Veraltete Regeln?

Wegen eines zu heißen Fotos bei Instagram: Cheerleaderin gefeuert

Sie wurde gefeuert, nachdem sie ein freizügiges Bild auf Instagram postete und nach Aussagen der Verantwortlichen eines Football-Teams weiter Regeln verletzt habe - jetzt wehrt sich die junge Frau.

New Orleans - Bailey D., Cheerleaderin für das New Orleans Saints Football-Team, verletzte eine Regel und wurde deshalb gekündigt. Grund dafür ist ein Bild auf Instagram - doch wie ist das möglich?

Wie zahlreiche junge Frauen in ihrem Alter besitzt auch Bailey einen Instagram-Account. Wie dieNew York Times berichtet, gäbe es jedoch allgemeine Team-Regeln für die Cheerleader der Saints hinsichtlich der sozialen Netzwerke. So musste Bailey, wie alle anderen auch, ihren Account beispielsweise als privat einstellen, damit nur sie entscheiden kann, wer ihre Bilder ansehen kann. Im Januar postete die junge Frau ein Bild von sich, das sie in einem Einteiler zeigen - und das sollte ihr kurz darauf zum Verhängnis werden.

Die Cheerleader dürfen sich nicht in Unterwäsche zeigen 

Denn daraufhin sollen Verantwortliche des Teams ihr vorgeworfen haben, eine andere Regel gebrochen zu haben. Demnach sei es den Cheerleadern untersagt, sich in Unterwäsche, halbnackt oder ganz nackt zu zeigen. Außerdem wurde ihr unterstellt, eine Party besucht zu haben, auf der sich Spieler der Saints befanden. Eine weitere Regel bei den Saints. Bailey selbst bestreitet den Regel-Verstoß, trotz allem wurde die Cheerleaderin laut New York Times daraufhin gefeuert. 

Im Januar postete die junge Cheerleaderin dann dieses Bild. Ob es sich dabei aber tatsächlich um das von den Verantwortlichen kritisierte Foto handelt, bleibt offen. 

Jetzt legte die junge Frau gemeinsam mit der Equal Employment Opportunity Commission Beschwerde ein. Das ist eine Bundesbehörde in den Vereinigten Staaten mit dem Auftrag, Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf zu verhindern. Darin wirft sie den Verantwortlichen vor, dass es unterschiedliche Regeln für die Cheerleader des Teams und für die Spieler gebe. Außerdem gibt sie in der Beschwerde unter anderem an, dass die Regeln „ein veraltetes Bild von Frauen widerspiegeln“.

Sie müssen Spieler blockieren

Denn die Cheerleader der Saints haben nach Angaben der New York Times mit noch mehr Vorschriften zu kämpfen: Demnach sei es den Frauen untersagt, persönlich oder auch online Kontakt mit den Spielern zu haben. Wenn ihnen ein Spieler auf Instagram folgen möchte, müssen sie diesen blockieren. Wenn die Frauen ein Restaurant betreten, in dem sich bereits ein Spieler aufhält, müssen sie dieses wieder verlassen. Die Spieler hingegen bekommen beispielsweise nicht vorgeschrieben, wer ihnen auf Instagram folgen darf. 

Mit diesen fragwürdigen Regelungen sind die Saints aber nicht die einzigen. So mussten Cheerleader des Buffalo Bills Teams bei den Tryouts beispielsweise Hampelmänner machen, um überflüssiges Fett zu entdecken. 

Bailey rechnet nicht damit, dass sie bei den Saints wieder als Cheerleaderin arbeiten darf. Sie möchte mit ihrer Beschwerde eine Änderung der Vorschriften erwirken und somit anderen Frauen helfen, dass alle Arbeitnehmer gleich behandelt werden. 

nz

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