Der News-Ticker

Corona-Pandemie: Inzidenz sinkt - Nachbarland hebt Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland auf

Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken weiter. Ein Nachbarland fordert keine Quarantäne mehr für Einreisen aus der Bundesrepublik. Der News-Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Die Corona-Infektionszahlen* gehen weiter zurück (siehe Update vom 5. Juni, 7.39 Uhr).
  • Dänemark hebt die Quarantänepflicht für Einreisen aus der Bundesrepublik auf (siehe Update vom 4. Juni, 19.45 Uhr).
  • Die Sorgen wegen der Corona-Delta-Variante wachsen weiter an (siehe Update vom 4. Juni, 13.45 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Covid-19-Krise in der Bundesrepublik wird nicht mehr aktualisiert. Alle aktuellen Informationen finden Sie ab sofort in unserem neuen News-Ticker.

Update vom 5. Juni, 7.39 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2294 Corona-Neuinfektionen gemeldet (RKI-Dashboard, Stand: 5. Juni, 5.31 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 5426 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 26,3 an - wieder ein leichter Rückgang (Vortag: 29,7; Vorwoche: 37,5). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 122 neue Todesfälle verzeichnet.

Das RKI wies allerdings in einem Lagebericht auf den Feiertag Fronleichnam in vielen Bundesländern am Donnerstag hin: „Bei der Interpretation der Fallzahlen ist zu beachten, dass an Feiertagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“

Update vom 4. Juni, 21.50 Uhr: Laut einem Bericht hat sich Jens Spahn bei den Kosten der Corona-Testungen in Deutschland kräftig vertan*. Sein Ministerium gerät in Erklärungsnot (siehe Link).

Coronavirus-Pandemie: Dänemark hebt Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland auf

Update vom 4. Juni, 19.45 Uhr: An diesem Freitag häufen sich die positiven Nachrichten in der Coronavirus-Pandemie. So hat Nachbarland Dänemark die Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland aufgehoben. Das gilt auch für Dänen, die aus der Bundesrepublik in ihre Heimat einreisen.

Voraussetzung für die Einreise bleibt in jedem Fall ein negativer Corona-Test. „Deutschland öffnet sich wieder für uns“, sagte Außenminister Jeppe Kofod. Die neue Corona-Regel tritt an diesem Samstag, 16 Uhr, in Kraft. Zuletzt mussten Urlauber und Gäste aus Deutschland entweder geimpft sein oder in Covid-19-Quarantäne gehen.

Passend zur neuen Regelung läuft derzeit bei Social Media und im TV eine Werbekampagne des skandinavischen Nachbarlandes, in der für Urlaub an der dänischen Nordsee geworben wird.

Ohne negativen Corona-Test kommt man nicht durch: die deutsch-dänische Grenze bei Krusau.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Trauriger Corona-Fall in Dresden - Hochhaus unter Quarantäne

Update vom 4. Juni, 18 Uhr: Trauriger Corona-Fall in Dresden: In der sächsischen Landeshauptstadt ist laut „Bild“ ein erst 30-Jähriger nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es soll sich um einen Studenten aus Indien handeln, der von einer Reise in sein Heimatland zurückgekehrt war.

Laut Gesundheitsamt Dresden soll der junge Mann kurz nach seiner Rückkehr an Covid-19 erkrankt und dann sehr schnell daran verstorben sein. „Dieser sehr schnelle Verlauf begründet den Verdacht, dass die Infektion auf eine Virusvariante zurückzuführen ist“, wird ein Sprecher der Behörde zitiert.

Der Verdachtsfall hat nun erhebliche Konsequenzen: So wurde das komplette Hochhaus, in dem der Verstorbene lebte, unter Quarantäne gestellt. Die Polizei hat das Gebäude abgesperrt, das Gesundheitsamt will alle Bewohner*innen testen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Bayern leitet weitreichende Corona-Lockerungen ein

Update vom 4. Juni, 17.30 Uhr: Das Infektionsgeschehen bessert sich auch im Freistaat deutlich. An diesem Freitag hatte zum Beispiel die Isar-Metropole München mit ihren 1,562 Millionen Einwohnern „nur“ noch eine 7-Tage-Inzidenz von 26,1.

Die Landesregierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat auch deshalb reagiert. Sport, Einzelhandel, Innengastronomie: Bayern lockerte seine Corona-Regeln in der Pandemie massiv - ein Überblick*.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: RKI streicht beliebte Urlaubsziele von Liste der Risikogebiete

Update vom 4. Juni, 15.40 Uhr: Wegen sinkender Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag Italien und Tschechien sowie Teile Österreichs, der Schweiz, Kroatiens und die französische Insel Korsika von der Liste der Corona-Risikogebiete*. Das teilte das Robert Koch-Institut an diesem Freitag mit. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Update vom 4. Juni, 15.30 Uhr: Im Gefängnis in Werl hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. 37 der mehr als 1000 Häftlinge seien betroffen, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministeriums am Freitag. Nach Angaben von Anstaltssprecherin Verona Voigt rechnet die Gefängnisleitung mit weiteren Fällen. Die Betroffenen Insassen wurden in eine Quarantänestation auf dem Gelände verlegt.

Die Kapazitätsgrenzen seien aber noch längst nicht erreicht. Im Haus 2 könnten mehrere Ebenen für die Quarantäne genutzt werden, erklärte Voigt. Über den Ausbruch in Werl hatte zuvor der Soester Anzeiger berichtet.

Sorgen wegen Corona-Delta-Variante wachsen: „Erhöhtes Risiko“

Update vom 4. Juni, 13.45 Uhr: Die Entdeckung der erstmals in Großbritannien festgestellten Alpha-Variante des Coronavirus sorgte für eine raschere Ausbreitung der Pandemie in den Wintermonaten. Die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Virus sorgte bereits in den vergangenen Wochen für die Befürchtung eines ganz ähnlichen Szenarios. Und tatsächlich könnte die Delta-Variante laut vorläufigen Erkenntnissen der englischen Gesundheitsbehörde häufiger zu schwereren Covid-19-Erkrankungen führen.

„Erste Erkenntnisse aus England und Schottland legen nahe, dass es ein erhöhtes Risiko für Krankenhauseinlieferungen geben könnte als bei der Alpha-Variante“, heißt es in einer aktuellen Risikoeinschätzung von Public Health England. Einige Regionen zeigten einen Anstieg von Krankenhauseinlieferungen, allerdings ließe sich der nationale Trend noch nicht abschätzen, so die Behörde.

Konkretere Belege gibt es hingegen bereits dafür, dass die Delta-Variante wohl deutlich ansteckender ist als die Alpha-Variante.
Public Health England geht aufgrund verschiedener Analysen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer „substanziell erhöhten Wachstumsrate“ aus. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach mit Blick auf den Bericht von „schlechten Nachrichten“ zur Delta-Variante.

Corona in Deutschland: Ein Fünftel der Menschen in Deutschland hat bereits den vollen Impfschutz

Update vom 4. Juni, 12.50 Uhr: Die Zahl der in Deutschland gegen das Coronavirus immunisierten Menschen steigt täglich weiter an. Mittlerweile hat ein Fünftel der Menschen den vollen Impfschutz erhalten. Wie das Robert Koch-Institut am Freitag erklärt, sind 45 Prozent der Deutschen (37,4 Millionen Menschen) mindestens einmal geimpft worden, 20,1 Prozent (16,7 Millionen Menschen) sind vollständig geimpft. Demnach sind bislang insgesamt 53,4 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Am Donnerstag wurden laut RKI 614 111 Dosen gespritzt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schrieb am Freitag auf Twitter: „Dank dieses Fortschritts können wir ab Montag die Prio.
aufheben - auch wenn wir noch einige Wochen Geduld miteinander brauchen, bis alle, die wollen, geimpft sein werden.“ Am Montag soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

Corona in Deutschland: Stiko-Entscheidung zu Kinder-Impfungen wohl gefallen

Update vom 4. Juni, 10.50 Uhr: Das Impf-Tempo in Deutschland nimmt weiter an Fahrt auf, währenddessen sinkt die Zahl der Neuinfektionen durch das Coronavirus von Tag zu Tag. Beim Thema Kinder-Impfungen spalten sich bislang noch die Geister, eine generelle Empfehlung für die Immunisierung wird es von Seiten der Ständigen Impfkommission (Stiko) offenbar auch in Zukunft nicht geben.

Genau das hat nun der Vorsitzende der Stiko, Thomas Mertens, angedeutet. „Es ist keine generelle Empfehlung der Stiko für alle gesunden Kinder zu erwarten“, sagte Mertens am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Für die Empfehlung einer Impfung bei allen gesunden Kindern reichten die Daten bei weitem nicht aus.

Die Experten haben demnach viele verfügbare Daten aus Studien zusammengetragen. „Es sind alle Ergebnisse so, dass man sicher daraus keine Argumentation für eine generelle Impfung aller gesunden Kinder ableiten kann“. In den nächsten Tagen will die Stiko dann ihre Empfehlung offiziell bekanntgeben.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte Mertens um Verständnis für die zögerliche Haltung bei Kinderimpfungen geworben. In der Debatte seien viele Argumente „leichthin genannt worden, die einer Nachprüfung nicht standhalten“, kritisierte der Vorsitzende der Stiko. So sei es zum Beispiel „nicht besonders sinnvoll“, das Thema Schule mit der Impfdebatte zu verknüpfen. „Die Stiko - und ich glaube auch viele andere vernünftige Leute - halten diese sprachliche Verbindung von Impfung als Voraussetzung für das normale Leben der Kinder für einen Irrweg.“

Bundes-Inzidenz sinkt weiter - CDU-Politiker für Aufhebung aller Corona-Beschränkungen ab 20er-Inzidenz

Ursprungsmeldung vom 4. Juni 2021: Berlin - Der positive Trend der vergangenen Tage und Wochen setzt sich auch am Freitagmorgen fort. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages 3165 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden 86 neue Todesfälle verzeichnet. Im Vergleich zum Freitag vor einer Woche (28. Mai) ein deutlicher Rückgang der Zahlen: damals waren es insgesamt 7380 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus* und 192 Tote.

Corona in Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 30

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz* ist ebenfalls erneut gesunken. Laut RKI lag der bundesweite Wert am Freitagmorgen bei 29,7 (Vortag: 34,1; Vorwoche: 39,8). In ganz Deutschland weist inzwischen nur noch ein Landkreis eine Inzidenz über 100 auf, dem Wert für die Bundes-Notbremse. Der Landkreis Hildburghausen in Thüringen hat laut RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 115,5.

Wegen der entspannteren Corona*-Lage gilt für Deutschland seit dieser Woche erstmals nach rund sechs Monaten wieder eine mildere Risikobewertung. Die Gefahrenlage wurde von „sehr hoch“ auf „hoch“ herabgestuft. Für Gastronomie, Tourismus und Kulturleben werden gleichzeitig wieder erste Lockerungen möglich.

Corona in Deutschland: CDU-Politiker fordert Aufhebung aller Maßnahmen ab Inzidenz von 20

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen, Mario Voigt, hat sich nun für eine komplette Aufhebung aller Corona-Beschränkungen bei entsprechender Infektionslage ausgesprochen.

Mario Voigt, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen, ist für die Aufhebung aller Corona-Maßnahmen ab einer Inzidenz von 20. (Archivbild)

„Spätestens ab einem Inzidenzwert von 20 müssen wir alle Corona-Beschränkungen streichen“, forderte Voigt in einem Gespräch mit der Bild. „Wir dürfen den Menschen in Deutschland nicht mit unnütz gewordenen Maßnahmen den Sommer vermiesen“, betonte der CDU-Politiker. Es sei an der Zeit, „endlich den Menschen was zuzutrauen“, forderte Voigt weiter. (ph/dpa/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Frank Cilius via www.imago-images.de

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