuge bei einem Großeinsatz im Bezirk Neukölln. Foto: Gregor Fischer/dpa
2 von 7
Polizeifahrzeuge bei einem Großeinsatz im Bezirk Neukölln. Foto: Gregor Fischer/dpa
Mit einem Großeinsatz, an dem auch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos beteiligt sind, geht die Polizei gegen eine mutmaßlich kriminelle arabische Großfamilie vor. Dabei wurden in Berlin bisher fünf gesuchte Männer festgenommen. Foto: Gregor Fischer/dpa
3 von 7
Mit einem Großeinsatz, an dem auch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos beteiligt sind, geht die Polizei gegen eine mutmaßlich kriminelle arabische Großfamilie vor. Dabei wurden in Berlin bisher fünf gesuchte Männer festgenommen. Foto: Gregor Fischer/dpa
Immer wieder gibt es Hausdurchsuchungen und Festnahmen wie hier im Berliner Bezirk Neukölln. Foto: Gregor Fischer/dpa
4 von 7
Immer wieder gibt es Hausdurchsuchungen und Festnahmen wie hier im Berliner Bezirk Neukölln. Foto: Gregor Fischer/dpa
Einsatz im Bezirk Neukölln: Täter aus der früheren Sowjetunion, Rockerbanden und arabischstämmige Clans dominieren die organisierte Kriminalität in Berlin. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archiv
5 von 7
Einsatz im Bezirk Neukölln: Täter aus der früheren Sowjetunion, Rockerbanden und arabischstämmige Clans dominieren die organisierte Kriminalität in Berlin. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archiv
Polizeieinsatz gegen eine mutmaßlich kriminelle arabische Großfamilie in Berlin-Neukölln. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archiv
6 von 7
Polizeieinsatz gegen eine mutmaßlich kriminelle arabische Großfamilie in Berlin-Neukölln. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archiv
Spurlos verschwunden: Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" wurde aus dem Bode-Museum in Berlin gestohlen. In Verdacht steht eine arabischstämmige Großfamilie aus Berlin. Foto: Marcel Mettelsiefen/dpa
7 von 7
Spurlos verschwunden: Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" wurde aus dem Bode-Museum in Berlin gestohlen. In Verdacht steht eine arabischstämmige Großfamilie aus Berlin. Foto: Marcel Mettelsiefen/dpa

Berlin (dpa) - Nach mehreren Jahren verstärkter Aktivität gegen kriminelle Mitglieder arabischstämmiger Clans sieht die Berliner Polizei Erfolge.

"Wir haben genügend Anzeichen, dass es auf jeden Fall Unruhe gibt, dass wir die geschäftlichen Tätigkeiten stören und dass die Beteiligten sich deutlich gestört fühlen", sagte Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik der Deutschen Presse-Agentur.

Im November 2018 hatte die Berliner Landesregierung, der Senat, einen Fünf-Punkte-Plan gegen Clans vorgestellt. Kurz zuvor waren zahlreiche Häuser und Wohnungen von mutmaßlichen Clanmitgliedern vorläufig beschlagnahmt worden.

Slowik wies Vorwürfe etwa der Linkspartei zurück, die häufigen Razzien in Neukölln und anderen Berliner Bezirken richteten sich vor allem gegen harmlose Shisha-Bars und seien daher wirkungslos. "Unsere Kontrollen und Maßnahmen wurden wiederkehrend kritisiert. Kritiker sehen leider nur die Bewegungen an der Oberfläche und nicht die Ermittlungen, die wir darunter führen - man kann es auch gut mit dem Eisberg-Prinzip vergleichen."

Die Annahme, die Kontrollen von Shisha-Bars machten den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität (OK) aus, greife deutlich zu kurz, betonte Berlins Polizeichefin. Vielmehr gehe es dabei um weitere Themen: um den Widerstand gegen aggressives und einschüchterndes Dominanzverhalten, die Ablehnung gesellschaftlicher Regeln und Straßenkriminalität.

"Wir durchbrechen den Mythos der Unangreifbarkeit krimineller Strukturen", sagte Slowik. "Das fängt beim Parken in der zweiten Reihe an, geht über lebensgefährliche Kohlenmonoxid-Belastungen sowie Gewalt auf der Straße und endet bei der Organisierten Kriminalität."

Mit Blick auf die OK im Bereich der Clans, sagte Slowik, hier gehe es im Kern um Finanzermittlungen. "Das setzt viele Jahre akribischer Arbeit im Stillen voraus. Hier arbeiten wir mit dem BKA (Bundeskriminalamt) und international hervorragend zusammen. All das ist natürlich in der Öffentlichkeit nicht sichtbar."

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Virologe Drosten mit Warnung für den Sommer: 100.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag, wenn...

Deutschland befindet sich weiter im Lockdown, die Corona-Zahlen sinken nur langsam. Virologe Christian Drosten hat jetzt vor einem schlimmen Szenario gewarnt.
Virologe Drosten mit Warnung für den Sommer: 100.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag, wenn...

Mysteriöse Umstände: Mann aus Frankfurt vermisst – Familie setzt hohe Belohnung aus

Ein Rentner aus Frankfurt wird vermisst. Die Umstände sind rätselhaft. Jetzt hat die Polizei neue Details der Vermisstensuche bekannt gegeben.
Mysteriöse Umstände: Mann aus Frankfurt vermisst – Familie setzt hohe Belohnung aus

Corona-Mutation in Brasilien: „Ganz neuer Effekt“ – Experten warnen vor besonderer Gefahr

Die Corona-Mutationen sind aktuell die größte Sorge vieler. Jetzt ist eine weitere Virus-Variante in Brasilien aufgetaucht – und die könnte eine besondere Gefahr …
Corona-Mutation in Brasilien: „Ganz neuer Effekt“ – Experten warnen vor besonderer Gefahr

Auf der Suche nach der versunkenen Lok: Sensationelle Bergungsaktion nach 166 Jahren

Seit 166 Jahren liegt die Lok „Der Rhein“ versunken und begraben im gleichnamigen Fluss. In einer spektakulären Bergungsaktion soll die Dampflok nun wieder an die …
Auf der Suche nach der versunkenen Lok: Sensationelle Bergungsaktion nach 166 Jahren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.