Pandemie im Februar 2022

Corona: Start von neuem Impfmittel in Bundesländern - es unterscheidet sich von den bisherigen

Der Impfstoff Novavax wird ab Ende Februar an die Bundesländer ausgeliefert.
+
Der Impfstoff Novavax wird ab Ende Februar an die Bundesländer ausgeliefert. (Symbolbild)

Erste Bundesländer setzen den fünften Corona-Impfstoff ein. Er unterscheidet sich im Vergleich zu den bisher verabreichten Mitteln. Der News-Ticker zur Corona-Pandemie in Deutschland.

  • Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt: RKI meldet am Samstag einen Wert von 1253,3 (Update 26. Februar, 8.11 Uhr).
  • Novavax-Impfstoff wird in Impfzentren angeboten (Update 26. Februar, 19.53 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona*-Pandemie wird fortlaufend aktualisiert.

Update 26. Februar, 19.53 Uhr: In Hamburg, Schleswig-Holstein und im Saarland sind die ersten Dosen des neuen Corona-Impfstoffs von Novavax verabreicht worden. Im Impfzentrum in Saarbrücken waren für den ersten Tag 70 Termine vereinbart, wie Daniel Schappert vom Regionalverband Saarbrücken sagte. Bis zum Nachmittag wurden nach seinen Angaben 50 Impfungen gesetzt. Vier Impfzentren im Saarland hätten bei der Impfung am Samstag mit gemacht, es waren schätzungsweise rund 250 Termine für Erstimpfungen vergeben.

Corona-Impfung: Kampagne mit fünftem Covid-Impfstoff gestartet

In Hamburg teilte die Gesundheitsbehörde mit, dass Novavax ab sofort bei Impfangeboten in der Stadt gespritzt werde - nach Online-Terminvereinbarung oder im Rahmen der offenen Impfaktionen. Zunächst stünden rund 33.000 Impfstoffdosen zur Verfügung. In Schleswig-Holstein waren in den Impfstellen in Kiel, Lübeck, Neumünster, Itzehoe und Prisdorf nach Angaben des Gesundheitsministeriums ebenfalls Impfungen ohne vorherige Anmeldung möglich. In Prisdof war die Nachfrage nach dem Mittel von Novavax nach Angaben eines dpa-Fotografen aber sehr überschaubar.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich dafür ausgesprochen, das Vakzin zunächst vorrangig ungeimpften Beschäftigten im Gesundheitswesen anzubieten. In der Branche greift ab dem 15. März eine einrichtungsbezogene Impflicht. Die rot-grün-gelbe Bundesregierung hofft, dass der Impfstoff des US-Herstellers Novavax* der Impfkampagne in Deutschland Schwung verleiht. Das Mittel wurde als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen - ab einem Alter von 18 Jahren. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff - er basiert auf einer anderen Technologie als die bisher zumeist eingesetzten mRNA-Corona-Präparate.

Corona: Weit mehr als 2200 Patienten mit Infektion auf Intensivstation

Update 26. Februar, 13.04 Uhr: Die Omikron-Welle flaut in Deutschland offenbar ab. Bei der 7-Tage-Inzidenz gibt es in den Bundesländern große Unterschiede. Sachsen-Anhalt weist mit 1.788,7 den höchsten Wert auf, gefolgt von Bayern (1.708,2) und Baden-Württemberg (1.444,2). In Hamburg ist die 7-Tage-Inzidenz mit 583,9 am niedrigsten.

Update 26. Februar, 10.47 Uhr: Auf den Intensivstationen in Deutschland liegen 2.228 Covid-19-Patienten. Davon müssen 1.025 künstlich beatmet werden. Das geht aus den Daten des DIVI-Intensivregisters am Samstag hervor. Die Zahl der Intensivpatienten pendelt seit Ende Januar auf diesem Niveau. Die Altersgruppe der über 60-Jährigen macht dabei den größten Anteil aus. Wie aus den DIVI-Daten hervorgeht, nimmt allerdings die Zahl der Patienten über 80 Jahre seit Anfang Februar deutlich zu (19,7 Prozent).

Corona: Bundesweite Inzidenz sinkt weiter leicht

Update 26. Februar, 8.11 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldet am Samstagmorgen eine 7-Tage-Inzidenz von 1253,3 (Vortag: 1259,5, Vorwoche: 1350,4). In den vergangenen 24 Stunden sind 175.833 Corona-Neuinfektionen registriert worden (Vorwoche: 189.105). Zudem wurden 250 Todesfälle verzeichnet. Das geht aus den Daten des Covid-19-Dashboards hervor.

Die Dunkelziffer bei den Neuinfektionen ist nach Ansicht von Experten hoch. Viele Fälle werden gar nicht erfasst. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Novavax-Impfstoff wird in ersten Impfzentren angeboten

Update 26. Februar, 8 Uhr:  In mindestens drei Bundesländern können sich Menschen ab Samstag mit dem neuen Corona-Impfstoff von Novavax* immunisieren lassen: in Hamburg, Schleswig-Holstein und im Saarland. Angeboten werden soll das Mittel in Impfzentren, vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen. In der Branche greift ab dem 15. März eine einrichtungsbezogene Impflicht.

Corona: Novavax-Start steht kurz bevor - RKI meldet erneut mehr als 200.000 Neuinfektionen

Update 25. Februar, 17.27 Uhr: Der Berliner Senat will bei seiner Sitzung am Dienstag (1. März 2022) die Abschaffung der festen Personenobergrenze für Großveranstaltungen im Innenbereich beschließen. Künftig dürften damit grundsätzlich 60 Prozent der Kapazitäten ausgeschöpft werden, ohne die von Bund und Ländern beschlossene Grenze von maximal 6.000 Menschen, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. Zuvor hatte der rbb darüber berichtet. Eigentlich hatten Bund und Länder am 16. Februar vereinbart, dass bei einer maximalen Auslastung von 60 Prozent die Grenze von 6000 Menschen nicht überschritten werden darf. Die Regelung würde am 4. März in Kraft treten.

Novavax-Impfstoff: Bundeswehrsoldaten bereiten die Auslieferung in Quakenbrück (Niedersachsen) vor.

BKK-Vorstand wendet sich an StiKo aufgrund vieler Arztbesuche zu Nebenwirkungen von Corona-Impfung

Update 25. Februar, 16.54 Uhr: Laut BKK-Vorstand Andreas Schöfbeck kam es zehnmal häufiger zu Nebenwirkungen der Corona-Impfung als bislang vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitgeteilt wurde. Bei seiner Berechnung stützte er sich auf die Daten von zehn Millionen Krankenversicherten in Deutschland. Allein bei den Versicherten der BKK wurden lediglich im Zeitraum von Januar bis September 2021 über 216.000 Fälle behandelt. Dabei sind die späteren Impf- und Booster-Kampagnen noch gar nicht berücksichtigt. Hochgerechnet auf sämtliche bislang Geimpfte in Deutschland bedeutet dies, dass 2,5 bis 3 Millionen Menschen wegen Impfnebenwirkungen einen Arzt aufsuchen mussten. Schöfbeck wandte sich daher in einem dringenden Schreiben an die Ständige Impfkommission sowie die Bundesärztekammer. Darin spricht er von einem „erheblichen Alarmsignal“, das „unbedingt beim weiteren Einsatz der Impfstoffe berücksichtigt werden muss“.

Update vom 25. Februar, 15.30 Uhr: Bayern und Österreich wollen im Kampf gegen Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung enger zusammenarbeiten. Dies vereinbarten Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und sein österreichischer Amtskollege Wolfgang Mückstein (Grüne) am Freitag in Wien. „Ich bin überzeugt, dass wir gegenseitig voneinander viel lernen können. Wir setzen nicht nur auf interdisziplinäre, sondern auf internationale Zusammenarbeit. Ziel ist es, dass die Menschen eine gute Therapie finden - egal ob in Bayern oder Österreich“, sagte Holetschek.

Corona in Deutschland: Impf-Start mit Novavax

Update vom 25. Februar, 14.30 Uhr: Lange wurde der Start des Vakzins des Herstellers Novavax erwartet, nun steht der Impf-Start mit dem Präparat in Deutschland kurz bevor. In mehreren Ländern wie Hamburg oder dem Saarland sind die Impfungen bereits von diesem Samstag an möglich, zum Teil auch ohne Termin, wie die Gesundheitsbehörden beider Länder am Freitag mitteilten. In den meisten anderen Ländern sollen die Novavax-Impfungen in der nächsten Woche beginnen.

Die ersten Lieferungen des Präparats waren am Donnerstag bei der Bundeswehr im niedersächsischen Quakenbrück angekommen, am Freitag begann die Auslieferung an die Länder. Angeboten werden soll das Mittel vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen. Es gibt Hoffnungen, dass es eine Alternative für jene sein könnte, die die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna skeptisch sehen. Der Novavax-Impfstoff basiert auf einem klassischeren Verfahren. Ein Mediziner hatte in dieser Woche den Unterschied zu den bisher genutzten Impfstoffen erklärt.

Das Mittel mit dem Namen Nuvaxovid ist den Angaben zufolge für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission empfehle zwei Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen, hieß es. Das Präparat sei für eine Grundimmunisierung geeignet, aber bisher nicht für Auffrischungsimpfungen zugelassen.

Im ersten Quartal soll Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt rund vier Millionen Dosen von Novavax bekommen. Von April bis Juni sollen dann bis zu 30 Millionen weitere Dosen folgen.

Update vom 25. Februar, 14 Uhr: Gut drei Wochen vor dem Ende der meisten Corona-Schutzauflagen hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor allzu großer Unbeschwertheit gewarnt. „Wir dürfen nicht glauben, die Pandemie ist vorbei“, sagte er am Freitag in Berlin. Deutschland stehe keinesfalls ein „Freedom Day“ bevor, denn dieser Begriff täusche „eine Sicherheit vor, die wir nicht haben“. Lauterbach sprach sich dafür aus, auch nach dem Auslaufen der derzeitigen Regeln am 20. März effektive Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Alle Details zur Corona-PK finden Sie hier.

Corona in Deutschland: RKI meldet aktuelle Zahlen

Update vom 25. Februar, 10 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1259,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1265,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1371,7 (Vormonat: 894,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 210 743 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 220 048 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 226 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle. Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 6,27 an (Mittwoch mit 6,34). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Corona in Deutschland: RKI veröffentlicht wöchentlichen Bericht

Update vom 24. Februar, 19 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht am Abend seinen wöchentlichen Bericht zur aktuellen Corona-Lage. Trotz weiterhin hoher Infektionszahlen schreiben die Wissenschaftler: „Der Scheitelpunkt der fünften Welle der COVID-19-Pandemie scheint überschritten.“ Insgesamt seien bundesweit zehn Prozent weniger Corona-Fälle an das Institut übermittelt worden, wie in der Vorwoche. Nur in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen verzeichnet das RKI weiterhin steigende Fallzahlen.

Sorgenvoll äußern sich die RKI-Experten mit Blick auf die steigende Sieben-Tage-Inzidenz der Gruppe der Personen im Alter von 70 Jahren und älter und in Alten- und Pflegeheimen und medizinischen Behandlungseinrichtungen. Die Auslastung der Bettenkapazität auf den Intensivstationen bleibt dagegen mit 2.398 Personen mit COVID-19-Diagnose nahezu unverändert.

Der Anteil des Omikron-Subtyps BA.2 an den Infektionen steigt auf 24 Prozent, Subtyp BA.1 beherrscht mit 75 Prozent weiterhin das Infektionsgeschehen. Bei Menschen mit hoher Immunität, also Impfung oder bereits durchgemachter Erkrankung seien keine Unterschiede im Schweregrad der Erkrankungen zwischen den beiden Typen zu erkennen. Aber im Bericht heißt es auch: „Aufgrund der leichteren Übertragbarkeit der Omikron-Sublinie BA.2 kann eine deutlich langsamere Abnahme oder erneute Zunahme der Fallzahlen nicht ausgeschlossen werden.“

Corona-Impfung: Erste Novavax-Lieferung in Deutschland angekommen

Update vom 24. Februar, 17.26 Uhr: Der bundesweite Start mit Impfungen des Corona-Vakzins Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax rückt näher. Die erste Lieferung mit 1,4 Millionen angekündigten Dosen ist heute bei der Bundeswehr im niedersächsischen Quakenbrück eingetroffen. Dem Gesundheitsministerium zufolge, soll das Vakzin schon morgen an die Länder ausgeliefert oder von ihnen selbst abgeholt werden. Zunächst solle der Impfstoff nur an die Länder, nicht an Arztpraxen, gehen.

Das Mittel von Novavax soll zudem zunächst für Beschäftigte im Gesundheitswesen reserviert werden, da in diesem Bereichen ab Mitte März die Impfpflicht gilt. Aufgrund der klassischen Technologie auf der Nuvaxovid basiert, besteht die Hoffnung diejenigen zu erreichen, die sich bisher skeptisch gegenüber mRNA-Impfstoffen gezeigt haben. In einigen Bundesländern konnten bereits Termin-Reservierungen für die Impfung mit Nuvaxovid gemacht werden.

Corona-Impfung: Behörde empfiehlt Booster für Kinder ab zwölf Jahren

Update vom 24. Februar, 17.05 Uhr: Die Arzneimittelbehörde der EU (EMA) empfiehlt nun die Corona-Auffrischungsimpfung auch für Kinder ab zwölf Jahren. Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland hatte diese Empfehlung bereits Mitte Januar herausgegeben, aufgrund der damals stark ansteigenden Corona-Neuinfektionen. Nun bestätigt die EMA diese Empfehlung: Eine Booster-Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer sei auch für Kinder ab zwölf Jahren „angemessen“.

Zu vorangegangen Impfungen soll ein Abstand von mindestens drei Monaten eingehalten werden.

Corona-Lockerungen in Dänemark und Großbritannien

Update vom 24. Februar, 16.10 Uhr: Dänemark und Großbritannien heben fast alle Corona-Maßnahmen auf. Gesundheitsminister Lauterbach lässt keinen Vergleich mit Deutschland gelten.

Update vom 24. Februar, 15.25 Uhr: Die Corona-Inzidenz sinkt. Omikron-Varianten führen oft zu milderen Infektionen. Doch jede Woche sterben Hunderte an Corona. Intensivmediziner Uwe Janssens spricht von einer unklaren Lage.

Corona-Proteste: Strafbefehle bei Tragen von Judenstern mit „Ungeimpft“-Aufschrift

Update vom 24. Februar, 13 Uhr: Die Polizei schreitet inzwischen vielerorts ein, wenn Teilnehmer von Corona-Protesten den sogenannten Judenstern mit der Aufschrift „Ungeimpft“ tragen. Das hat eine Umfrage des Mediendienstes Integration in den Bundesländern ergeben, deren Ergebnisse am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurden. Zudem werde bei einem Zeigen dieses Symbols mittlerweile in fast allen Bundesländern mindestens von einem Anfangsverdacht der Holocaust-Verharmlosung ausgegangen, stellte der Mediendienst bei seiner Recherche fest.

In Baden-Württemberg gibt es demnach bereits vier Strafbefehle von Amtsgerichten zum öffentlichen Tragen des „Ungeimpft“-Sterns und zum Verbreiten des Ausdrucks „Impfung macht frei“. Den zynischen Schriftzug „Arbeit macht frei“ hatten die Nationalsozialisten einst an den Toren mehrerer Konzentrationslager angebracht. Bundesweit laufen den Angaben zufolge bereits mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren, weil Gegner der Corona-Maßnahmen im Internet oder bei Kundgebungen Symbole verwendet haben, die aus der Zeit der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten stammen.

Allein in Brandenburg sind demnach aktuell fünf Verfahren anhängig, in Hamburg drei. In Sachsen wurden den Angaben zufolge zwischen Juni und Dezember 2021 drei Ermittlungsverfahren wegen „Ungeimpft“-Sternen eingeleitet. In einigen Verfahren gab es bereits Gerichtsurteile.

Update vom 24. Februar 2022, 12.40 Uhr: Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiterhin vor allem mit Auffrischimpfungen voran. Am Mittwoch wurden insgesamt 148.000 Impfungen gemacht, davon 104.000 als „Booster“, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag hervorgeht. Den Grundschutz mit der dafür meist nötigen zweiten Spritze haben demnach nun mindestens 62,6 Millionen Menschen oder 75,3 Prozent aller Einwohner. Eine zusätzliche Auffrischimpfungen haben mindestens 47,1 Millionen Geimpfte oder 56,6 Prozent der Bevölkerung erhalten.

Corona: Omikron-Subtyp breitet sich weiter aus - Stiko-Vorsitzender mit beunruhigender Befürchtung

Berlin - Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich seit einigen Tagen merklich, immer öfter meldet das Robert Koch-Institut eine sinkende Sieben-Tage-Inzidenz. Doch noch immer meldet das RKI täglich mehr als 200.000 Neuinfektionen. Insgesamt wurden mittlerweile in Deutschland mehr als 14 Millionen Infektionen registriert, die Dunkelziffer dürfte jedoch um ein Vielfaches höher liegen.

Corona: Mehr als 14 Millionen Infektionen in Deutschland registriert

Wie das Robert Koch-Institut am Donnerstagmorgen berichtet, haben die Gesundheitsämter in Deutschland im Rahmen der Corona-Pandemie insgesamt 14.188.269 Infektionen gemeldet. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte deutlich höher liegen, da viele nicht erkannt werden. Weil sich einige Menschen mehrfach ansteckten, lässt sich aus dieser Zahl nicht ermitteln, wie viele Menschen das Virus nachweislich schon in sich trugen.

Auch am Donnerstag meldet das RKI eine bundesweit sinkende Sieben-Tage-Inzidenz. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen* pro 100.000 Einwohner und Woche mit 1265,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1306,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1385,1 (Vormonat: 840,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 216.322 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 235.626 Ansteckungen.

Corona: RKI geht von hohen Dunkelziffern aus

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 243 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 261 Todesfälle. Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 6,34 (Dienstag 6,21) an. Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Stiko-Chef Mertens: Omikron-Subtyp BA.2 „könnte beunruhigend werden“

Verantwortlich für die hohen Corona-Zahlen ist unter anderem die Corona-Mutation Omikron. Für schwerere Verläufe soll die Mutante in den meisten Fällen jedoch nicht sorgen. Seit einiger Zeit beschert nun jedoch der Subtyp BA.2 vielen Experten Kopfzerbrechen. Der Omikron-Subtyp BA.2 des Coronavirus könnte auch nach Ansicht des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko) „beunruhigend werden“. „Ob und wie sehr, wissen wir noch nicht“, sagte Thomas Mertens der Schwäbischen Zeitung. Daten aus Laboren und der Infektionsüberwachung zufolge werde BA.2 aber leichter übertragen. Zudem wiesen Experimente mit infizierten Tieren darauf hin, dass Antikörper gegen die hierzulande hauptsächlich verbreitete Untervariante BA.1 den Subtyp BA.2 „weniger gut neutralisieren“.

Zur Frage, ob Subtyp BA.2 Menschen stärker erkranken lässt als BA.1, gebe es noch keine eindeutigen klinischen Daten, sagte Mertens. „Im ungünstigsten Fall“ könne es sein, „dass BA.2 zu einem erneuten Anstieg, einer Verlängerung der aktuellen Infektionswelle und wieder mehr Erkrankungen führt“.

Siebenfache Mordanklage nach Bluttat bei US-Parade
Welt

Siebenfache Mordanklage nach Bluttat bei US-Parade

Nachdem ein Schütze in den USA in eine Menschenmenge geschossen hat, werden die Rufe nach einem Verbot von Sturmgewehren lauter. Der 21-jährige mutmaßliche Tätet wird …
Siebenfache Mordanklage nach Bluttat bei US-Parade
Aktenzeichen XY...Vermisst: Yolanda (23) wollte in Möbelhaus - seit über zwei Jahren verschwunden
Welt

Aktenzeichen XY...Vermisst: Yolanda (23) wollte in Möbelhaus - seit über zwei Jahren verschwunden

Yolanda K. aus Leipzig ist seit dem 25. September 2019 vermisst. In der ZDF-Sondersendung „Aktenzeichen XY...Vermisst“ greift Rudi Cerne den Vermisstenfall wieder auf.
Aktenzeichen XY...Vermisst: Yolanda (23) wollte in Möbelhaus - seit über zwei Jahren verschwunden
Scarlett S.: Polizei bekommt Hinweise dank „Aktenzeichen XY ... ungelöst“
Welt

Scarlett S.: Polizei bekommt Hinweise dank „Aktenzeichen XY ... ungelöst“

Der Fall der vermissten Wanderin Scarlett S. ist noch immer ungelöst. Dank der Sondersendung „Aktenzeichen XY… Vermisst“ hat die Polizei nun neue Hinweise zum Auswerten.
Scarlett S.: Polizei bekommt Hinweise dank „Aktenzeichen XY ... ungelöst“

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.