Offenbar Familiendrama

Brand in Mutter-Kind-Haus: Tochter tot - Mutter in Lebensgefahr

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Eine Sechsjährige kam bei dem Brand ums Leben.

Bei einem Brand in einem Mutter-Kind-Haus des Lebenszentrums Unna-Königsborn ist ein sechsjähriges Mädchen ums Leben gekommen. Laut aktuellem Ermittlungsstand wurde das Kind von seiner Mutter getötet.

Unna - Tragödie im Lebenszentrum Unna-Königsborn in NRW: Gegen 00.45 Uhr lief zunächst die Brandmeldeanlage bei der Feuerwehr Unna auf. Vor Ort stellte sich heraus: Es brannte tatsächlich in einem Zimmer des 2017 eröffneten Haus.

In dem Zimmer waren Sommer 2018 eine 39 Jahre alte Frau aus Soest und ihre sechs Jahre alte Tochter untergebracht, das berichtet soester-anzeiger.de*. Die Mutter und ihr Kind konnten zunächst in letzter Sekunde auf der Straße wiederbelebt werden.

Überlebenschancen der Mutter werden gering eingeschätzt

Das Mädchen starb jedoch wenig später in einer Kinderklinik. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft sei das Kind bereits ohne Lebenszeichen in die Klinik gebracht worden.

Es soll nun obduziert werden, um die genaue Todesursache festzustellen.

Die 39 Jahre alte Mutter hat infolge des Brandes erhebliche Brandverletzungen erlitten und schwebt in akuter Lebensgefahr. Ihre Überlebenschancen sollen nach Auskunft der Staatsanwaltschaft aber sehr gering sein. Sie habe durch den Brand Verletzungen erlitten, die "nicht mit dem Leben vereinbar" seien.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass die 39 Jahre alte Frau den Brand in suizidaler Absicht gelegt hat.

Hintergrund

Ersten Erkenntnissen zufolge sei die Mutter psychisch labil gewesen. Die Tochter sei motorisch als auch von der Entwicklung nicht auf dem Level einer Sechsjährigen gewesen.

Die Mutter sollte sich in psychiatrische Behandlung begeben, gleichzeitig sollte das Kind in einer "anderen Betreuungsform" untergebracht werden. Dort sollte es weiter gefördert werden. 

"Die Frau hatte offenbar Angst, dass sie den Kontakt zum Kind verliert", erklärte Staatsanwalt Henner Kruse.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen eine Ausnahme, wenn viele Menschen betroffen oder ein Fall Aufsehen erregt hat. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B, bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).

ds/ar/mn

*soester-anzeiger.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital- Redaktionsnetzwerks.

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