Auswärtiges Amt hat reagiert

Coronavirus: Massive Ausgangsbeschränkungen in Lissabon - Was Touristen jetzt beachten müssen

Die Region Lissabon ist erneut von strengen Corona-Maßnahmen betroffen.
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Die Region Lissabon ist erneut von strengen Corona-Maßnahmen betroffen.

Während die ersten Touristen an den Strand zurückkehren, müssen viele Bewohner des Großraums Lissabon zurück in den Lockdown. Das Auswärtige Amt hat nun Hinweise für Touristen gegeben.

Update vom 28. Juni, 12.07 Uhr: Nachdem der portugiesische Ministerpräsident António Costa am Donnerstag einen Lockdown für 19 Gemeinden im Großraum Lissabon angekündigt hat, hat das deutsche Auswärtige Amt auf diese jüngste Entwicklung reagiert und auf seiner Website die Reisehinweise für das Land angepasst. „Portugal war von COVID-19 zunächst weniger stark betroffen, erlebt jedoch momentan eine Zunahme von Neuinfektionen. Regionaler Schwerpunkt ist der Großraum Lissabon“, heißt es auf der Internetseite der Behörde. Weiter steht dort, dass 19 nicht touristische Gemeinden in den Bezirken Amadora, Odivelhas, Sintra und Loures betroffen seien, sowie in der Stadt Lissabon die Gemeinde Santa Clara.

Corona-Infektionen steigen rund um Lissabon - doch es gibt keine Einreisebeschränkungen für Deutsche

Dennoch gibt es dem Auswärtigen Amt zufolge derzeit keine bekannten Einreisebeschränkungen für Deutsche, die auf dem Luftweg aus Deutschland auf dem portugiesischen Festland einreisen. Unter Umständen müssen Reisende bei der Einreise Angaben zum Zielort und Reisegrund machen. Bis voraussichtlich 30. Juni ist eine Einreise über den Landweg aber nur möglich, wenn ein Wohnsitz in Portugal nachgewiesen werden kann, heißt es auf der Website weiter. 

Für den Großraum Lissabon wurden wegen der derzeit steigenden Neuinfektionen seit dem 23. Juni einige Lockerungsmaßnahmen bis vorerst 12. Juli wieder zurückgenommen. Cafés und Geschäfte schließen deshalb um 20 Uhr, Supermärkte um 22 Uhr und Restaurants um 23 Uhr. Außerdem ist es verboten, im öffentlichen Raum Alkohol zu konsumieren. Für die besonders betroffenen Gemeinden gelten vom 29. Juni bis zunächst 12. Juli 2020 strengere Maßnahmen. Hier besteht insbesondere für Bürger erneut die Pflicht, sich zu Hause zu isolieren und das Haus nur für unbedingt notwendige Wege, z. B. zur Arbeit, für Einkäufe oder für den Arztbesuch zu verlassen. Außerdem sind spontane Versammlungen ohne Einhaltung von Abstandsregeln hier auf fünf Personen begrenzt.

Coronavirus-Entwicklungen rund um Portugals Hauptstadt Lissabon machen Sorgen - Lockdown 2.0 angekündigt

Erstmeldung vom 26. Juni 2020:

 

Lissabon - Im europäischen Vergleich ist Portugal bislang gut durch die Corona-Krise* gekommen. 40.415 Infizierte insgesamt mit 1549 Todesfällen (Stand: 26.06). Das Handeln des Landes galt lange Zeit als Vorbild im Umgang mit dem Virus*. Schnelle und umfangreiche Tests haben Ausmaße, wie im benachbarten, besonders betroffenen Spanien verhindert. Doch nun bereiten Entwicklungen rund um die Hauptstadt Sorgen.

Corona in Portugal: Zahl der Neuinfektionen steigt an 

Im Großraum Lissabon zeigt sich seit einiger Zeit eine rückläufige Entwicklung. Die Infektionszahlen* steigen wieder und die Umgebung der Hauptstadt entwickelt sich zum neuen Hotspot des Landes. Laut faz fielen von den am Donnerstag gemeldeten 311 Neuinfektionen allein 77 Prozent auf den Großraum Lissabon. Bislang war der Norden besonders betroffen gewesen.

Die Angst um eine zweite Corona-Welle wächst. Und während in anderen Ländern wie Großbritannien oder Deutschland zahlreiche Lockerungen* in Kraft treten, heißt es in Portugal nun auch auf diesem Gebiet: einen Schritt zurück. Während die ersten Touristen an der Algarve des Landes ihren Urlaub antreten, müssen viele Bewohner der Hauptstadt zurück in den Lockdown. 

Wie die faz berichtet, sollen bereits erste EU-Länder Einreisebeschränkungen* für Einwohner aus Portugal erlassen haben. 

Coronavis in Lissabon: Bewohner dürfen Haus nur zu bestimmten Anlässen verlassen 

Ab dem 1. Juli werden in 19 Gemeinden im Großraum der Hauptstadt wieder Ausgangssperren verhängt, kündigte der portugiesische Ministerpräsident António Costa am Donnerstag an. 

Die Bewohner dürfen das Haus anschließend zwei Wochen lang nur verlassen, um Einkäufe zu tätigen, zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. Lockdown 2.0. Auch Versammlungen sind nur noch maximal zu fünft erlaubt.

„Die einzige wirksame Form, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, ist, dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben und stets die soziale Distanz sowie alle Schutz- und Hygienestandards einhalten“, sagte Costa zu den neuen Regelungen. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Zehntausende Briten sind am Donnerstag an die Küsten im Süden ihres Landes gestürmt - trotz Corona. Auf Twitter sind Fotos von Menschenmassen an Strände zu finden.

Schwedens Sonderweg in der Corona-Krise erweist sich immer mehr als Fehlentscheidung. Staatsepidemiologe Tegnell hat erneut Fehler in der Strategie eingestanden.

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