Coronavirus

Corona-Lage in Niedersachsen: Keine Pflicht zum Impfen und Tragen einer FFP2-Maske

Der Krisenstab der Landesregierung informiert über die derzeitige Pandemie-Lage. Auch zu einer möglichen Impfpflicht in Niedersachsen wird Stellung genommen.

  • Corona* hält weite Teile von Niedersachsen weiterhin im Griff.
  • Der Corona-Krisenstab der Landesregierung wird in einer Pressekonferenz über die derzeitige Pandemie-Lage informieren.
  • Um 13 Uhr soll die Pressekonferenz zur Corona-Lage beginnen.

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+++ 14.42 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Eine Impfpflicht für das Pflegepersonal zum Schutz vor dem Coronavirus lehnen der Krisenstab und Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) klar ab. Man setze auf freiwillige Entscheidungen und Vertrauen in den Impfstoff.
  • Ab Sonntag, dem 17. Januar 2021, werden in den Landkreisen Osnabrück und Cloppenburg die Zweitimpfungen beginnen – genau drei Wochen nachdem man die ersten Corona-Impfungen verabreicht hatte.
  • Ab Donnerstag, dem 28. Januar 2021, werden Termine für eine Corona-Impfung an Personen über 80 Jahre vergeben, jedoch nur kurzfristig und wenige auf einmal, um „Glücksspiel“ bei der Terminvergabe zu vermeiden. Ab Montag, dem 1. Februar 2021, soll das Impfen in den Impfzentren in Niedersachsen beginnen.
  • Über eine Homeoffice-Pflicht wird in Niedersachsen nicht beraten. Dies sei Bundessache und juristisch zu prüfen.
  • Auch die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske im ÖPNV und im Einzelhandel, wie in Bayern beschlossen, ist derzeit kein Thema. Alle Bürger in Niedersachsen müssten auch Zugang zu diesen Masken haben.
  • Die Impfstoff-Lieferung and Landkreise und Städte soll weiterhin von der Einwohnerzahl abhängig bleiben.
  • „Pannen“ oder Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen habe man in Niedersachsen keine beobachten können.
  • Die Impfungen mit dem Impfstoff von Moderna sollen am Freitag, dem 15.1.2021 beginnen. Derzeit stehen dem Land 6.000 Dosen zur verfügung. Alle zwei Wochen werden weitere nach Quakenbrück geliefert. Von dort aus werden sie nach ganz Deutschland verteilt. Bis Ende Februar soll Niedersachsen über 100.000 Dosen Impfdosen von Moderna verfügen.

+++ 14.07 Uhr: Nun geht es um eine mögliche Homeoffice-Pflicht. Der Krisenstab hoffe darauf, dass sich möglichst viele Leute dazu entscheiden, ihrer Arbeit im Homeoffice nachzugehen. Eine Pflicht ziehe man in Niedersachsen allerdings nicht in Erwägung. Dies sei zudem eine mögliche Bundesregelung, die noch von Juristen geprüft werden müsse. In den Landkreisen Osnabrück und Cloppenburg werden ab Sonntag (17.1.2021) die Zweitimpfungen beginnen. Alle anderen Impfzentren werden genau drei Wochen nach der Erstimpfung nachziehen.

+++ 14.03 Uhr: Ab dem 28. Januar werden Termine zur Impfung für Personen über 80 Jahre vergeben. Die Bereitschaft bei Beschäftigten in der Pflege, sich impfen zu lassen, liege zwischen 60 und 70 Prozent. Die Zahl habe man mit stichprobenartigen Nachfragen ermittelt. Sie sei nicht so hoch wie bei den Bewohnern der Alten- und Pflegeheime. Das hänge auch damit zusammen, dass das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit Covid-19 bei älteren Personen höher ausfällt. Personen, die sich derzeit noch nicht impfen lassen, könnten dies immer noch zu einem späteren Zeitpunkt tun.

+++ 14.00 Uhr: Nun geht es um eine neue Idee aus Bayern, genauer gesagt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Er hat den Vorschlag ins Spiel gebracht, eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske im ÖPNV und beim Einkaufen einzuführen. Der Krisenstab für Niedersachsen betont, dass man so etwas nur einführen würde, wenn auch alle Personen Zugang zu einer FFP2-Maske haben.

Live PK: Corona in Niedersachsen – Impfungen mit Moderna-Impfstoff ab dieser Woche

+++ 13.56 Uhr: Zwei Journalisten fragen, ob es bei den Impfungen in Niedersachsen zu Nebenwirkungen oder „Pannen“ gekommen sei. Das verneint Claudia Schröder. Man achte stets darauf, dass die Dosis von 0,3 Milliliter genau verabreicht wird. In Niedersachsen habe man auch keine allergischen Reaktionen feststellen können. Die Impfungen mit dem Moderna-Impfstoff sollen Ende dieser Woche in Osnabrück und Oldenburg beginnen.

+++ 13.53 Uhr: Wenn es keine freien Termine für eine Corona-Impfung mehr gebe, soll man sich auf eine Warteliste setzen lassen können. Man vergebe immer nur sehr wenige Termine für kurze Zeit, damit nicht sofort alle ausgebucht sind. Die Terminvergabe solle „kein Glücksspiel“ sein.

+++ 13.51 Uhr: Man versuche derzeit, alle 80-Jährigen und Älteren zu erreichen und sie darauf hinzuweisen, dass sie zu einer Impfung berechtigt sind.

+++ 13.48 Uhr: Eine Journalistin fragt, wann pflegende Angehörige bei der Corona-Impfung an der Reihe seien. Dies sei durch den Bund festgelegt. Man habe sich sehr für eine frühzeitige Impfung dieser Personen eingesetzt. Der Krisenstab könne nichts an der Reihenfolge ändern, auch wenn sie wollten. Allerdings seien pflegende Angehörige als nächste dran. Personen, die über 80 Jahre alt sein, sollen ab dem 1. Februar in den Impfzentren ihre Corona-Impfung erhalten können.

+++ 13.44 Uhr: Der Landkreis Gifhorn soll sich laut einer Journalistin beschwert haben, nicht über genügend Impfstoff zu verfügen. Claudia Schröder teilt mit, dass das Hauptkriterium für die Verteilung die Einwohnerzahl ist. Man würde eventuell prüfen, Lieferungen bei Bedarf vorzuziehen. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg „leide“ laut der Journalistin darunter, kein Impfzentrum zu haben. Der Vorschlag sei, eigene Impfstationen aufzubauen. Claudia Schröder teilt mit, dass man derzeit den Einsatz von mobilen Impfteams ausprobiere.

+++ 13.37 Uhr: Die genaue Verteilung der Impfstoffe werde man weiter von der Einwohnerzahl abhängig machen und entsprechend abwägen. Wer gut aufgestellt sei, laufe in Lücken, so Claudia Schröder. Mit dem Impfen sei man deutlich schneller, wenn man genügend Dosen zur Verfügung hätte. Die Standorte der Impfzentren seien noch „geschützt“. Gelagert werden die Dosen vorerst bei niedrigen Temperaturen in den Niederlanden. Die Impfbereitschaft beim Pflegepersonal sei höher als in einigen anderen Bundesländern. Es gebe teilweise Zweifel, eine Debatte über eine mögliche Impfpflicht solle deshalb allerdings nicht beginnen. Die Bereitschaft zu einer Corona-Impfung in Pflegeheimen sei vorhanden.

+++ 13.30 Uhr: Derzeit impfe man alle Pflege- und Altenheime „mit Hochdruck“ durch. Ab dem 28. Januar soll die Terminvergabe für Personen über 80 Jahre beginnen. Ab dem 1. Februar werden die Impfungen in den Impfzentren losgehen. Dort sei man „gut aufgestellt“.

+++ 13.27 Uhr: Die Lieferung des Moderna-Impfstoffs, die auf dem Weg nach Quakenbrück ist, wird durch die Bundeswehr in Empfang genommen und von dieser an die Verteilzentren geliefert. Danach sei jedes Bundesland für die Verteilung zuständig, sagte Claudia Schröder.

Live PK: Corona in Niedersachsen – Keine Impfpflicht für Pflegepersonal

+++ 13.24 Uhr: Die Versorgung mit dem Corona-Impfstoff hänge davon ab, ob die versprochene Lieferung durch die Bundesrepublik auch tatsächlich eintrifft. Die Impfzentren seien auf deutlich mehr Impfungen ausgelegt, als derzeit Impfstoffe vorhanden sind.

+++ 13.21 Uhr: Der Krisenstab bekräftigt noch einmal, dass man klar gegen eine Impfpflicht für das Pflegepersonal sei. Das jetzige Ziel ist es, das Infektionsgeschehen so weit wie möglich zurückzufahren. Die Kontakte müssten deutlich eingeschränkt werden, um das erklärte Ziel zu erreichen. Bei den derzeit greifenden Maßnahmen bestehe noch Handlungsbedarf. Wie lange es den Lockdown noch geben wird, könne man nicht sagen, sondern nur in kleinen Schritten vorangehen und die Situation von Tag zu Tag abwägen. Es komme auf die Corona-Zahlen diese und nächste Woche an.

+++ 13.15 Uhr: Ein Journalist fragt, wie Niedersachsen zu einer Impfpflicht für das Pflegepersonal stehe, wie von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gefordert wird. Ministerpräsident Stephan-Peter Weil, der zitiert wird, ist jedoch strikt dagegen. Eine Impfpflicht würde nur für mehr Misstrauen sorgen. Dabei sei Vertrauen gerade jetzt äußerst wichtig. Der Corona-Krisenstab teilt mit, dass man auf freiwillige Impfungen setze.

Live PK: Corona in Niedersachsen - Krisenstab informiert über Pandemie-Lage

+++ 13.13 Uhr: Man habe die Information des Landkreises Vechta bekommen, dass bei zwei Personen aus Großbritannien die neue Variante des Coronavirus (B117) festgestellt wurde. Direkt nach ihrer Rückkehr hätten sie sich in Quarantäne begeben. Jedoch würden sie und die weiteren Personen in ihrem Haushalt keine Symptome zeigen.

+++ 13.09 Uhr: Bald werden die Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech weitergehen, nachdem es zu Verzögerungen gekommen war. Der Impfstoff wird in eine Kaserne der Bundeswehr nach Quakenbrück geliefert. 6.000 Dosen, die man bei Temperaturen von minus 20 Grad transportieren muss, werde Niedersachsen erhalten. Von dort aus wird der Impfstoff in den Rest der Bundesrepublik geliefert. Ein Vorteil von Moderna sei, dass der Impfstoff nicht aufbereitet werden müsse. Dennoch muss er dort verabreicht werden, wo das Fläschchen auch geöffnet wird. Moderna wird alle zwei Wochen liefern. Ab dem 17. Januar werden die Zweitimpfungen beginnen.

+++ 13.04 Uhr: Der Krisenstab von Niedersachsen spricht von einem „flotten Infektionsgeschehen“. 663 Neuinfektionen wurden am Dienstag in Niersachsen vermeldet. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt derzeit 118,8 und sei damit „viel zu hoch“. 1.461 Patienten mit Covid-19 müssen im Krankenhaus behandelt werden, 293 von ihnen befinden sich auf der Intensivstation, 178 werden beatmet. Zwei Kinder werden zudem intensiv behandelt. Diese Zahlen sollten dazu aufrufen, das Coronavirus einzudämmen und sich an die Maßnahmen zu halten.

+++ 13.01 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

Live: Corona in Niedersachsen - Krisenstab informiert über Pandemie-Lage

Hannover – Wie entwickelt sich die Corona-Pandemie derzeit in Niedersachsen? In einer Pressekonferenz will der Krisenstab der Landesregierung darauf Antworten geben und über das Infektionsgeschehen informieren. Dabei wird auch thematisiert, wie die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen vorankommen. Um 13 Uhr soll die PK beginnen.

Corona in Niedersachsen: Krisenstab informiert in Pressekonferenz über Pandemie-Entwicklung

Ab heute gelten im Landkreis Gifhorn verschärfte Corona-Maßnahmen. Weil die 7-Tage-Inzidenz von 200 überschritten wurde, dürfen die Bürger von 20 Uhr bis 5 Uhr morgens ohne triftigen Grund (z.B. Arbeit; medizinische Notfälle) nicht mehr vor die Tür. Diese Ausgangssperre gilt zunächst bis zum 31. Januar und wird durch eine Allgemeinverfügung festgelegt.

Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung in Niedersachsen, spricht während einer PK über die aktuelle Lage und weitere Entwicklung in Niedersachsen.

Landrat Andreas Ebel teilte am Montag (11.01.2021) mit, dass der Kreis Gifhorn ein Kontaktverbot zu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts plane – voraussichtlich ab Freitag, spätestens ab kommenden Montag, berichtet der „NDR“. Ausgenommen wären beispielsweise pflegebedürftige Personen. Das Kontaktverbot halte man für „wirkungsvoller“ als einen 15-Kilometer-Radius. Zudem sei es deutlich einfacher zu kontrollieren.

Pressekonferenz steht bevor: Krisenstab informiert über Corona in Niedersachsen

Der Landkreis Gifhorn plane zudem eine Corona-Taskforce in Alten- und Pflegeheimen, um die Einhaltung von Hygienevorschriften durchzusetzen. Die Polizei soll die Kontrollen unterstützen.

Die erste Lieferung des neuen Corona-Impfstoffs von Moderna ist am Montag im Zentrallager von Quakenbrück (Landkreis Osnabrück) angekommen. Von dort aus soll die Impfdosen in den Rest der Bundesrepublik ausgeliefert werden. (Lukas Rogalla) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Peter Steffen/dpa

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