News-Ticker

Corona in Berlin: Schüler-Demo gegen Abi-Ausfall - neue Todesfälle am Karfreitag

Das Coronavirus schränkt das Leben der Berliner ein. In der Hauptstadt steigt die Zahl der Todesopfer und Corona-Infizierten weiter an. Alle News im Überblick finden Sie hier.

Update 10. April: Mittlerweile wurden 4446 Menschen aus Berlin positiv auf das Coronavirus getestet. Das ist ein leichter Anstieg von 89 Fällen im Vergleich zum Gründonnerstag. Vier weitere Personen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Toten beläuft sich nun auf 46. Derweil gelten aber auch 2569 Menschen wieder als geheilt.

Corona in Berlin: Schüler protestieren gegen Senatorin - weil das Abi ausfallen soll

Update vom 8. April, 16.38 Uhr: Der Streit ums Abitur spitzt sich in Berlin immer mehr zu. Nun geht der Landesschülerausschuss wegen der nach Ostern anstehenden Prüfungen auf die Barrikaden. Sie sollten angesichts der Corona-Krise in diesem Jahr ausfallen, forderte Landesschülersprecher Miguel Góngora am Mittwoch. Das gelte nicht nur für das Abitur, sondern etwa auch für den Mittleren Schulabschluss (MSA). 

Ende März hatte sich die Kultusministerkonferenz (KMK) dafür ausgesprochen, die Schulabschlussprüfungen stattfinden zu lassen. Berlin hatte sich dieser Position angeschlossen. Der Landesschülerausschuss hat nun dazu aufgerufen, bei Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) dagegen zu protestieren. Jedoch lehnt der Schülerausschuss Kundgebungen wegen der Gesundheitsgefahren ab. Die Verantwortlichen wollen sich stattdessen eines anderen Mittels bedienen: Der Ausschuss ruft dazu auf, „Senatorin Scheeres mit Mails zu bombardieren“, wie es in einer Mitteilung von Mittwoch hieß. 

Corona in Berlin: Protest des Landesschülerausschuss stößt auf Kritik

Tom Erdmann, der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW in Berlin, sieht die Abiturprüfungen ebenfalls kritisch. Seiner Einschätzung nach ist die Senatorin aber die falsche Adressatin für Protestschreiben, die besser an die KMK gehen sollten. Denn wenn Berlin sich nicht an eine bundeseinheitliche Regelung halte und die Abiprüfungen einfach streiche, werde das Abitur in anderen Bundesländern möglicherweise nicht anerkannt, fürchtet er. 

„Ein

Alleingang Berlins würde die Zukunftschancen eines ganzen Abiturjahrgangs einschränken

“, warnte auch Beate Stoffers, Staatssekretärin in der Bildungsverwaltung. Die Gesundheit der Schüler und Lehrkräfte habe selbstverständlich Priorität. Doch wenn es - wie nach der derzeit geltenden Verordnung - rechtlich möglich sei, die Abschlussprüfungen durchzuführen, dann werde es sie auch geben, kündigte die Staatssekretärin an. Sie betonte weiter, wie wichtig die gemeinsame Abstimmung mit den anderen Bundesländern sei.  

Wie geht es in Deutschland weiter in der Corona-Krise? Jens Spahn und das RKI geben am Donnerstag ein Corona-Update.*

Update vom 7. April, 15.36 Uhr: Berlin will wegen der Corona-Krise in diesem Jahr insgesamt drei Milliarden Euro mehr ausgeben, als bislang geplant. Der größte Anteil von insgesamt 2,6 Milliarden Euro soll dabei für Wirtschaftshilfen aufgewendet werden, teilte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Dienstag nach dem Senatsbeschluss mit. 

Corona in Berlin: Bis Montagabend 3862 registrierte Corona-Infektionen und 28 Todesfälle

Bis Montagabend sind in der Hauptstadt 3862 Personen mit einer Corona-Infektion registriert worden, berichtet die Online-Ausgabe der Berliner Morgenpost unter Berufung auf die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Montagabend. Außerdem seien bislang 28 Personen infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Aktuell werden zudem 527 Corona-Patienten in Berliner Krankenhäusern isoliert und behandelt, 133 davon auf der Intesivstation

Die Berliner Polizei hat bei ihren täglichen Corona-Kontrollen am Montag sowie in der Nacht zum Dienstag 227 Personen und 24 Objekte überprüft. Dabei kam es zu sieben Straf- und 86 Ordnungswidrigkeiten, teilte die Polizei mit. 

Update vom 6. April, 18.34 Uhr: Während die Zahl infizierter Personen deutschlandweit weiter ansteigt, vermeldet auch Berlin immer häufiger Hiobsbotschaften. Wie nun Bild unter Berfung auf die Geschäftsführerin des Diakoniewerks Simeon berichtet, verstarb nach zwei Bewohnern eines Berliner Pflegeheims nun auch ein ehrenamtlicher Helfer. 

Bei dem Verstorbenen soll es sich um einen Mann im Alter von über 80 Jahre handeln. In dem Pflegeheim wurden bereits nachweislich 16 Bewohner und vier Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet. 

Corona in Berlin: Baldige Lockerung der Schutzmaßnahmen? „Können nicht endlos ...“

Update vom 6. April, 12 Uhr: Im Streit um die in Thailand verschwundenen Schutzmasken hat Berlins Innensenator Andreas Geisel erneut die USA kritisiert. „Fakt ist, wir haben eine entsprechende Lieferung bestellt, (...), wir haben diese Lieferung auch bezahlt“, sagte der SPD-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die 200.000 Schutzmasken seien auf dem Weg nach Berlin gewesen. „Unabhängig davon, ob sie (...) konfisziert worden sind, ob sie storniert wurden und dann in die USA umgeleitet worden sind, oder ob jemand mit dem Geldkoffer gekommen ist und es in die USA umgeleitet hat: Unsere Schutzmasken sind in den USA gelandet. Und das ist nicht in Ordnung.“ Verträge müssten eingehalten werden, forderte Geisel.

Eine für die Berliner Polizei bestimmte Lieferung von Schutzmasken war auf dem Flughafen der thailändischen Hauptstadt Bangkok verschwunden. Geisel hatte am Freitag zunächst mitgeteilt, die Masken seien auf Betreiben der USA „konfisziert“ worden. Er hatte von einem „Akt moderner Piraterie“ gesprochen.

Am Wochenende wurden immer mehr Einmalhandschuhe auf dem Boden gefunden - warum die gar nicht gut sind, twitterte jetzt ein Arzt.

Corona in Berlin: Stufenweise Lockerung „im Laufe des Mai“

Im Interview mit dem ZDF-„Morgenmagazin“ verteidigte Geisel außerdem die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus. „Es ist nach wie vor so, dass die Infektionsgeschwindigkeit zu groß ist.“ Der Berliner Senat gehe aber verantwortungsvoll mit den Einschränkungen um und werde sie alle zwei Wochen überprüfen. „Wir können nicht endlos diese Situation fortsetzen“, sagte der SPD-Politiker. Er erwarte daher eine stufenweise Lockerung „im Laufe des Mai.“ Klar sei aber auch, dass wir „nicht weitermachen können, wie wir im Februar aufgehört haben“. Was damit gemeint sein könnte, machte auch eine Youtuberin deutlich: Sie rechnete verschiedene Szenarien durch und kam auf ein klares Fazit.

Indes steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Nordrhein-Westfalen. Ein Virologe sprach eine eindringliche Warnung aus.  Indes überholte Spanien Italien bei der Zahl der Infizierten. Dennoch gibt es Hoffnung. Deutschland hat unterdessen mehr als 100.000 Infizierte.

Corona in Berlin: 300 Menschen versammeln sich vor Moschee - weil Neuköllner Verein ein elementares Detail vergisst

Update vom 6. April, 9.30 Uhr: Trotz des aufgrund der Corona-Pandemie beschlossenen Kontaktverbots haben sich am Freitag vor einer Moschee in Berlin Polizeiangaben zufolge rund 300 Menschen versammelt. 

Die Menschen folgten einem Gebetsaufruf des Vereins „Neuköllner Begegungsstätte“ (NBS), wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Der Moschee-Verein hatte im Vorfeld auf Facebook verkündet, regelmäßig ein islamisches Gebet gleichzeitig mit dem Glockenläuten der christlichen Gemeinde über Lautsprecher zu übertragen. So wolle man gemeinsam „ein Zeichen des Zusammenhalts in der Corona-Krise“ setzen - ein Punkt war jedoch nichts extra in der Meldung versehen. So wurde nicht darauf hingewiesen, dass niemand vor Ort erscheinen soll und der Aufruf lockte schließlich 300 Menschen vor die Moschee. 

Dem Imam, dem Ordnungsamt und den Polizisten sei es nur zum Teil gelungen, die Menschen dazu zu bewegen, den vorgeschriebenen Abstand zu halten, wie die Polizei am Freitagabend twitterte. „Das Gebet wurde im Einvernehmen mit dem Imam vorzeitig beendet“, hieß es. Die Verantwortlichen der Moschee sicherten der Polizei überdies zu, über die sozialen Medien nochmals darauf hinzuweisen, dass Gebetsrufen nicht durch persönliches Erscheinen gefolgt werden müsse und, dass die Rufe bei erneuten Menschenansammlungen sofort beendet werden.

Corona in Berlin: Ehrenamtlicher Helfer stirbt an Covid-19

Indes spitzt sich die Lage in einem Berliner Pflegeheim weitgehend zu. Nach dem Tod zweier Bewohner durch Covid-19 ist auch ein ehrenamtlicher Helfer nach einer Infektion mit dem Sars-CoV-2 gestorben. Dies teilte die Geschäftsführerin des DIakoniewerks Simeon am Sonntag auf Anfrage von bz-berlin.de mit. Der Mann hatte Vorerkrankungen und sei über 80 Jahre alt gewesen. In dem Pflegeheim sind bislang 20 Menschen infiziert.  

Kanzlerin Angela Merkel berät nun mit dem Krisen-Kabinett über weitere

Corona-Maßnahmen in Deutschland.*

 

Im Kampf gegen die Verbreitung von Fake News in der Corona-Krise setzt Whatsapp jetzt auf ein Funktions-Update.

Update vom 5. April, 11.21 Uhr: In Berlin ist am Wochenende eine große Lieferung dringend benötigter Schutzmasken aus China eingetroffen. „Inzwischen sind zwei Millionen Atemschutzmasken und 300.000 Schutzkittel in Berlin angekommen“, schrieb der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstagabend beim Kurzbotschaftendienst Twitter. 

Außerdem sagte eine Sprecherin des Senats dem Spiegel, dass die Bundeswehr die Lieferung vom Flughafen Leipzig/Halle abgeholt und in die Hauptstadt gebracht habe. Nun sei die Ausrüstung schon in Berlin eingelagert worden und solle ab Montag an Krankenhäuser, Polizei, Pflegeheime und weitere Einrichtungen verteilt werden. An die Bevölkerung solle die Lieferung nicht verkauft oder verteilt werden. 

Zuvor sorgte ein vermutlicher Schutzmasken-Klau im Berliner Senat für Wirbel. Laut Angaben der Institution war eine geplante Lieferung von 200.000 Schutzmasken der Kategorie FFP-2 für Berlin in Bangkok abgefangen worden. Am Freitag hatte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) den USA dann vorgeworfen, die Ausrüstung konfisziert zu haben. Diesen Vorwurf wollte der Senat am Wochenende aber nicht mehr wiederholen.  Österreich hat sie schon, die Maskenpflicht. Aber kommt sie auch in Deutschland?*

Corona in Berlin: Senatorin will Bundeswehr für Schutzmasken-Transport einsetzen

Update vom 4. April, 20.46 Uhr: Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) will die Bundeswehr zum Transport von Schutzmasken von China nach Deutschland einsetzen. Sie habe ein entsprechendes Amtshilfeersuchen gestellt, sagte Kalayci der „Berliner Morgenpost“ (Sonntagausgabe). „Wir beschaffen gerade neue Masken und erwarten eine Lieferung aus China“, sagte sie. „Das Problem ist, dass wir diese nicht nach Berlin transportiert bekommen.“ Sie appellierte an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), dem Ersuchen zuzustimmen. „Die Bundeswehr müsste den Transport übernehmen - und die Schutzkleidung nach Berlin ausfliegen.“

Derzeit wartet Berlin auf 400.000 Schutzmasken aus Asien. Doch eine erste Charge von 200.000 Masken ist nach Senatsangaben auf dem Flughafen der thailändischen Hauptstadt Bangkok verschwunden. Der Grund war am Samstag unbekannt, der Senat forsche nach, hieß es. Die Masken waren für die Berliner Polizei bestimmt.

Corona in Berlin: Polizei löst nicht genehmigte Demonstration auf

Update um 20.28 Uhr: Wie dieBerliner Polizei via Twitter berichtet, hatten sich am Samstagnachmittag etwa 40 Personen am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte eingefunden, um gegen eine von ihnen befürchtete Einschränkung von Grundrechten in der Corona-Krise zu demonstrieren. 

Nach persönlichen Ansprachen der Polizei verließen einige der Demonstranten den Platz, andere seien jedoch nicht einsichtig gewesen. Personen, die den Platz nicht verließen, wurden kurzzeitig festgesetzt, wie die Polizei mitteilte. Zwei Menschen hätten Widerstand geleistet, ein Beamter sei dabei verletzt worden. 

Eine nicht genehmigte Demonstration in Berlin-Mitte wurde am Samstagnachmittag von der Polizei aufgelöst.

Update um 17.25 Uhr: In Berlin registriert die Polizei zahlreiche Verstöße gegen die aktuell geltenden Verordnungen des Senats zur Eindämmung des Coronavirus*. Innerhalb von 24 Stunden wurden bis zum Samstagmorgen bei Kontrollen in der Hauptstadt 79 Ordnungswidrigkeiten und 30 Strafanzeigen festgestellt. „Es war die gesamte Bandbreite dabei“, stellte eine Sprecherin fest.

Corona in Berlin: Etliche Verstöße gegen Corona-Auflagen

Aufgrund des sonnigen Wetters waren viele Berliner in den zahlreichen Parks der Metropole unterwegs - in den meisten Fällen mit ausreichend Sicherheitsabstand. Die Berliner Polizei wird bei ihren Einsätzen teilweise von Helikoptern unterstützt. Trotzdem bildeten sich vor Bäckereien wie auch Baumärkten lange Warteschlangen. Seit dem 23. März gilt ein Kontaktverbot, das bis zum 19. April verlängert wurde.

Unterdessen gibt es Zweifel an den RKI-Todeszahlen. Gibt es in Wahrheit viel weniger Corona-Tote in Deutschland?

Corona in Berlin: Lieferung von 200.000 Schutzmasken verschwunden

Update um 14.12 Uhr: Der Berliner Senat bemüht sich aktuell mit Hochdruck um Aufklärung, was genau mit einer aus Asien stammenden Lieferung von 200.000 Schutzmasken geschehen ist, die nie in der Hauptstadt ankam. „Wir sind dabei, die Details zu klären“, teilte ein Sprecher der Innenverwaltung am Samstag mit. 

Derzeit lägen noch keine Informationen vor, was genau auf dem Flughafen der thailändischen Hauptstadt Bangkok passiert sei. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte am Freitag mitgeteilt, dass die für die Berliner Polizei bestimmten Masken in Bangkok auf Betreiben der USA konfisziert worden seien. Er warf der US-Regierung deshalb einen „Akt moderner Piraterie“ vor. 

Neueste Entwicklungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Coronavirus lesen Sie hier.

Corona in Berlin: 300 Personen versammeln sich trotz Kontaktverbot vor Moschee 

Update um 12.18 Uhr: In Berlin kam es am Freitag zu einem erheblichen Verstoß gegen das dort geltende Kontaktverbot. Etwa 300 Muslime versammelten sich in der Bundeshauptstadt zum Gebet. Die Polizei musste schließlich einschreiten

Update vom 4. April, 8.42 Uhr: Am Vortag wurde bekannt, dass offenbar eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken für die Berliner Polizei von den USA in Bangkok konfisziert wurde. Nun hat der US-Konzern 3M mitgeteilt, keine Hinweise zu diesem Vorfall zu haben. „3M hat keine Beweise, die darauf hindeuten, dass 3M-Produkte beschlagnahmt worden sind“, hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend (Ortszeit) in einer Mitteilung des Konzerns. Und weiter: „3M hat keine Unterlagen über eine Bestellung von Atemschutzmasken aus China für die Berliner Polizei.“

Laut einem Bericht von t-online.de dementierte auch das Weiße Haus entsprechende Vorwürfe, die Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erhoben hatte. Er hatte den Vorfall als einen „Akt moderner Piraterie“ bezeichnet. Informationen des Berliner Tagesspiegels zufolge wurden die Masken von der Berliner Polizei beim US-Hersteller 3M bestellt. 

Corona in Berlin: Schutzmasken-Lieferung für die Berliner Polizei wurde „umgeleitet“

Weiter berichtete die Zeitung, dass die bestellten Schutzmasken in einem 3M-Werk des Unternehmens in China produziert wurden. Daraufhin hätte die Ware auf dem Flughafen in Bangkok umgeladen und per Luftfracht nach Deutschland geflogen werden sollen. Doch stattdessen sei die Lieferung von Bangkok in die USA gebracht worden. Unter Berufung auf die Berliner Polizei berichtete auch der rbb, die Lieferung sei in die USA „umgeleitet“ worden.

Update vom 3. April, 20.05 Uhr: Die renommierte Berliner Charité-Klinik will ab kommender Woche beginnen, sämtliche Mitarbeiter auf das Coronavirus* zu testen. So sollen unerkannte Infektionen beim Personal erkannt werden, wie Vorstand Ulrich Frei am Freitag mitteilte. Die hohen Infektionszahlen bei Klinikpersonal in vielen stark betroffenen Ländern wie Spanien seien „ein Punkt, der mir Sorgen macht“. Frei schwieg über die aktuelle Zahl der infizierten Mitarbeiter der Charité.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag sind bereits 2300 Infektionen bei medizinischen Mitarbeitern in Kliniken und Arztpraxen festgestellt worden. Unterdessen ist auch in der bayerischen Landeshauptstadt München ein neuer Schritt gegen das Coronavirus geplant: Die Stadt wird zum Zentrum für Deutschlands größte Corona-Studie*.

Lesen Sie auch: Der deutsche Virologe Professor Drosten äußerte sich über eine Corona-App und ein mögliches Medikament.

Corona in Berlin: USA konfisziert Berliner Masken in Thailand - „Moderne Piraterie“

Update vom 3. April, 16.30 Uhr:  Berlin muss in der Corona-Krise auf eine dringend benötigte Lieferung von 200.000 medizinischen Schutzmasken verzichten Grund: Die USA haben die Ware in Bangkok konfisziert, wie Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag mitteilte. Die Masken der Klasse FFP-2, die vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen können, waren nach seinen Angaben für die Polizei der Hauptstadt bestimmt. Berlin habe sie bei einem US-Unternehmen bestellt und bezahlt. Nach Recherchen des „Tagesspiegel“ wurden sie in China hergestellt, offizielle Angaben dazu lagen nicht vor.

Geisel kritisierte das Vorgehen der USA scharf. „Wir betrachten das als Akt moderner Piraterie“, erklärte er. „So geht man mit transatlantischen Partnern nicht um. Auch in globalen Krisenzeiten sollten keine Wildwest-Methoden herrschen.“ Die Bundesregierung müsse bei den USA auf die Einhaltung internationaler Regeln dringen.

Corona in Berlin: USA soll Berliner Masken-Lieferung abgefangen haben

Update vom 3. April, 14.03 Uhr:  Atemschutzmasken sind aufgrund der Corona-Krise so gefragt wie selten. Wie auch viele andere Ländern hat Berlin in China Atemschutzmasken des Types FFP2 und FFP3 bestellt, wie der Tagesspiegel berichtet. Doch genau diese Lieferung soll nun von den USA abgefangen und in die Vereinigten Staaten umgeleitet worden sein. Dies will der Tagesspiel aus Berliner Sicherheitskreisen erfahren haben. Bei dem Hersteller der Masken, soll es sich um eine US-amerikanische Firma mit Produktionssitz in China handeln. 

Doch dies ist nicht der erste Fall. Bereits am Donnerstag haben französische Politiker schwere Vorwürfe gegen die USA erhoben. Renaud Muselier, Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, sagte dem Fernsehsender BFMTV am Donnerstag, dass für Frankreich bestimmte Maskenlieferungen von einem anderen Land auf dem Rollfeld chinesischer Flughäfen gekauft worden seien. Auf Nachfrage bestätigte Muselier, dass es sich dabei um die USA gehandelt habe.

Auch in Bayern steigt die Zahl der Corona-Fälle, die in Bayerns Krankenhäusern aufschlagen. Sowohl in den Intensivstationen als auch insgesamt. Nun warnt Siegfried Hasenbein, der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) vor einem Mangel an Schutzausrüstung*. In Nordrhein-Westfalen will ein Virologe der Dunkelziffer* auf die Spur kommen.

Corona in Berlin: Innensenator mit drastischer Vorhersage - „wird uns das ganze Jahr über begleiten“

Update vom 3. April, 12.17 Uhr: Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) geht davon aus, dass noch das ganze Jahr mit Einschränkungen durch die Corona-Krise zu rechnen ist. Zwar sei eine Lockerung des sogenannten Lockdowns im April oder Mai möglich, sagte er am Freitag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. "Aber die Beschränkungen, Abstandsregelungen, die Veränderung unserer Lebensgewohnheiten - ich fürchte, das wird uns das ganze Jahr über begleiten."

Man wisse, so Geisel, dass dieser Lockdown nicht endlos zu verlängern sei. „Es wäre jedoch nicht seriös, zu sagen, am 19. April ist alles zu Ende“, so Geisel und weiter, „Mitte April ist eine seriöse Beurteilung der Zahlen möglich.“ Er erinnerte daran, dass es darum gehe, "die Infektionsgeschwindigkeit so zu verringern, dass wir das Gesundheitssystem nicht überlasten und Zustände wie in Spanien oder Italien verhindern."

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darüber verständigt, die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen vorerst mindestens bis zum Ende der Osterferien am 19. April zu verlängern. Am Dienstag nach Ostern wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder die Lage neu bewerten.

Unterdessen verkündete der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister einen neuen Plan und schlug wegen Schutzmaterialien Alarm.

Corona in Berlin: Drastische Bußgelder, Kontaktverbot verlängert

Update vom 3. April, 9.50 Uhr: Die Menschen in Berlin müssen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus auch in den kommenden zwei Wochen mit deutlichen Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit leben. Der Senat verlängerte das seit 23. März geltende sogenannte Kontaktverbot am Donnerstag wie angekündigt bis zum 19. April, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Zunächst war die Verordnung bis zu diesem Sonntag befristet.

Um Verstöße gegen die Regeln besser ahnden zu können, beschloss der Senat zudem einen Bußgeldkatalog. Zwar waren Bußgelder etwa nach dem Infektionsschutzgesetz auch jetzt schon möglich, nunmehr wurden Details aber präziser gefasst.

Corona in Berlin: Bis zu 10.000 Euro Bußgeld möglich

Wer gegen die Ausgangsbeschränkungen verstößt, muss nach dem neuen Bußgeldkatalog bis zu 500 Euro zahlen. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstagabend nach dem Beschluss im Senat mit. Demnach werden 25 bis 500 Euro Bußgeld fällig, wenn sich Menschen in Gruppen von mehr als zwei Personen zusammenstellen und sich womöglich den Aufforderungen der Polizei widersetzen. „Wer seine Wohnung ohne triftigen Grund verlässt, muss zwischen 10 und 100 Euro an Bußgeld bezahlen“, erläuterte Müller.

Auch hält der neue Bußgeldkatalog zu den Corona-Regelungen Bußgelder für Unternehmen fest, wie Berlin.de berichtet. Demnach könnte die verbotene Öffnung von Geschäften mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Des Weiteren könne die Nicht-Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu Bußgeldern bis zu 2.500 Euro führen. 

Unterdessen sorgt eine Statistik in Bayern für Hoffnung, wie Merkur.de berichtet. Markus Söder, der in Umfragen aktuell auf Rekordwerte kommt, erklärt in einer Pressekonferenz, wie es weitergeht. 

Corona in Berlin: Zahl der Neu-Infektionen steigt rasant

Update vom 2. April, 13.45 Uhr: In Berlin sind bislang 2.993 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. 17 Menschen sind an den Folgen einer Infizierung mit dem Coronavirus gestorben.

Wie die Berliner Morgenpost berichtete, bat Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) weiterhin um die Geduld der Berliner. „Es werden noch harte Wochen auf uns zukommen“, sagte er. „Ich appelliere an alle Berlinerinnen und Berliner, die Ausgangsbeschränkungen ernst zu nehmen.“ Dazu zähle auch, auf Verwandtenbesuche zu verzichten. Wie schnell die Lage eskalieren könne, habe man schließlich in den Nachbarländern gesehen. 

Die Berliner Linksfraktion erwägt außerdem Neuerungen in Bezug auf das schwer von der Corona-Krise geschädigte Taxigewerbe. So werde darüber nachgedacht, Berlins Taxis als kostenlosen Shuttleservice für systemrelevante Berufe einzusetzen.  „Wir brauchen eine flächendeckende Lösung für das Gesundheitspersonal, aber auch andere systemrelevante Berufe“, so der verkehrspolitische Sprecher Kristian Ronneburg. 

Unterdessen spitzt sich die Corona-Lage in Sachsen weiter zu. Die Zahl der Todesfälle steigt. Auch ein Italienischer Covid-19-Patient ist verstorben. 

Coronavirus in Berlin: Bezirksbürgermeister infiziert sich absichtlich

Update, 20.04 Uhr: Stephan von Dassel - Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte hat sich absichtlich bei seiner Freundin mit dem Coronavirus anstecken lassen (s.u.). Der Grünen-Politiker fordert jetzt eine Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und Supermärkte, berichtet der Tagesspiegel.  

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel hat sich absichtlich mit Corona infiziert.

Corona in Berlin: Parks und Grünflächen am Wochenende dicht? 

Das Frühlingswetter am Wochenende dagegen ruft die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf den Plan und appelliert an die Vernunft aller Berliner. Sie sollten sich an die Ausgangssperren halten. Dabei bringt GdP-Landeschef Norbert Cioma in einer Pressemitteilung eine drastische Maßnahme ins Gespräch, da seiner Meinung nach Bußgelder nicht die sofortige Wirkung entfalten würden, um Menschenansammlungen zu verhindern. „Parkanlagen und Plätze komplett für Publikumsverkehr zu schließen, ist nahezu alternativlos“, so Cioma.

Grünen-Bezirksbürgermeister infiziert sich absichtlich - es wurde „heftiger“ als er dachte

Update, 14.35 Uhr: Der Bürgermeister des Bezirks Berlin-Mitte, Stephan von Dassel (Grüne) hat sich mehr oder weniger absichtlich mit dem Coronavirus angesteckt. 

"Ich hatte mich fast schon bewusst infiziert, um mich auch zu immunisieren", sagte er am Mittwoch im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Er steckte sich demnach bei seiner Lebensgefährtin an, mit der er zusammen wohnt. 

In einer häuslichen Gemeinschaft sei es fast nicht möglich, sich nicht anzustecken, sagte er. Deswegen habe er das "bewusst gemacht", sagte der Grünen-Politiker. Er habe gedacht, er sei nach einer Infektion drei Tage "mal ein bisschen unpässlich, und dann bin ich immun" - auch um gesund zu sein, wenn Teile der Verwaltung krank werden. 

Es sei aber "doch etwas heftiger" gewesen, als er gedacht habe. Als langfristiges Ziel nannte er, dass sich so viele Menschen immunisieren, "dass uns die Krankheit nichts mehr anhaben kann".

Coronavirus in Berlin.

Coronavirus in Berlin: Immer mehr Infizierte - Berliner Verkehrsbetriebe heftig in der Kritik

Update vom 1. April, 12.48 Uhr: Fast 1.000 Menschen haben sich mittlerweile in Berlin offiziell mit dem Coronavirus infiziert. Nachdem es bundesweit noch immer gilt, das Kontaktverbot einzuhalten, ebbt die Kritik an zu vollen U-Bahnen in Berlin noch immer nicht ab. Nun reagieren die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), wie die Berliner Morgenpost berichtet. 

Demnach sei der öffentliche Nahverkehr im morgendlichen Berufsverkehr seit Montag um weitere 200 Fahrten aufgestockt worden, auch am Nachmittag seien rund 100 weitere Fahrten ins normale Betriebsprogramm aufgenommen worden. 

Wie der BVG weiter erklärt, nutzen jedoch mittlerweile rund 75 Prozent weniger Passagiere den öffentlichen Nahverkehr in Berlin. Wie die Berliner Morgenpost weiter berichtet, sei mehr Leistung aktuell nicht möglich. Demnach liege der Krankenstand bei der BVG momentan bei rund 25 Prozent. „Alle Fahrer, die wir haben, sind heute gefahren“, zitiert die Morgenpost die Unternehmenssprecherin Petra Nelken. 

Coronavirus: Berliner Senat will Ausgangsbeschränkungen verlängern

Update vom 31. März, 15.14 Uhr: Wegen der andauernden Corona-Krise  werden die zunächst bis kommenden Sonntag befristeten Ausgangsbeschränkungen in Berlin verlängert. Dies kündigte Vize-Bürgermeister Klaus Lederer (Linke) am Dienstag nach der Senatssitzung an. Über die Entscheidung sei sich der Senat einig. Beschließen wolle das Gremium die Verlängerung voraussichtlich an diesem Donnerstag. Zunächst hatte die Bild-Zeitung davon berichtet.

Corona in Berlin: Ausgangsbeschränkungen gelten seit 23. März - und sollen verlängert werden

Alle Berliner müssen sich seit 23. März „ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft“ aufhalten, um die Ausbreitung des Coronavirus*  zu bremsen. Es gibt allerdings einige Ausnahmen, wie Arztbesuche, den Einkauf, Gassi gehen mit dem Hund oder Sport und Spaziergänge an der frischen Luft. Das ist erlaubt, solange sich im Freien keine Ansammlungen von mehr als zwei Personen bilden. 

Unterdessen steigen die Fallzahlen in Baden-Württemberg weiter an

Update vom 31. März 2020, 11.25 Uhr: Die Zahl der deutschlandweit infizierten Personen steigt weiter an, auch Berlin verzeichnet immer mehr positiv auf Covid-19 getestete Personen. Rund 2.600 Personen infizierten sich in Berlin mittlerweile laut offiziellen Angaben mit dem Coronavirus*

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, würden von diesen infizierten Personen knapp 380 in Krankenhäusern behandelt werden, 84 Personen liegen auf Intensivstationen. Wie das Blatt weiter schreibt, kontrollierten währenddessen rund 280 Beamte am Montag die Einhaltung der strikten Maßnahmen. 

Seit dem 14. März wurden in Berlin demnach bereits 820 illegal geöffnete Objekte von der Polizei geschlossen, 825 Verstöße stellte die Polizei bislang in der Hauptstadt fest. 

Fallzahlen in Berlin steigen - neue Strafen drastischer als in Bayern?

Update vom 30. März, 21.57 Uhr: Wegen der Corona-Epidemie gilt in Berlin seit mehr als einer Woche ein Kontaktverbot. Das wird von der Polizei kontrolliert und täglich gibt es dutzende Anzeigen. Bislang konnte sich der Senat allerdings noch nicht auf eine Bußgeldverordnung einigen, obwohl ein Entwurf seit mehr als einer Woche diskutiert wird.

Innensenator Andreas Giebel (SPD) erklärte nun am Montag, dass der Senat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen Corona-Regeln am Dienstag debattieren und möglicherweise auch beschließen werde. Laut dem ursprünglichen Entwurf, der dem Tagesspiegel vorliegt, würden zum Beispiel Verstöße gegen den Mindestabstand im öffentlichen Raum künftig mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. 25 bis 75 Euro muss zahlen, wer sich trotz Ausweispflicht nicht ausweisen kann. Und hält sich jemand außerhalb seiner Wohnung auf, ohne dafür einen triftigen Grund zu haben, dann muss derjenige mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen. 

Coronavirus in Berlin: Bußgeldkatalog sieht Strafzahlungen von bis zu 25.000 Euro vor

Deutlich höher sind die im Gesetzesentwurf aufgeführten Bußgelder, falls jemand trotz des Verbots ein Geschäft öffnet. Wer einen Betrieb öffnet, der gemäß der aktuellen Regeln eigentlich geschlossen sein müsste, den erwartet ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Zudem müssen Betreiber von Geschäften, die noch geöffnet sein dürfen, die sich aber nicht an vorgeschriebene Hygienemaßnahmen halten, bis zu 2500 Euro Strafe zahlen. 

In Wiederholungsfällen sollen sogar bis zu 25.000 Euro Geldbuße möglich sein - dabei handelt es sich um die Im Infektionsschutzgesetz festgelegte Maximalsumme im Bereich der Ordnungswidrigkeiten. Laut dem Entwurf gelten außerdem Verstöße gegen das Versammlungsrecht als Straftaten. Wer bei Zusammenkünften oder Veranstaltungen „ab drei Teilnehmern“ erwischt wird, erhält eine Strafanzeige. 

Erstmeldung vom 30. März 2020:

Berlin - Das Coronavirus hält Berlin in Atem. Während das öffentliche Leben weitgehend eingeschränkt ist, steigt die Zahl der Corona-Infizierten* und der Todesfälle, wie in ganz Deutschland, an.  

Corona in Berlin: Die aktuellen Fallzahlen

Wie dieSenatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Sonntag in einer Pressemitteilung bekannt gab, sind in Berlin derzeit 2.462 Menschen mit dem Coronavirus* infiziert. Kontaktpersonen, so heißt es in der Meldung weiter, werden im Rahmen einer sogenannten Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert. 312 Menschen befinden sich aktuell im Krankenhaus, 70 davon erhalten eine intensivmedizinische Behandlung. Elf Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. 

Corona-Krankenhaus mit 1.000 Betten soll in Berlin entstehen

Unterdessen plant der Berliner Senat angesichts der fortschreitenden Corona-Krise einen Ausbau der medizinischen Notfallversorgung, wie bereits am 17. März bekannt gegeben wurde. 

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) kündigte damals unter anderem den Aufbau eines zusätzlichen Krankenhauses mit 1.000 Betten für Covid-19-Patienten auf dem Messegelände an. Dies solle in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und weiteren Partnern geschehen. Einen genauen Ort und Zeitplan nannte sie nicht. Nun gibt es aber Neuigkeiten. 

Coronavirus in Berlin: Zeitplan für das Krankenhaus steht

Projektleiter ist der ehemalige Präsident des Technischen Hilfswerks und langjährige Berliner Landesbranddirektor, Albrecht Broemme. Gegenüber der „Bild“-Zeitung hatte er sich vor kurzem noch optimistisch geäußert, dass das Krankenhaus womöglich binnen weniger Wochen stehen könnte. „14 Tage Bauzeit wären schön - wie bei den Chinesen“, sagte er noch Mitte März. „Aber ich denke, es wird einen Monat dauern.“

In der Sendung „Rbb-Spezial“ am Sonntagabend sagte Kalayci nun, dass die Vorbereitung aktuell ganz gut laufen würden. „Ich denke mal, dass wir im April/Mai dann auch starten können“, fuhr sie fort. Wann könnte die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle gebracht sein und somit das Kontaktverbot und weitere Maßnahmen aufgehoben werden werden? Es gibt dazu jetzt eine Prognose von Wissenschaftlern der Universitäten Hamburg und Mainz.

Das neue Krankenhaus für Patienten der Corona-Krankheit Covid-19 soll ausschließlich zur Vermeidung eines realen Engpasses genutzt werden. Es soll leicht an dem Coronavirus* erkrankte Menschen, die stationär aufgenommen werden müssen, sowie Notfallbeatmungspatienten versorgen.

Unterdessen musste in weiten Teilen Deutschlands am Wochenende die Polizei tätig werden, weil Menschen gegen das Corona-Kontaktverbot* verstoßen haben, wie tz.de* berichtete. Auch in NRW ist die Corona-Lage weiterhin brisant. Dort spuckte ein Mann aus dem besonders betroffenen Landkreis Heinsberg einen Polizisten an und schrie diesem entgegen: „Ich habe Corona!“ In einer Münchner Klinik wurden mehrere Corona-Fälle unter Patienten und Mitgliedern des Personals festgestellt - es wurde eine Quarantäne verhängt.*

*merkur.de und tz.de sind Teile des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

„Katastrophale Zustände“: Schüler berichtet von Corona-Chaos in Regionalzug - Bahn reagiert mit Erklärung

In überfüllten Zügen sind die Corona-Abstandsregeln nur schwer einzuhalten - das bekommt ein Schüler auf der Fahrt nach Rosenheim beinahe täglich zu spüren.
„Katastrophale Zustände“: Schüler berichtet von Corona-Chaos in Regionalzug - Bahn reagiert mit Erklärung

Virologe Christian Drosten warnt Deutschland: „Pandemie geht jetzt erst richtig los“

Der Virologe Christian Drosten sieht Deutschland in der Corona-Pandemie noch nicht ausreichend gewappnet. Um die Situation zu beherrschen, müsse man Dinge ändern.
Virologe Christian Drosten warnt Deutschland: „Pandemie geht jetzt erst richtig los“

Panne in China: Bakterien aus Labor ausgebrochen - tausende Menschen infiziert

In einem chinesischen Impfstoff-Labor ist es zu einer schweren Panne gekommen. Tausende Menschen infizierten sich mit aus der Forschungseinrichtung stammenden Bakterien.
Panne in China: Bakterien aus Labor ausgebrochen - tausende Menschen infiziert

„Wer infiziert ist, ist nicht krank“ – Hamburger Ärzte-Chef legt gegen Corona-Politik nach

Walter Plassmann, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, kritisierte zuletzt die ängstliche Corona-Politik. Eine Fixierung auf Infektionszahlen macht für ihn …
„Wer infiziert ist, ist nicht krank“ – Hamburger Ärzte-Chef legt gegen Corona-Politik nach

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.