Andere profitieren

Tausende Dosen bleiben in Deutschland liegen: Länder geben Corona-Impfstoffe zurück

Die Impfstoffe gehen teilweise zurück an den Bund.
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Die Impfstoffe gehen teilweise zurück an den Bund.

Durch die stockende Impf-Kampagne in Deutschland bleiben zahlreiche Impfdosen liegen. Einige Länder geben die Vakzine nun zurück an den Bund.

München - Über 50 Millionen Menschen in Deutschland haben ihre Erstimpfung gegen das Coronavirus* erhalten, knapp die Hälfte der Bevölkerung ist sogar durchgeimpft. Obwohl Deutschland monatelang auf genügend Vakzin-Vorrat warten mussten und jetzt genug hat, stockt die Impfkampagne weit vor dem erklärten Ziel von 85 Prozent. Im Kampf gegen die Delta-Variante* ein klarer Rückschlag.

Um den liegengebliebenen Impfstoff* nicht in den Lagern Deutschlands schlecht werden zu lassen, geben viele Länder ihre Dosen zurück an den Bund. Damit wird einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums nachgekommen: „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen“, könnten an das zentrale Lager des Bundes zurückgegeben werden.

Corona-Impfstoff: Astrazeneca soll an Nicht-EU-Staaten verteilt werden

Sollten die Mittel noch mindestens zwei Monate haltbar sein, würden diese ab August laut dem Spiegel ohne Kosten an Drittstaaten außerhalb der EU verteilt werden. Das gilt allerdings nicht für die Vakzine von Biontech und Moderna, sondern vor allem für Astrazeneca* und Johnson & Johnson*. Auch Stoffe aus Arztpraxen und von Betriebsärzten sollen vorerst nicht wieder an den Bund gehen.

Als erstes sind diejenigen Dosen von Astrazeneca und Johnson & Johnson angedacht, die in Verteilzentren gelagert und seit der Auslieferung nicht weiter genutzt wurden. In dem Schreiben heißt es, dass nur auf diese Weise pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit sichergestellt werden könne.

Corona-Impfstoff: Hamburg schickt 60.000 Dosen zurück

Martin Helfrich, der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, bestätigte gegenüber der ARD, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Es gehe um 60.000 Dosen in 6.000 Fläschchen von Astrazeneca. Auch Berlin plant die Rückführung von bis zu 62.400 Dosen. Die Mittel würden noch mehrere Monate lang halten. In Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein würden die Rückgaben von Vakzin-Vorräten noch geprüft werden, Niedersachen hält diese Option laut der ARD „für wahrscheinlich“. Es sei nur noch nicht absehbar, von wie vielen Lagerbeständen man sich trennen wolle.

Insgesamt will die Bundesregierung noch im Jahr 2021 mindestens 30 Millionen Impfdosen an andere Staaten verschenken. Die übrigen Dosen von Biontech* und Moderna* sollen vorerst in einem zentralen Lager des Bundes bereitgehalten und nicht verteilt werden. (ta) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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