Bel Air bedroht

Winde breiten Buschfeuer in Südkalifornien aus

Eine Feuerwalze zieht durch Südkalifornien. Foto: Noah Berger
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Eine Feuerwalze zieht durch Südkalifornien. Foto: Noah Berger
Das Buschfeuer frisst sich hinter einer Villa einen Abhang hinunter. Foto: Reed Saxon
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Das Buschfeuer frisst sich hinter einer Villa einen Abhang hinunter. Foto: Reed Saxon
Hubschraubereinsatz in Bel Air. Foto: Ed Crisostomo
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Hubschraubereinsatz in Bel Air. Foto: Ed Crisostomo
Die Autobahn 405, eine der am meisten befahren Straßen der USA, wurde zeitweise gesperrt. Foto: Jae C. Hong
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Die Autobahn 405, eine der am meisten befahren Straßen der USA, wurde zeitweise gesperrt. Foto: Jae C. Hong
Buschfeuer brennen in der Nähe eine Villa in Bel Air. Foto: Ed Crisostomo
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Buschfeuer brennen in der Nähe eine Villa in Bel Air. Foto: Ed Crisostomo

In und um Los Angeles toben Buschbrände. Die Flammen bedrohen auch das weltberühmte Viertel Bel Air, in dem viele Prominente leben. Zehntausende Menschen haben ihre Häuser verlassen.

Los Angeles (dpa) - Heftige Winde haben die verheerenden Buschfeuer in Südkalifornien weiter ausgebreitet. Am schlimmsten wüteten die Flammen im Bezirk Ventura County, wo seit dem Ausbruch der Feuer am Montag nun bereits eine Fläche von mehr als 380 Quadratkilometern abbrannte.

Nach Angaben der Behörden vom Donnerstag kämpften dort über 2500 Feuerwehrleute gegen die Brände an. 15.000 Gebäude seien bedroht, Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Das ganze Ausmaß der Schäden war zunächst noch nicht abzusehen. Nach ersten Angaben brannten mindestens 150 Gebäude ab. In einem der betroffenen Gebiete nahe Ojai sei eine Frau nach einem Autounfall tot aufgefunden worden, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf Behörden. Die Todesursache müsse noch geklärt werden, hieß es. Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, sprach am Mittwoch von einem "Wunder", dass bisher keine Toten aus den Brandgebieten gemeldet wurden.

Ein weiteres Buschfeuer hatte am Mittwoch auch das weltbekannte Reichenviertel Bel Air in Los Angeles erreicht. Die Hügel des Stadtteils waren in dichten Rauch gehüllt. Der Feuerwehr zufolge brannten dort vier Häuser ab, elf wurden beschädigt. Am Donnerstag war das sogenannte Skirball-Feuer erst zu fünf Prozent eingedämmt. Mehr als 700 Häuser in der Gefahrenzone seien geräumt worden. Die Feuerwehr hatte Anwohner alarmiert, notfalls für eine rasche Evakuierung bereit zu stehen.

Auch der deutsche Frederic Prinz von Anhalt, der nach dem Tod seiner Frau Zsa Zsa Gabor vor einem Jahr weiter in der Villa in Bel Air lebt, sass auf gepackten Koffern. "Ich habe wichtige Unterlagen, zwei Gemälde meiner Frau und ihre Urne ins Auto gepackt", sagte der 74-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Ich kann den starken Rauch sehen, der in unsere Richtung zieht".

Andere haben das bedrohte Viertel schon verlassen. Sein Moraga-Weingut in den Hügeln von Bel Air sei geräumt worden, teilte der Medien-Mogul Rupert Murdoch dem "Hollywood Reporter" mit. Sänger Lionel Richie twitterte, er helfe seiner Familie dabei, einen "sichereren Ort" zu finden. Unter anderen TV-Star Kim Kardashian dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz.

Internet-Videos zeigten eine rote Feuerwand neben dem Interstate 405, einer der meist befahrenen Autobahnen der USA. Sie führt auch direkt an dem Hang mit dem weltberühmten Getty-Kunstmuseum im Westen von Los Angeles vorbei. Danke eines Großeinsatzes der Feuerwehr am Mittwochabend konnten die Flammen nahe dem Gebäude gelöscht werden.

"Immer noch heil und unversehrt", schrieb das Getty Museum am Donnerstag auf Twitter. Zugleich dankte die Einrichtung den Feuerwehrleuten. Das Museum sei weiterhin geschlossen, um die Kunst-Sammlung vor dem Rauch in der Region zu schützen, hieß es auf der Webseite.

Das Eindämmen der Buschfeuer im Süden Kaliforniens wird durch die heftigen Santa-Ana-Winde erschwert. Seit Montag wehen diese trockenen und heißen Winde mit hoher Geschwindigkeit aus dem Inland Richtung Küste. Nach der Vorhersage der Meteorologen muss noch bis Samstag mit starken Böen gerechnet werden.

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