Andrang in der Innenstadt

Corona-Lockdown: Geschäfte in Fulda jetzt geschlossen - „Endspurt“ macht Händlern Mut

In der Fuldaer Innenstadt waren am Dienstag, am letzten Tag vor dem neuen Corona-Lockdown für den Handel, viele Menschen unterwegs – deutlich mehr als in den vergangenen Wochen.
+
In der Fuldaer Innenstadt waren am Dienstag, am letzten Tag vor dem neuen Corona-Lockdown für den Handel, viele Menschen unterwegs – deutlich mehr als in den vergangenen Wochen.

Nach vielen eher schwachen Tagen im Weihnachtsgeschäft in der Fuldaer Innenstadt war Dienstag - dem letzten Tag vor dem harten Lockdown - noch einmal richtig viel los in den Geschäften. Viele Verbraucher kauften Geschenke, ehe die meisten Läden ab Mittwoch zunächst bis 10. Januar schließen müssen.

Fulda - „Der letzte Tag war noch einmal richtig stark – auch der Montag war bereits gut. Der Endspurt vor dem angeordneten Corona*-Lockdown hat Mut gemacht – auch wenn es kein Vergleich war mit dem Weihnachtsgeschäft des Vorjahres“, bilanziert Reginald Bukel, Vorsitzender des City Marketing Fulda und Center-Manager im Centhof. Viele Geschäfte in der Innenstadt in Fulda* verlängerten am Montag und Dienstag ihre Öffnungszeiten bis 19.30 oder 20 Uhr, um die letzten Kunden des Jahres gut zu bedienen. Auch Friseure hatten länger auf. Vor allem Bekleidungs- und Blumenhändler gaben hohe Rabatte, oft von 50 Prozent. „Alles, was wir jetzt verkaufen, ist gut. Die Lager sind voll, im Januar kommt neue Ware“, so Bukel. Gleichzeitig herrscht bei den Händlern in der Innenstadt wegen des Corona-Lockdowns Existenz-Angst*.

In den Einkaufsstraßen in Fulda waren viele Menschen unterwegs – aber nicht so viele wie an einem Adventssamstag des vergangenen Jahres. In jedem Parkhaus waren bequem Parkplätze zu bekommen. Weil der Staat die Zahl der Kunden pro Quadratmeter Verkaufsfläche in der Corona-Pandemie reduziert hat, standen vor einigen Geschäften Warteschlangen, die sich aber doch meist schnell auflösten.

Vor dem Corona-Lockdown: Kunden strömen in die Innenstadt in Fulda

Auch wenn die Einkaufsstraßen in Fulda alle schön beleuchtet waren* und in der Bahnhofstraße ein Paar aus der Slowakei mit der Gitarre Adventslieder sang – ohne Weihnachtsmarkt am Uniplatz kam so recht keine Weihnachtsstimmung auf.

Ab Mittwoch müssen die Läden zunächst bis 10. Januar geschlossen bleiben*, das öffentliche Leben wird wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen heruntergefahren. Läden, die Dinge des täglichen Bedarfs anbieten, wie Supermärkte, Drogerien oder Apotheken, dürfen während des Lockdowns geöffnet* bleiben. Auch der Verkauf von Weihnachtsbäumen ist weiter erlaubt. Viele Buchläden nehmen Bestellungen weiter entgegen und liefern dann die Waren bei den Kunden aus.

Letzter Tag vor dem Corona-Lockdown war für die Händler in Fulda gut

„Der letzte Tag war gut, der Montag war sogar noch stärker – auch wenn es kein Vergleich mit einem Adventssamstag war“, erläutert Torsten Rützel, Geschäftsleiter bei Herrenmode Köhler. Die meisten Kunden am Dienstag waren Kundinnen Frauen, die für ihren Partner ein schönes Kleidungsstück suchten.

Bei Juwelier Bott kauften fast nur Männer ein. Sie waren auf der Suche nach einem Geschenk für ihre Partnerin. „Es war richtig viel los – so stark wie ein Adventssamstag in früheren Jahren“, erklärt Geschäftsführer Christian Adolph. Er sei froh, dass er in den vergangenen Monaten den Onlineshop stark ausgebaut habe. „Kunden dürfen bestellte Ware weiter bei uns abholen. Nur die Beratung ist untersagt“, erklärt Adolph. Läden aller Branchen ist es in Hessen während des Corona-Lockdowns erlaubt, Produkte zum Abholen bereitzustellen. (Lesen Sie hier: Der Corona-Ticker für Hessen*)

In der Fuldaer Innenstadt waren am Dienstag, am letzten Tag vor dem neuen Corona-Lockdown für den Handel, viele Menschen unterwegs – deutlich mehr als in den vergangenen Wochen.

City Marketing Fulda zieht positive Bilanz nach dem letzten Tag vor dem Corona-Lockdown

Zu den Geschäften, die weiter geöffnet haben dürfen, gehören Optiker wie Brillen Trabert. „Wir sind von dem Lockdown nicht betroffen. Vielleicht haben viele Kunden deshalb heute erst einmal andere Geschäfte aufgesucht“, berichtet Geschäftsführer Katharina Trabert. „Renner sind derzeit Kontaktlinsen. Wenn man eine Maske trägt, bieten sie mehr Komfort als Brillen.“ Sie stellt sich darauf ein, dass fast alle Läden in der Nachbarschaft ab Mittwoch wegen des Corona-Lockdowns geschlossen bleiben.

Für das City Marketing Fulda zieht Vorsitzender Reginald Bukel eine fast positive Bilanz: „Wir sind dankbar, dass uns Händlern in der Fuldaer Innenstadt doch so viele Kunden die Treue gehalten haben – und wir hoffen sehr, dass sie uns auch weiter treu sein werden. Wir wollen so schnell wie möglich wieder für unsere Kunden da sein.“ *Fuldaerzeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

CDU-Wähler: Mehrheit will lieber Kretschmann anstatt Eisenmann

Bei der baden-württembergischen Landtagswahl haben die Bürger laut Umfragen einen klaren Favoriten. Selbst CDU-Wähler stehen hinter Kretschmann.
CDU-Wähler: Mehrheit will lieber Kretschmann anstatt Eisenmann

Spaniens erstes Frauenfußball-Nationalteam: Männer 1971 schockiert

Vor 50 Jahren spielte Spaniens Nationalelf der Frauen das erste Länderspiel. Die Männerwelt konnte damit nicht recht umgehen. Heute fragt sie zumindest nicht mehr: …
Spaniens erstes Frauenfußball-Nationalteam: Männer 1971 schockiert

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.