News-Ticker zur Pandemie

Corona in Deutschland: Unbekannte stehlen 15.000 Schnelltests - Bundesland gibt Geimpften mehr Freiheiten

Das nächste Bundesland ermöglicht vollständig Geimpften ab dem Wochenende Freiheiten. In Hessen wurden rund 15.000 Corona-Schnelltests gestohlen. Der News-Ticker.

  • Mecklenburg-Vorpommern beschließt Lockerungen für vollständig Geimpfte. (siehe Update vom 29. April, 14.35 Uhr)
  • In einer Stadt in Hessen wurden 15.000 Corona-Schnelltests gestohlen. (siehe Update vom 29. April, 15.50 Uhr)
  • Bundestagspräsident Schäuble ruft Abgeordnete zur Impfung auf. (siehe Update vom 29. April, 16.45 Uhr)
  • Dieser News-Ticker zum Thema Corona in Deutschland wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 29. April, 16.45 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat die rund 700 Abgeordneten des Deutschen Bundestags zu einer Corona-Impfung aufgerufen. Eine Terminbuchung sei ab sofort über ein Buchungssystem der Bundestagsverwaltung möglich, teilte er den Abgeordneten am Donnerstag in einem Schreiben mit.

Er hoffe sehr, dass mit dem Impfangebot ein wichtiger Schritt zur Normalisierung der parlamentarischen Arbeit getan werden könne, weil diese in besonderer Weise auch auf persönliche Kontakte angewiesen sei, schrieb der Bundestagspräsident. „Deswegen bitte ich Sie dringend darum, das Angebot anzunehmen, soweit Sie noch nicht geimpft sind.“

Inzwischen hat in Deutschland mehr als jeder Vierte mindestens eine Erstimpfung erhalten. Das geht aus den Zahlen des RKI-Impfdashboards hervor. 25,9 Prozent der mehr als 80 Millionen Menschen im Land haben bereits die erste Impfdosis, 7,5 Prozent den vollen Impfschutz bekommen. Zudem seien am Mittwoch erstmals mehr als eine Million Impfdosen an nur einem Tag verimpft worden. Das ist ein neuer Tagesrekord, wie auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Pressekonferenz mitteilte.

Corona in Deutschland: Unbekannte stehlen rund 15.000 Schnelltests

Update vom 29. April, 15.50 Uhr: In der hessischen Stadt Rüsselsheim ist es in der Nacht zum Donnerstag in den Räumen einer Firma zu einem großen Diebstahl durch bislang unbekannte Täter gekommen. „Die Unbekannten verschafften sich durch Aufhebeln einer Tür zunächst Zugang zu den Räumlichkeiten des Betriebs und erbeuteten dort anschließend rund 15.000 Covid-19-Schnelltests, zwei größere Kisten mit FFP2-Masken sowie mehrere Flaschen CBD-Öl“, teilte die Polizei in einer Mitteilung mit. Nach Angaben der Ermittler entstand dadurch ein Schaden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro.

Im hessischen Rüsselsheim haben Unbekannte rund 15.000 Corona-Schnelltests gestohlen. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Nächstes Bundesland gibt Geimpften mehr Freiheiten

Update vom 29. April, 14.35 Uhr: Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat beschlossen, dass Einwohner, die seit mindestens zwei Wochen vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, ab dem kommenden Wochenende wieder mehr Freiheiten bekommen. Das verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Sondersitzung des Kabinetts am Donnerstag. Damit können Geimpfte in Mecklenburg-Vorpommern ohne negativen Schnelltest beispielsweise zum Friseur, in den Zoo oder in den Baumarkt gehen.

In Bayern sind vollständig Geimpfte ebenfalls mit negativ Getesteten gleichgestellt, wie das Kabinett in dieser Woche mitteilte. „Wir werden nächste Woche die Gleichstellung von Genesenen auf den Weg bringen“, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München an.

Corona in Deutschland: Spahn und Wieler informieren zur aktuellen Lage

Update vom 29. April, 12.15 Uhr: Der Berliner Intensivpfleger Ricardo Lange schilderte Szenen von seiner Arbeit auf der Intensivstation. Und er appelliert bei den heftigen Debatten über die Eindämmung der Corona-Pandemie das Leid schwer an Covid-19 erkrankter Menschen, ihrer Angehörigen und Pflegenden nicht aus den Augen zu verlieren.

Update vom 29. April, 11.45 Uhr: Die Corona-Fallzahlen bei Kindern nehmen zu, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Wenn Schulen und Kitas geöffnet sind sei das, wenn Hygienekonzepte nicht beachtet werden, kaum verwunderlich. Wieler warnt zudem vor Long Covid* - auch bei Jüngeren. Nach den aktuellen Daten seien 10 Prozent der Infizierten von Long Covid betroffen.

Update vom 29. April, 11.35 Uhr: RKI-Chef Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) informieren über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Spahn ist angesichts der Corona-Fallzahlen vorsichtig optimistisch und will noch nicht von einem Trend sprechen.

Corona: Bundesregierung weiß nichts über Alter der Intensivpatienten

Update vom 29. April, 9.52 Uhr: Wichtige Informationen zur Corona-Pandemie fehlen der Bundesregierung. Über das Alter der Corona-Patienten auf den Intensivstationen ist wenig bekannt. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der FDP mit, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Demnach müssen die Krankenhäuser zwar täglich ihre Behandlungskapazitäten sowie etwa die Zahl der entlassenen Patienten und Patientinnen übermitteln. „Daten über das (Durchschnitts-)Alter von Covid-19-Patientinnen und Covid-19-Patienten mit intensivmedizinischem Behandlungsbedarf“, fallen aber nicht darunter.

Die Antwort auf eine Anfrage der FDP-Politikerin Judith Skudelny lag AFP am Donnerstag vor. Darin heißt es weiter, dass folglich auch keine Angaben darüber vorliegen, wie alt im Durchschnitt die Patientinnen und Patienten waren, die auf den Intensivstationen an dem Coronavirus starben. Das Alter sei bislang nicht „als erforderlich angesehen“ worden, heißt es in der Antwort weiter.

Corona in Deutschland: RKI meldet 24.736 Corona-Neuinfektionen

Update vom 29. April, 6.23 Uhr: In Deutschland sind dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 24.736 Corona-Neuinfektionen und 264 weitere Todesfälle gemeldet worden. Das geht aus den Daten des RKI-Covid-19-Dashboards vom Donnerstagfrüh hervor. Die 7-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken und liegt momentan bei 154,9 (Vortag: 160,6).

In Thüringen liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 215,4 am höchsten, danach folgt Sachsen mit 214,3. Schleswig-Holstein weist mit 67,2 den niedrigsten Wert nach RKI-Angaben auf.

Corona in Deutschland: Indische Mutation gemeldet - Weitere Fälle in Köln und BaWü

Update vom 28. April, 20.48 Uhr: Die indische Coronavirus-Mutante ist erstmals auch in Köln nachgewiesen worden. Es gebe zwei Fälle, teilte die Stadtverwaltung mit. Es sind aber nicht die ersten in Deutschland, laut Robert-Koch-Institut* wurde die Variante bereits zuvor vereinzelt nachgewiesen. In der Domstadt werden seit einem Vierteljahr alle positiven Tests auf Virusvarianten untersucht. So wurden auch jene Mutationen aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien erkannt. Auch in Baden-Württemberg wurde bei zwei Reiserückkehrern aus dem bevölkerungsreichen Land die indische Variante B.1.617 entdeckt.

Dem RKI zufolge gibt es Hinweise auf eine erhöhte Übertragbarkeit dieser Mutationsform. Zudem werde sie „mit einer reduzierten Wirksamkeit der Immunantwort in Verbindung gebracht“. Es mangele aber an sicheren Erkenntnissen, um die Variante als „besorgniserregend“ einzustufen. Indien selbst hat seit rund einer Woche mit einer dramatischen Corona-Entwicklung zu kämpfen. Maßgeblich für die extreme zweite Welle sind mehrere Faktoren*, die auch für Deutschland eine Warnung sein können.

Massiver Corona-Ausbruch in Fahrzeugfabrik - Bürgermeisterin veröffentlicht dringenden Appell

Update vom 28. April, 17.02 Uhr: In einem Fahrzeugwerk in Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. 180 Mitarbeiter und Menschen im Umfeld des Unternehmens haben sich mit Corona infiziert. Die Kleinstadt Lübtheen (4900 Einwohner) ist ein Corona-Hotspot.

„Verantwortlich für die schnelle Ausbreitung ist die britische Mutationsvariante, weshalb auch die Mehrheit der Infizierten Symptome aufweist. Innerhalb kürzester Zeit werden auch die Kontaktpersonen bei Kontrollabstrichen positiv“, erklärte Amtsärztin Dr. Ute Siering vom Landkreis Ludwigslust-Parchim am Dienstag. Bürgermeisterin Ute Lindenau (SPD) hat die Einwohner aufgefordert, sich streng an die Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Am Mittwoch vermeldet der Landkreis 204 weitere Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. 80 davon sind auf das Ausbruchsgeschehen im Fahrzeugwerk zurückzuführen, so der Landkreis. Die 7-Tage-Inzidenz schnellte von 177,1 auf 237.   

Corona in Deutschland: Söder und 24,7 Prozent der Bevölkerung geimpft

Update vom 28. April, 16.39 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) hat mit sich mit Biontech gegen das Coronavirus impfen lassen. Der CSU-Chef sei bereits in der vergangenen Woche von seinem Hausarzt in Nürnberg geimpft worden, sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Staatsregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.

In Deutschland sind 24,7 Prozent der Bevölkerung mindesten ein Mal gegen Corona geimpft. Mehr als 6.1 Million (7,4 Prozent) Menschen sind bereits vollständig geimpft. Das geht aus den Impfdashboard-Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Am Dienstag (27. April) wurden demnach 718.124 Impfdosen verabreicht (Vortag: 406.560).

Wegen eines technischen Problems lagen die aktualisierten Impfdaten einiger Bundesländer am Mittwoch nicht vor, teilt das RKI in seinem Bericht zum Impfquotenmonitoring mit.

Update vom 28. April, 15 Uhr: Ein Impf-Turbo in Brandenburg sollte mit einem Modellprojekt in Arztpraxen gezündet werden. Jetzt müssen Pilotpraxen in dieser Woche auf zugesagte 20.000 Impfdosen verzichten. Das berichtet der rbb und beruft sich auch die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg. Betroffen sind demnach Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

„Völlig unerwartet“ - 20.000 Impfdosen fallen für Arztpraxen in Brandenburg aus

„Völlig unerwartet“ kommt die Lieferabsage nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung vom Impflogisik-Stab des Landes und war nicht abgestimmt, heißt es dort weiter. Warum die Impfdosen nicht ausgeliefert werden, ist zunächst unklar.

Corona in Deutschland: Stadt greift jetzt bei Maskenpflicht im Auto durch

Update vom 28. April, 14.08 Uhr: Ab einer 100er-Inzidenz gilt in einigen Regionen Deutschlands eine Maskenpflicht im Auto. Die Polizei Bremerhaven kündigt jetzt für Donnerstag (29. April) im ganzen Stadtgebiet Kontrollen an. Bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht wird ein Bußgeld von 50 Euro fällig, warnt die Polizei. Insassen in Fahrzeugen, die nicht dem Hausstand des Fahrers angehören, sind nach der Allgemeinverfügung der Stadt Bremerhaven vom 23. April verpflichtet einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Eine Ausnahme gilt für Paare, auch wenn sie nicht in einer gemeinsamen Wohnung leben. In Bremerhaven liegt die Wocheninzidenz laut RKI momentan bei 152,2. Am 14. April hatte die Stadt Bremerhaven die 200er Marke überschritten.

Auch Berlin, Hamburg, das Saarland und Sachsen schreiben derzeit eine Maskenpflicht für Beifahrer vor. Wer in Sachsen gegen die Maskenpflicht verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100 Euro rechnen.

Panne in Schwaben - Impfmittel zu stark verdünnt

Update vom 28. April, 12.42 Uhr: Impfpanne in Schwaben! In einem schwäbischen Impfzentrum sind Corona-Impfstoffe versehentlich zu stark verdünnt worden, sodass nun 42 Bürger erneut geimpft werden müssen. Wie ein Sprecher des Landratsamtes in Dillingen an der Donau am Mittwoch erklärte, ist bei routinemäßigen Nachkontrollen aufgefallen, dass in einigen Fällen zu wenig Wirkstoff in den Spritzen war. Der Betreiber des Impfzentrums in Wertingen habe nun weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, um einen ähnlichen Vorfall künftig auszuschließen. Zunächst hatte die Augsburger Allgemeine über den Fall berichtet.

Corona - NRW-Stadt will Stadtteile mit hoher Inzidenz zuerst impfen

Update vom 28. April, 11.54 Uhr: Die Stadt Köln will Stadtteile mit hoher Inzidenz bevorzugt impfen. Das berichtet der Deutschlandfunk (Dlf) online. Allerdings müsste dazu eine besondere Genehmigung der Landesregierung vorliegen. In Köln - wie auch in anderen Großstädten - gibt es je nach Stadtteilen enorme Unterschiede bei den Corona-Zahlen. Einen Zusammenhang zwischen dem sozialen Status und dem Coronavirus, zeigen auch zwei RKI-Studien deutlich, wie Merkur.de* berichtet.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach sich am Mittwoch im Landtag für mobile Impfteams aus. Wo Menschen in beengten Wohnverhältnissen lebten, sei die Gefahr sich anzustecken größer als im großzügig angelegten Einfamilienhaus, sagte der CDU-Vorsitzende. Deshalb müsse jetzt ein Schwerpunkt gesetzt werden beim Impfen, wo die Menschen enger zusammenlebten als anderswo.

Impfreihenfolge - Umfrage zeigt eindeutigen Trend

Update vom 28. April, 11 Uhr: Impfreihenfolge einhalten oder aufheben? Eine Mehrheit in Deutschland ist für die geplante Aufhebung der Impfpriorisierung im Juni, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Demnach waren 72 der Befragten dafür, nur 13 Prozent lehnten dies „eher“ oder „voll und ganz“ ab. 15 Prozent machten keine Angaben. Für die repräsentative Umfrage wurden 1449 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren am 27. April befragt.

Corona in Deutschland: Lauterbach warnt vor zu großer Hoffnung auf Herdenimmunität

Update vom 28. April, 10.04 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat davor gewarnt, sich in der Corona-Pandemie zu sehr auf die Herdenimmunität zu verlassen. „Angenommen die Herdenimmunität läge bei 70 Prozent. Der Laie denkt dann häufig, wenn sich 70 Prozent impfen lassen, kann sich der Rest nicht mehr infizieren. Das ist aber falsch“, sagte Lauterbach der Welt.

„Die Pandemie wird Einzelne nicht verschonen, man wird entweder krank oder geimpft“, sagte Lauterbach. Eine Aufhebung der Maßnahmen sei nur bei einer hohen Durchimpfung der Bevölkerung möglich. „Wenn allen Menschen ein Impfangebot gemacht wurde, heißt das noch nicht, dass die Bars so offen sein können wie vor der Pandemie“, meinte er. „Ich rechne damit, dass Menschen Impfpässe oder Antigen-Tests zeigen werden müssen, zumindest in Lokalitäten, wo das Risiko sehr hoch ist.“

Karl Lauterbach warnt vor zu großen Hoffnungen auf Herdenimmunität (Symbolfoto).

Corona in Deutschland: RKI meldet 22.231 Corona-Neuinfektionen

Update vom 28. April, 06.16 Uhr: Das RKI meldete am Mittwochmorgen 22.231 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Außerdem wurden 312 neue Todesfälle binnen eines Tages verzeichnet. Damit sind beide Werte im Vergleich zu den Zahlen von vor einer Woche gesunken. Am 21. April lag die gemeldete Zahl der Neuinfektionen bei 24.884, die Zahl der gemeldeten Todesfälle bei 331.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz hat in Deutschland einen deutlichen Satz nach unten gemacht. Der Wert liegt laut RKI bei 160,6. (Vortag: 167.6).

Hunderte PCR-Tests bei Unfall auf der Autobahn verbrannt

Update vom 27. April, 21.50 Uhr: 500 Menschen aus dem gesamten Ruhrgebiet und dem nördlichen Niederrhein werden einen neuen Corona-Test machen müssen. Auf der Autobahn A57 ist es nämlich am Montag zu einem Unfall zwischen einem 24-jährigen Autofahrer und einem LKW-Fahrer gekommen. Der Autofahrer hätte sich dabei schwer verletzt, soll aber auf dem Weg der Besserung sein. Im Zuge des Unfalls verbrannten darüber hinaus laut Bild 500 Corona-Tests. Deren Auswertung war offenbar noch nicht erfolgt.

Ein Unfallwagen habe demnach zur Flotte des Testzentrum-Betreibers Medican gehört und sei auf dem Weg nach Düsseldorf ins Labor gewesen. Oguzhan Can von Medican bestätigte gegenüber Bild: „Nach dem Unfall haben wir umgehend alle Testpersonen, deren Proben betroffen waren, telefonisch kontaktiert und zur Wiederholung gebeten.“ Die Kosten dafür würde das Unternehmen tragen.

500 Corona-Tests von Medican müssen aufgrund eines Unfalls neu durchgeführt werden.

Schärfere Bundes-Notbremse? Baden-Württemberg denkt über härtere Ausgangssperre nach - Saarland-Modell abgehakt

Erstmeldung vom 27. April, 17.00 Uhr: München - Seit dem 24. April gilt die bundesweite Notbremse*, die härtere Maßnahmen gegen das Coronavirus vorschreibt, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz* je 100.000 Einwohner innerhalb eines Kreises an drei aufeinanderfolgen Tagen über 100 liegt. Noch ist allerdings keine Besserung der Zahlen in Sicht. In Baden-Württemberg lag die Inzidenz laut Robert-Koch-Institut* nur noch knapp unter 200, die Neuinfektionen sind in den vergangenen Tagen konstant gestiegen.

Gibt es auch am Mittwoch keinen Anhaltspunkt einer Verbesserung der Lage, sei es laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen denkbar, „dass die Ausgangsbeschränkungen verschärft werden.“ Unter Umständen müsse geprüft werden, die Maßnahmen der Notbremse generell zu verstärken. „Wir stecken noch voll in der Corona-Krise“. Erst im Sommer könne man hoffen, die Oberhand über die Pandemie zu kriegen. Es sei außerdem denkbar, den Grenzwert für die Schließungen von Schulen, der aktuell 165 beträgt, weiter herunterzusetzen.

Corona im Saarland: Modellprojekt vorerst nicht mehr umsetzbar

Im Saarland gilt die Notbremse seit Donnerstag im gesamten Land. Als letzter Kreis musste sich der Saarpfalz-Kreis den Maßnahmen beugen. Für das Saarland-Modellprojekt, das erst am 6. April gestartet war, bedeutet dies das vorzeitige Aus. Das Modell beruhte auf der Idee, negative Corona-Tests* als Möglichkeit für Öffnungen zu nutzen. Bürgen konnten etwa Kinos und Fitnessstudios besuchen, wenn sie einen negativen Test dabei hatten.

Am Dienstag stieg die Saarland-Inzidenz von 144,4 im Vergleich zum Montag (142,9) leicht an. Die gelbe Corona-Ampel* hatte unter anderem eine erweiterte Testpflicht im Einzelhandel vorgesehen. Jetzt steht sie wohl vorerst auf Rot. So wird unter anderem die Außengastronomie wieder geschlossen und es gelten nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Außerdem sind Treffen auf einen Haushalt und lediglich einer weiteren Person beschränkt.

Corona in Baden-Württemberg: Zahlen am Mittwoch entscheidend?

Geht es nach Kretschmann, könne dies in Baden-Württemberg bald auch schon nicht mehr aktuell sein. Beispielsweise ist es erlaubt, alleine bis Mitternacht joggen zu gehen. Dies könnte gestrichen werden. Außerdem ist es möglich, die Sperre schon ab 21.00 Uhr geltend zu machen. Die Zahlen am Mittwoch könnten für die Menschen in Baden-Württemberg also von besonderer Bedeutung sein. (ta) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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