Wie weit darf Trauer gehen?

Braut bringt ihren toten Vater mit zu ihrer Trauung - makaber oder rührend?

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Eine Braut brachte nun Überreste ihres toten Vaters mit zur Trauung.

Ist das rührend oder einfach nur respektlos dem Toten gegenüber? Eine kreative, aber fragwürdige Aktion vor einer Trauung sorgt nun für Diskussionen im Netz.

Stoke-On-Trent (Großbritannien) - Jeder trauert anders - aber manche überschreiten dabei Grenzen. Eine Braut wollte unbedingt, dass ihr verstorbener Vater bei der Trauung dabei ist. Er verstarb im April an Prostatakrebs, die Hochzeit war da schon geplant. Sie brachte seine Überreste mit - und sorgt damit für Befremden, seitdem ihre Geschichte über ein YouTube-Video viral ging. Auf einer anderen Hochzeit sorgte dagegen ein absoluter Weltstar für ein gelungenes Happy End. 

Vater starb kurz vor der Hochzeit - Braut will den Toten dabei haben

Es geht um die 26-jährige Charlotte Walton, die von ihrer Cousine Kristy Meakin auf die sonderbare Idee gebracht wurde, etwas mit der Asche ihres Vaters zu machen. Kristy Meakin ist Nageldesignerin und hat einen YouTube-Kanal mit mittlerweile 15.000 Abonnenten. Auf Instagram folgen ihr sogar 130.000 Menschen. 

Die Asche des toten Vaters wurde zu künstlichen Fingernägeln der Braut verarbeitet

Als Verzierung verarbeitete Meakin die Überreste des eingeäscherten Mannes auf den künstlichen Fingernägeln von Charlotte Walton. Mit der Asche wurde jeweils der vierte Fingernagel der Braut dunkel eingefärbt. Die Knochenreste des Toten nutzte die Designerin als Blumendekor auf den Nägeln.

"Ich wollte, dass Charlotte ihren Vater bei sich hat, so oder so. Ich hatte die Idee, Micks [der Name des Verstorbenen] Asche in ihren Nägeln zu verwenden. Auf diese Weise würde er dort sein und ihre Hand halten, während sie zum Altar schreitet“, erklärt die Nageldesignerin ihre Idee. Und genau so empfand es die Braut tatsächlich. Die Nägel will Charlotte Walton nun immerhin nicht wegwerfen, sondern einrahmen und daheim aufhängen.

„Ich musste anfangen zu weinen“ - Gemischte Reaktionen auf die Fingernägel des Toten

Über den YouTube-Kanal wurden zehntausende Menschen im Netz nun Zeuge, was mit der Asche des Verstorbenen passierte - viele reagierten fassungslos, andere dagegen gerührt. Die Kommentare sind emotional. Manche werfen der YouTuberin und Braut mangelnden Respekt vor dem Toten vor und finden die Aktion makaber. Andere loben dagegen die künstlerischen Fertigkeiten der Designerin oder berichten über Todesfälle in der eigenen Familie und sind begeistert: „Ich musste anfangen zu weinen. Ich weiß, wie sich deine Cousine fühlt, den Vater nicht mehr zu haben, um einen zum Altar zu führen.“

So wurde aus der Asche des Vaters künstliche Fingernägel: 

Als eine Braut in England vor den Traualtar trat, konnten es die Gäste kaum glauben: Gemma Dobbing war komplett verwandelt. Den Bräutigam rührte das zu Tränen. Kellner und Barkeeper für eine Hochzeit zu finden, dürfte eigentlich kein Problem sein. Doch ein britisches Brautpaar hat für die Angestellten seiner Feier derart pikante Bedingungen, dass keiner den Job machen will.

Vor den Augen seiner Zukünftigen soll sich ein Mann an einer der betrunkenen Brautjungfern vergangen haben. Trotzdem fand die Hochzeit zwei Tage später statt. Ein Paar aus Amerika hat sich hingegen auf ein perfektes Verlobungs-Fotoshooting gefreut - doch das ging gewaltig schief.

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