R-Wert steigt wieder

Immun nach Corona-Infektion? Münchner Chefarzt stellt jetzt Erkenntnisse vor - R-Wert steigt wieder

Eine Umfrage zur Corona-Maskenpflicht in Deutschland fällt drastisch aus. Unterdessen präsentiert ein Münchner Chefarzt Erkenntnisse zur Immunität nach einer Infektion.

  • Deutschland hat die Corona-Krise noch nicht überwunden. Die Reproduktionszahl liegt aktuell knapp über der kritischen Marke (Update vom 13. Juli, 6.13 Uhr) 
  • Ein Münchner Chefarzt präsentierte erste Untersuchungsergebnisse zu einer Immunität nach einer Corona-Infektion. (Siehe Update vom 12. Juli, 8.27 Uhr).
  • Wie die Bevölkerung zur geltenden Maskenpflicht* steht, zeigt nun eine Studie. (siehe Update vom 9. Juli, 16.07 Uhr).
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und eine Karte mit den aktuellen Fallzahlen in Deutschland*.

+++ Dieser News-Ticker ist beendet. Hier finden Sie alle weiteren Infos zum Thema Coronavirus in Deutschland +++

Corona in Deutschland: RKI meldet 159 Neuinfektionen

Update vom 13. Juli, 6.13 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 159 neue Corona-Infektionen und einen Todesfall innerhalb eines Tages gemeldet. 

  • Damit haben sich bisher 198.963 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.
  • Die Zahl der Corona-Todesfälle liegt nach RKI-Angaben bei 9.064.

Bis Montagmorgen hatten 185.100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Damit gibt es in Deutschland rund 4.799 aktive Coronavirus-Fälle.

Die Reproduktionszahl - kurz R-Wert - lag nach RKI-Schätzungen bei 1,04 (Vortag: 0,93) mit Datenstand vom 12.Juli, 0.00 Uhr ( siehen auch Update vom 12. Juli, 18.30 Uhr).

Coronavirus in Deutschland: Lehrer und Schüler vorsorglich getestet 

Update vom 12. Juli, 21.00 Uhr: An fünf Stuttgarter Schulen werden Lehrer und Schüler auf das Coronavirus getestet. Es handle sich um vorsorgliche Tests, weil einzelne Schüler aus zwei Flüchtlingsunterkünften dort Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Infizierten hatten, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. 

Auch in zwei Kindertageseinrichtungen seien Tests geplant, weil dort zwei Kinder nachweislich an Covid-19 erkrankt seien. In Göppingen sind ebenfalls zu Beginn der neuen Woche Tests an zwei Schulen und einem Kindergarten vorgesehen - wegen Corona-Verdachtsfällen.

Die Stuttgarter Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, erklärte: „Wir informieren derzeit die Leitungen der Schulen und Kitas, um welche Klassen beziehungsweise um welche Gruppen es sich handelt. Die Jugendlichen und Kinder sollen vorsorglich zu Hause bleiben, bis das Gesundheitsamt sich meldet, um das weitere Vorgehen festzulegen.“

Es geht es um einzelne Klassen an der Bismarckschule, der Helene-Fernau-Horn-Schule, der Robert-Mayer-Schule, der Marienschule und der Lehenschule; sowie Gruppen im Gustav-Werner-Kindergarten und in der Tageseinrichtung für Kinder Kafkaweg/Adalbert-Stifter-Straße.

In Göppingen sei Ende dieser Woche bei einer Mutter von drei Kindern eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden, teilte das Gesundheitsamt am Sonntag mit. Ihre Kinder hätten vor einigen Tagen leichte Krankheitssymptome gehabt und seien deshalb nicht in Schule und Kindergarten gegangen. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sie infektiös waren, als sie die Einrichtungen besuchten, hieß es. Auch Miklas Spohr aus Benediktbeuern infizierte sich im März mit dem Coronavirus. Der Fotograf und Sportlehrer galt als topfit. Nun kämpft er seit Monaten um seine Gesundheit.

Betroffen sind die Grundschule in Holzheim, der Kindergarten Pfiffikus in Holzheim sowie die Wilhelm-Busch-Schule in Göppingen. Die Mitschüler der Kinder in ihren Klassen sowie die Kindergartenkinder der Gruppe dürfen am Montag nicht in die Schule beziehungsweise den Kindergarten gehen - und werden auf das Virus getestet, ebenso wie Lehrer und Erzieher.

Corona in Deutschland: Reproduktionszahl steigt an

Update vom 18.30 Uhr: Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts laut Datenstand vom Sonntag, 12. Juli (00.00 Uhr) erneut an. Demnach erhöhte sich der R-Wert auf 1,04, nachdem der Wert noch am Samstag mit 0,93 angegeben worden war. 

Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. An den Vortagen lag er unter 1.

Währenddessen sorgte die Nicht-Einhaltung der Corona-Regeln am Wochenende in Köln für Einsätze der Ordnungskräfte. Wie n-tv berichtet, sollen dabei Sperrstunden ignoriert und Bereiche vor Gaststätten überfüllt gewesen sein. Auch zahlreiche Betreiber der Gaststätten hätten die Hygiene-Vorgaben missachtet, meldet der Sender unter Berufung auf die Stadt Köln. 

Coronavirus in Deutschland: Polizei greift in Bayern offenbar konsequent durch

Update von 17.15 Uhr: Die Corona-Krise stellt die Welt noch immer auf den Kopf, die Auswirkungen auf die Bevölkerungen in Deutschland waren in den vergangenen Monaten für viele Menschen gravierend. Vorallem die Ausgangsbeschränkungen dürfte bei vielen für Unmut gesorgt haben. Doch wie oft musste die Polizei tatsächlich gegen Corona-Verweigerer vorgehen? 

Wie Bild nun berichtet, wurden in der Corona-Krise bislang etwa 200.000 Verstöße in ganz Deutschland verzeichnet. Allerdings seien die Corona-Schutzmaßnahmen von Bundesland zu Bundesland abhängig von Polizei und Ordnungsamt bewertet werden. 

Geht es nach der Auswertung der Bild, hat allerdings die Polizei in Bayern am konsequentesten durchgegriffen. Nach Angaben des Innenministeriums seien zwischen dem 21. März und dem 1. Juni rund 59.917 Anzeigenvorgänge verzeichnet worden. 

In NRW sollen zwischen Ende März und Ende Juni rund 50.587 Anzeigenvorgänge registriert worden sein. Im Hamburg sollen währenddessen bislang rund 9.917 Verfahren bearbeitet worden sein, dies entspricht laut dem Blatt rund 676.135 Euro Bußgeld. 

Corona in Deutschland: Bereitschaft zu Corona-Impfung sinkt

Update von 15.15 Uhr: Die Bereitschaft zu einer Corona-Impfung ist einer Studie zufolge in Deutschland zuletzt gesunken. Der Anteil der Befürworter sei in den vergangenen drei Monaten von 70 auf 61 Prozent gesunken, wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage berichtet. Die Universität Hamburg hatte in Kooperation mit Hochschulen anderer EU-Staaten Tausende Menschen in mehreren Ländern gefragt, wie sie zu einer Impfung gegen das Coronavirus stehen. Bislang gibt es eine solche Impfung nicht.

Besonders gering ist die Impfbereitschaft in Deutschland mit 52 Prozent demnach in Bayern. In Norddeutschland sei sie mit 67 Prozent deutlich höher. Jonas Schreyögg, Leiter des Hamburg Center for Health Economics an der Uni Hamburg, sagte laut Süddeutscher Zeitung, dass es jedoch nur wenige Menschen gebe, die einen Impfstoff generell ablehnen. „Positiv gesprochen heißt das, wenn es uns gelingt, durch Transparenz bei der Prüfung und Zulassung der Impfstoffe sowie mit öffentlichen Aufklärungskampagnen diesen Personen mehr Sicherheit zu geben und sie zu überzeugen, könnte die Impfbereitschaft deutlich erhöht werden“, sagt er. Ein großer Anteil derjenigen, die sich derzeit nicht impfen lassen wollen oder unsicher sind, würden dies mit Angst vor Nebenwirkungen oder Unklarheit zur Sicherheit des Impfstoffes begründen.

Schreyögg sprach davon, dass bereits jetzt Aufklärungskampagnen sinnvoll seien. Besonders wichtig erscheint es ihm, Frauen zu überzeugen. Sie seien „über alle Altersgruppen hinweg unsicherer bezüglich der Impfentscheidung“.

Immun nach Corona-Infektion? Münchner Chefarzt präsentiert Erkenntnisse - „Muss kritisch beobachtet werden“

Update vom 12. Juli, 8.27 Uhr: Neue Untersuchungen von Genesenen Covid-19-Patienten dämpfen die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunität - und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie.

„Bei vier der neun Patienten sehen wir sinkende neutralisierende Antikörper in einem sehr speziellen Test, der nur in einem Hochsicherheitslabor erfolgen kann“, sagte Wendtner. „Inwieweit dies Auswirkungen für die Langzeitimmunität und die Impfstrategien hat, ist derzeit noch spekulativ, muss aber im weiteren Verlauf kritisch beobachtet werden.“ Es deutet aber daraufhin, dass nach durchgemachter Krankheit eine erneute Ansteckung möglich sei.

Coronavirus: Antikörper gingen nach zwei Monaten stark zurück

Dies müsse weiter beobachtet werden, so Wendtner. Für die Langzeitimmunität sei neben der sogenannten B-Zell-assoziierten, über Antikörper gemessenen Immunität, auch die sogenannte T-Zell-Immunität relevant. Wenn Patienten neutralisierende Antikörper verlören, könne diese eventuell einen Schutz geben. T-Lymphozyten können virusinfizierte Zellen gezielt abtöten, wenn sie zuvor ihren Gegner einmal kennen gelernt haben.

Wendtners Erkenntnisse reihen sich ein in Erfahrungen anderer Wissenschaftler und Studienergebnisse. Chinesische Forscher berichteten im Fachblatt „Nature Medicine“, dass die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten fielen die Werte deutlich. Patienten mit wenig Symptomen hatten außerdem weniger Antikörper und somit eine schwächere Immunantwort entwickelt.

Coronavirus: 238 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet - R-Wert leicht gestiegen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 248 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198.804 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das meldete das RKI am Sonntagmorgen (Datenstand 12.7., 0.00 Uhr). Nach RKI-Angaben starben in der Bundesrepublik bisher 9063 mit dem Virus infizierte Personen - ein Plus von drei im Vergleich zum Vortag. 184.600 Menschen hätten die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der R-Wert lag Schätzungen zufolge (Stand 11. Juli, 0 Uhr) bei 0,96 (Vortag: 0,80). Der Sieben-Tage-R-Wert lag bei 0,93 (Vortag: 0,90)

Coronavirus: Deutsche sollen gefeiert haben - ohne Maske und Abstand: Mallorca beschließt Maskenpflicht

Update vom 11. Juli, 19.50 Uhr: Da dürften einige Reiseländer genauer hingeschaut haben - am Freitagabend gaben deutsche Urlauber auf Mallorca ein denkbar schlechtes Bild ab: Zu Hunderten sollen sie Party gemacht haben, ohne Abstand und ohne Maske. So berichtet die deutschsprachige Mallorca-Zeitung:

Ab Montag hat Mallorca eine strenge Maskenpflicht beschlossen - auch für Besitzer von Bars drohen Bußgelder bis zu 600.000 Euro für Verstöße.

Coronavirus: Deutscher Impfstoffentwickler will massenweise produzieren

Update, 10.26 Uhr: Dauert es nicht mehr lange, bis es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt? Nicht nur an der Tübinger Universitätsklinik ist dazu eine vielversprechende Studie gestartet (siehe unten). Auch das deutsche Unternehmen BioNTech, das mit zusammen mit dem Pharmakonzern Pfizer einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt, ist zuversichtlich, bis Ende des Jahres die Zulassung beantragen zu können. 

Es sollen große Massen des Impfstoffs produziert werden. Wie Ugur Sahin, Mitbegründer und CEO von BioNTech gegenüber dem Wall Street Journal angab, könnten noch vor der Zulassung rund 300 Millionen Dosen davon produziert werden. Geplant sei, bis Ende 2021 über eine Milliarde Dosen herzustellen. Mit Genehmigung der Behörden könnte bereits Ende Juli eine Phase-3-Studie beginnen, an der 30.000 Personen teilnehmen. Ende des Jahres könnte sie abgeschlossen sein.

Allerdings sei das Virus damit noch lange nicht besiegt. Sahin geht davon aus, dass die Corona-Pandemie erst dann wirklich vorbei sei, wenn mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung immun seien - dies könne entweder durch eine vorherige Infektion mit dem Virus oder durch eine Impfung geschehen. Bis es soweit ist, wird es nach seiner Einschätzung aber noch sehr lange dauern: Im Gespräch mit dem Blatt spricht Sahin von einem Zeitraum von zehn Jahren, bis die Menschheit global immun sein werde.

Ein Kinderarzt warnt jetzt auch, dass sogar Kinder unter Spätfolgen leiden könnten, wenn sie die Infektion durchgemacht haben. Britische Experten warnen, dass im Herbst und Winter eine zweite Corona-Welle auf uns zukommt. Sie wollen „starke Beweise“ haben. Ein erneuter Lockdown könnte unumgänglich werden.

Corona in Deutschland: Ende der Maskenpflicht in Aussicht? Altmaier äußert sich

Update, 10.20 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat ein Kriterium für ein Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel genannt: den Rückgang der täglichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf unter 100. „Solange wir im Durchschnitt täglich mehrere hundert neue Infizierte haben, wird sie überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten wird“, so der CDU-Politiker zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, müssen Mediziner und Politik neu nachdenken.“

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, angesichts der niedrigen Infektionszahlen im Norden Anfang August ein Ende der Maskenpflicht im Handel seines Landes zu beschließen. Er war damit auf breite Kritik gestoßen und von der Staatskanzlei seines Landes ausgebremst worden. 

Währenddessen warnt die Bundesregierung vor Corona-Betrug - und einem falschen „Bundesamt für Krisenschutz“. 

Corona in Deutschland: Umfrage zu Maskenpflicht fällt drastisch aus - Freiwilligen-Ansturm bei Impfstudie

Update, 11. Juli, 8.58 Uhr: Rund 4000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für eine Corona-Impfstudie gemeldet. „Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen“, erklärte Studienleiter Peter Kremsner.

An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff* des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Laut Kremsner sind noch keine überraschenden Nebenwirkungen aufgetreten. „Bisher ist alles im grünen Bereich“, sagte er. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde.

Corona-Studie in Tübingen erlebt Freiwilligen-Ansturm - Impfung für 168 Probanden

Die zahlreichen Freiwilligen kommen nicht alle zum Zug. Insgesamt sollen 168 Probanden geimpft werden - neben Tübingen auch in Testzentren im belgischen Gent, in Hannover und München. Bei der klinischen Studie handelt es sich um eine sogenannte Phase-1-Studie. Verläuft sie erfolgreich, folgen Untersuchungen mit deutlich mehr Probanden.

Das Tübinger Unternehmen Curevac arbeitet an sogenannten mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die Curevac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen.

Coronavirus in Deutschland: Neue Infektionszahlen bekannt 

Unterdessen haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 378 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198.556 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen (11. Juli) meldete. In Deutschland starben nach RKI-Angaben 9060 mit dem Coronavirus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 6 im Vergleich zum Vortag. Bis Samstagmorgen hatten 184.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert*, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 10. Juli bei 0,80 (Vortag: 0,66). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Corona in Deutschland: Koblenz reagiert auf Studenten-Tests - Umfrage zu Maskenpflicht fällt drastisch aus

Update, 21:17 Uhr: Nur noch 132 Menschen werden in Deutschland - im Zusammenhang mit dem Coronavirus - auf einer Intensivstation beatmet. Dies geht aus dem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts vom Freitag hervor. 

Coronavirus: Nur noch 132 Menschen werden in Deutschland in Zusammenhang mit COIVD-19 beatmet

Noch Anfang April sollten nach dpa-Meldungen in Deutschland 20.000 Beatmungsgeräte beschafft werden, 4250 seien inzwischen geliefert worden. Über die übrigen noch bestellten Geräte wurden zum Teil gekürzte Lieferverträge vereinbart, ein Teil der noch auszuliefernden Geräte soll einer "Nationalen Reserve Gesundheitsschutz" zugute kommen.

Update, 17.24 Uhr: Der aktualisierte R-Wert liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 0,8 (Vortag: 0,66). 

Update, 16.51 Uhr: Fünf Personen auf der Krebsstation des Klinikums Freising sind positiv auf Corona getestet worden. Jetzt ergreift das Krankenhaus eine drastische Maßnahme*.

Coronavirus: Umfrage zur Maskenpflicht enhüllt deutliche Zustimmung 

Update, 16.07 Uhr: So umstritten ist sie offenbar doch nicht: Knapp 90 Prozent der Bevölkerung befürworten eine Maskenpflicht beim Einkaufen - 87 Prozent finden sie richtig. Das geht aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer hervor. Eine Aufschlüsselung nach Partei-Anhängerschaft zeigt, dass Befragte, die mit Grünen (95 Prozent), SPD (94 Prozent), CDU/CSU (90 Prozent) oder Linke (88 Prozent) sympathisieren noch häufiger als Durchschnitt der Maskenpflicht zustimmen. Umfrageteilnehmer, die der FDP (72 Prozent) oder der AfD (58 Prozent) nahestehen, stimmen der Bedeckung von Mund und Nase weniger oft zu.

Außerdem sind 73 Prozent der Befragten überzeugt, dass eine Gesichtsmaske viel bis sehr viel bringe. 26 Prozent gaben an, dass die Bedeckung nicht so viel oder überhaupt nicht helfe. Damit entsprechen die Umfrageergebnisse der Meinung von Karl Lauterbach.

„Die Maskenpflicht im Handel ist eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen das Coronavirus. Es wäre das völlig falsche Signal, diese Pflicht jetzt schon wieder aufzuheben“, sagte der Bundestagsabgeordnete der Rheinischen Post. „Schafft eine Landesregierung die Maskenpflicht ab, experimentiert sie mit der Gesundheit der Menschen und erhöht das Risiko für eine zweite Infektionswelle.“ Zuletzt war heftig über Für und Wider der Maskenpflicht debattiert worden.

Corona in Deutschland: Tests zu Koblenzer Studenten liegen vor - Stadt reagiert umgehend

Update, 12.30 Uhr: Eine neue Studie offenbart nun beunruhigende Ergebnisse zur Lebensqualität und psychischen Gesundheit von vielen Kindern und Jugendlichen in Deutschland in der Corona-Krise. Die psychische Gesundheit sowie die Lebensqualität habe sich vor allem bei Kindern aus sozial schwächeren Familien verschlechtert, sagte die Leiterin der sogenannten COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Ulrike Ravens-Sieberer. 

„Die meisten Kinder und Jugendlichen fühlen sich belastet, machen sich vermehrt Sorgen, achten weniger auf ihre Gesundheit und beklagen häufiger Streit in der Familie“, erklärte sie weiter. Bei jedem zweiten Kind habe das Verhältnis zu seinen Freunden durch den mangelnden physischen Kontakt gelitten. Die UKE-Wissenschaftler befragten zwischen 26. Mai und 10. Juni mehr als 1000 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren und mehr als 1500 Eltern per Online-Fragebogen. Die COPSY-Studie war laut UKE die erste bundesweite Studie ihrer Art.

Auch während der Corona-Pandemie empfangen viele Länder Touristen. Doch in jedem Land gelten andere Regeln.

Corona in Deutschland: Tests zu Koblenzer Studenten liegen vor - Stadt reagiert umgehend

Update, 10.40 Uhr: Die Ergebnisse der Corona-Tests in Koblenz liegen vor. Die zahlreichen neuen Corona-Tests bei Bewohnern mehrerer Studentenwohnheime nach drei bestätigten Fällen (siehe Update vom 9. Juli, 7.58 Uhr) sind alle negativ ausgefallen. „Die Quarantänemaßnahmen werden aufgehoben“, teilte die Stadt Koblenz in Rheinland-Pfalz nun mit. 

Laut dem Kreis Mayen-Koblenz waren bei 281 Menschen Abstriche genommen worden. „Eine Kontaktperson aus Koblenz, welche allerdings nicht in einem der Wohnheime lebt, ist ebenfalls infiziert“, so die Kreisverwaltung weiter. Drei Wohnheime waren am Mittwoch (8. Juli) nach Corona-Fällen unter Quarantäne gestellt worden. Zuvor hatten drei Bewohner Symptome gespürt und waren in eine Klinik gegangen. Ein Schnelltest am Dienstagabend (7. Juli) fiel positiv aus. Daraufhin wurden ihre Kontaktpersonen getestet.

Coronavirus in Deutschland: RKI gibt neue Infektionszahlen bekannt 

Update vom 10. Juli, 6.31 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 395 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198.178 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Deutschland starben nach RKI-Angaben 9054 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von sechs im Vergleich zum Vortag. Bis Freitagmorgen (10. Juli) hatten 184.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen (Datenstand 9. Juli) bei 0,66 (Vortag: 0,70). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 9. Juli) bei 0,86 (Vortag: 0,83). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Coronavirus in Deutschland: Bekannter Virologe kritisiert SPD-Mann: Aussagen von Karl Lauterbach „hochgefährlich“

Update vom 9. Juli , 20.22 Uhr: Mit deutlichen Worten geht der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach an. Der Mediziner am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin wirft dem Politiker Panikmache vor. In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt spricht der Virologe sogar von „dysfunktionaler Dramatisierung“. 

Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sieht die Maskenpflicht in Geschäften nur als bedingt sinnvoll an

Unter anderem soll Lauterbach davor gewarnt haben, dass mit Corona Infizierte in Supermärkten beispielsweise Waren kontaminieren könnten, so berichtet es Focus Online mit Berufung auf das Hamburger Abendblatt (hinter einer Bezahlschranke). „Das ist vollkommen falsch“, sagt Schmidt-Chanasit. Nicht nur er sondern auch das Bundesinstitut für Risikobewertung sehe das so. Auch Lauterbachs Meinung zur Maskenpflicht in Geschäften kritisiert der Virologe. "Wenn ich den Zugang so regele, dass entsprechend wenig Leute im Geschäft sind, die die Abstände dann einhalten, ist eine Maske auch nicht sinnvoll", sagt der Mediziner. "Masken machen dort Sinn, wo ich auf engem Raum mit Leuten eine längere Zeit zusammen bin. Dann kann der Mund-Nasen-Schutz die anderen Menschen schützen, wenn ich huste oder niese." Der SPD-Politiker plädiert stets für eine strikte Beibehaltung der Maskenpflicht.

Virologe Jonas Schmidt-Chanasit kritisiert die Aussagen von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

Karl Lauterbachs Äußerungen sogar gefährlich für die Bevölkerung

Der Virologe Schmidt-Chanasit sieht die Warnung von Lauterbach auch im Fall Tönnies als bedenklich an. Der SPD-Politker sprach im Zusammenhang mit den Corona-Fällen beim Fleischverarbeiter aus Gütersloh häufig über eine zweite Welle. Doch das sei nicht korrekt. „Die Infektionen in Gütersloh hätten sich genau lokalisieren lassen.“ Die betroffenen Personen seien in Quarantäne gekommen. Schmidt-Chanasit weiter: "Solche Äußerungen führen zu einer Dauer-Aufgeregtheit und können zu einer Corona-Müdigkeit führen. Und das ist hochgefährlich."

In einer Großfamilie innerhalb der Mennonitengemeinde in Euskirchen ist Corona ausgebrochen

Update vom 9. Juli, 14.22 Uhr: Der Corona-Ausbruch bei 13-Mitgliedern einer Familie im nordrhein-westfälischen Euskirchen sorgt für Aufregung. 

Nachdem zunächst die Mutter der Familie mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und dort positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden war, wurde das Virus auch beim Vater und bei elf der insgesamt 13 Kindern nachgewiesen. Den Angaben nach waren die Kinder vorher noch in die Schule der Mennonitengemeinde gegangen, auch hatte die Familie wohl einen Gottestdienst im Bethaus besucht.  

Nach Angaben des Kreises Euskirchen haben die Tests für Hunderte Mitglieder der freikirchlichen Gemeinde begonnen. Die gesamte Euskirchner Mennoniten-Gemeinde*, die komplett unter Quarantäne steht, muss sich testen lassen. Wie der Landrat Günter Rosenke am Donnerstag auf einer Pressekonferenz (wir berichteten, siehe Updates 13.39 Uhr bis 13.50 Uhr) sagte, stehen noch knapp 300 Tests aus. Die Ergebnisse werden am Freitag (10. Juli) erwartet. Mit einem Lockdown wird indes nicht gerechnet. 

Der Landrat wies auf der Pressekonferenz jedoch auch darauf hin, dass man deutlich schneller hätte reagieren können, wenn die Mennonitengemeinde bei den Gottesdienstes eine Kontaktliste geführt hätte. „Das hat einiges an Zeit gekostet. Da ist sicher etwas unterlassen worden, was die Corona-Schutzverordnung deutlich vorschreibt“, sagte er.

Günter Rosenke, Landrat von Euskirchen, informierte über den Ausbruch in einer Mennonitengemeinde.

Coronavirus: Neue Studie könnte Ärzten weiterhelfen - und Leben retten

Update vom 9. Juli, 14.01 Uhr:

Die Erforschung des Coronavirus und seiner Folgen hält Wissenschaftler weltweit auf Trab. Eine neue Studie über Atemnot könnte behandelnden Ärzten weiterhelfen - und Leben retten. 

Die Bundesregierung um Angela Merkel wird offenbar von einem Spionage-Fall erschüttert.

Coronavirus in Deutschland: Ausbruch in Mennoniten-Gemeinde - Corona-Schutzverordnung nicht eingehalten

Update vom 9. Juli, 13.50 Uhr: Auf die Frage wo die Mennonitengemeinde eventuell Fehler hinsichtlich der Coronaschutzverordnung gemacht hätte, sagte der Landrat: „Abstand und Hygiene haben sie uns glaubhaft informiert, dass es in den Gottesdienstes auch so durchgeführt worden ist. Es hapert daran, dass sie keine Liste haben, wo wir daraus erkennen können, wer an den Gottesdiensten teilgenommen hat. Das hätte uns die Arbeit wesentlich erleichtert [...], denn dann hätten wir sofort reagieren können. Das hat einiges an Zeit gekostet. Da ist sicher etwas unterlassen worden, was die Corona-Schutzverordnung deutlich vorschreibt.“ Die Frage, ob man das im Sinne einer Straftat weiterverfolgen werde, verneinte der Landrat.

Update vom 9. Juli, 13.42 Uhr: Aktuell laufen in dem Kreis Euskirchen noch knapp 250 bis 300 Tests. Zunächst einmal müsse man abwarten, so Günter Rosenke, der Landrat von Euskirchen. Am Freitag (10. Juli) wisse man mehr. „Ich rechne nicht mit einem Lockdown“, sagte er. 

Lediglich 2,2 Prozent der bisherigen Testergebnisse seien positiv gewesen, was 14 weiteren Infektionen entspreche.

Update vom 9. Juli, 13.39 Uhr: Nach Corona-Infektionen bei 13 Mitgliedern einer Familie im nordrhein-westfälischen Euskirchen haben nach Angaben des Kreises die Tests für Hunderte Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde begonnen. Die gesamte Euskirchener Mennoniten-Gemeinde, die auch komplett unter Quarantäne steht, muss sich diese Woche auf das Virus testen lassen, wie ein Sprecher des Kreises am Donnerstag mitteilte.

Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag informiert der Kreis Euskirchen über den aktuellen Stand der Dinge.

Corona in Deutschland: Ärzte stellen Corona-Atteste aus - ohne Untersuchung

Update vom 9. Juli, 12.38 Uhr: Mehrere Ärzte stellen in der Coronavirus-Pandemie offenbar Masken-Atteste aus - und das, ohne die Patienten zuvor überhaupt untersucht zu haben. Das berichtet der SWR in „Report Mainz“. 

Demnach hat sich im Internet eine Coronavirus-skeptische Gruppe von Ärzten zusammengefunden. Die Beteiligten sprechen sich für ein „großzügiges“ Ausstellen von Attesten gegen die Maskenpflicht aus. Dem Bericht von „Report Mainz“ zufolge sollen sich auch einige der Ärzte an diesen Aufruf halten. 

SPD-Politikers und Gesundheitsexperten Karl Lauterbach handelt es sich um ein äußerst verwerfliches Vorgehen: „Das ist nichts anderes, als dass man die medizinische, die ärztliche Autorität missbraucht, um ein Gesetz auszuhebeln“, so Lauterbach. „Ehrlich gesagt ist das kriminell.“

Corona in Deutschland: Ausbruch in Studentenwohnheim - Hunderte Bewohner in Quarantäne

Update vom 9. Juli, 7.58 Uhr: In Deutschland haben sich binnen 24 Stunden 442 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Das meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). Insgesamt sind damit 197.783 Infektionen gemeldet (Datenstand 9.7., 0.00 Uhr). 

In Deutschland starben nach RKI-Angaben 9048 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 183.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 8.7., 0.00 Uhr, bei 0,70 (Vortag: 0,81). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 8.7., 0.00 Uhr, bei 0,83 (Vortag: 0,84). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Corona in Deutschland: Studentenwohnheime nach Ausbruch unter Quarantäne

Update vom 8. Juli, 20.33 Uhr: Drei Koblenzer Studentenwohnheime wurden nach einem Corona-Ausbruch unter Quarantäne gestellt (Update um 17.55 Uhr). Die drei Häuser bieten insgesamt Platz für rund 350 Bewohner. „Es sind nicht alle da“, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. 

Vor Ort zeigen die Behörden derweil Präsenz. Zahlreiche Polizisten kontrollierten am Mittwoch alle Ausgänge. Rot-weißes Flatterband versperrte die Zugänge. Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz und von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft kamen in weißer Schutzkleidung und mit Masken, um Abstriche von den Bewohnern zu machen.

Corona-Ausbruch in drei Studentenwohnheimen

Coronavirus in Deutschland: Drei Koblenzer Studentenwohnheime wegen Corona unter Quarantäne

Update vom 8. Juli, 17.55 Uhr: Wegen einiger Corona-Fälle sind drei Koblenzer Studentenwohnheime unter Quarantäne gestellt worden. Drei Bewohner hätten Symptome gespürt und sich ins Krankenhaus begeben, ein Schnelltest sei positiv ausgefallen, teilte die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz am Mittwoch mit. Auch Kontaktpersonen zeigten nach den Angaben Symptome und wurden getestet. Die Ergebnisse lagen vorerst noch nicht vor.

Zwei nachweislich Infizierte leben in einem Wohnheim, der dritte in einem anderen. Das dritte Wohnheim sei wegen Kontakten von Bewohnern zu den anderen beiden Gebäuden ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden.

Coronavirus in Deutschland: Reproduktionszahl sinkt erneut

Update vom 8. Juli, 16.28 Uhr: Neue Zahlen vom Robert-Koch-Institut. Die Reproduktionszahl sinkt erneut, von 0,81 auf 0,70 im Vergleich zum Vortag (siehe Update um 14.15 Uhr). Das geht aus dem soeben veröffentlichten Lagebericht des RKI hervor (Datenstand: 8. Juli, 0 Uhr). 

Der R-Wert nimmt damit den niedrigsten Stand seit dem 27. Juni ein. Dasgeglättete 7-Tage-R fällt ebenso und liegt aktuell bei 0,84 statt zuvor 0,84.

Update vom 8. Juli, 15.18 Uhr: Jetzt soll die Corona-Krise die deutsche Wirtschaft durcheinanderwirbeln: Insolvenzen sowie hohe Arbeitslosigkeit werden erwartet - und das schon bald, sagen Experten und ein Star-Unternehmensberater.

Zahl der aktiven Corona-Fälle nimmt ab - Wird bald neues Tief erreicht?

Update vom 8. Juli, 14.15 Uhr: Die Reproduktionszahl R, die die durchschnittliche Anzahl der Menschen, die eine infizierte Person ansteckt, angibt, nahm in den letzten Tagen leicht ab. Im Situationsbericht des Robert Koch Instituts  (RKI) vom 7. Juli wird der aktuelle 4-Tage-Reproduktionswert auf 0,81 geschätzt. Der 7-Tage-Wert liegt bei 0,84.

In den letzten beiden Tagen lag der Wert etwas höher, nur knapp unter 1. Aus den Zahlen der Infizierten und Genesenen Covid-19-Patienten, die das RKI veröffentlicht hat, geht hervor, dass aktuell 5.220 Menschen mit dem Virus infiziert sind.

Zahl der aktiven Corona-Fälle nimmt ab - Wird bald neues Tief erreicht?

Damit nimmt die Infiziertenzahl seit den letzten Tagen wieder ab. Am wenigsten Menschen zählten um den 17. Juni als aktive Fälle. An diesem Tag waren 4.754 Menschen infiziert. Nach einem erneuten Peak der Infiziertenzahlen gegen Ende Juni - am 28. Juni galten 6.843 Menschen als aktiv-infiziert - sinken die Zahlen nun wieder kontinuierlich ab und ein neues Minimum seit dem Ausbruch der Pandemie könnte bald erreicht werden.

Die Corona-Warn-App könnte einen Beitrag dazu leisten, dass sich das Virus weniger stark verbreitet. Wie das Robert-Koch-Institut auf Twitter mitteilte, nutzen mittlerweile 15,2 Millionen Menschen die App.

Hinweis zu den Zahlen der aktiven Fällen: Das RKI veröffentlicht diese Zahlen nicht. Daher ergeben sich die Werte aus der Anzahl der absoluten Fälle minus die Fälle der Verstorbenen und der Genesenen.

Corona in Deutschland: Massentests hinfällig? Neue Studien zeigen besorgniserregende Tendenz

Update vom 8. Juli, 9.44 Uhr: Ein Impfstoff gegen das Coronavirus ist die eine der großen Hoffnung im Kampf gegen die Pandemie. Eine zweite ist die Immunität durch Antikörper nach einer Infektion. Beides könnte das Immunsystem gegen den Erreger wappnen und Menschen vor der Krankheit Covid-19 schützen. Doch jüngste Forschungen weisen darauf hin, dass die Immunität nach einer Infektion ein Trugschluss sein könnte. 

Immer mehr Studien weisen darauf ihn, dass gerade bei Menschen, die nur wenige oder gar keine Symptome im Verlauf ihrer Coronavirus-Infektion hatten, schon bald nach einer Infektion keine Antikörper im Blut mehr nachweisbar sind. 

Coronavirus in Deutschland: Immunität nach Infektion ein Trugschluss?  

Zwar ist noch unklar, was das für eine mögliche Corona-Immunität bedeutet. Doch die Beobachtungen wecken bei den Experten Zweifel an der Aussagekraft von Antikörper-Tests und an den derzeit diskutierten Immunitätspässen. Auch für die Entwicklung eines Impfstoffs wäre ein möglichst genaues Verständnis der Immunantwort auf Sars-CoV-2 zentral.

Auf den ersten Blick scheint das Vorhandensein spezieller Antikörper ein guter Hinweis auf eine frühere Infektion zu sein. Untersuchungen des Universitätsspitals Zürich fanden bei Menschen mit milden oder asymptomatischen Verläufen keine sogenannten IgG-Antikörper im Blut. Diese sind wichtig für das Immungedächtnis - damit das Immunsystem bei erneutem Kontakt mit dem Erreger stärker und schneller reagiert. Die Corona-Studie ist bislang nur ein Preprint - ist also weder von Experten begutachtet noch in einem Fachjournal publiziert.

Coronavirus in Deutschland: Massentests und Immunitätspässe könnten hinfällig sein

Eine weitere als Preprint veröffentlichte Untersuchung des Lübecker Gesundheitsamts fand bei 30 Prozent von 110 Corona-Infizierten mit ebenfalls höchstens mäßigen Covid-19-Symptomen keine Antikörper. Und im Fachblatt „Nature Medicine“ berichten Forscher aus China, dass bei Infizierten ohne Symptome die Antikörper-Konzentration im Blut bereits nach kurzer Zeit deutlich sank.

Solche Studien lassen die Aussagekraft von Antikörper-Massentests, die das Ausmaß der Corona-Infektionswelle in der Bevölkerung klären sollen, fraglich erscheinen. Zudem könnte eine durch Antikörper gegebene Immunität bei vielen Sars-CoV-2-Infizierten schon nach kurzer Zeit wegfallen.

Corona in Deutschland: Zahlen in Gütsersloh sinken wieder

Update vom 8. Juli, 9.27 Uhr: Im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner weiter gesunken. Die sogenannte sieben Tage Tendenz liegt aktuell bei 28,6 und damit weit unter der kritischen Marke von 50. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). 

Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 35,4. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück lag der Wert bei 270,2.

Deutschlandweit sind am Mittwoch knapp 400 Neuinfektionen gemeldet worden. Mit 397 neuen Fällen steigt die Gesamtzahl auf 197.341 Coronavirus-Infektionen. 9036 Menschen sind bisher infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben. 

Coronavirus in Deutschland: NRW zieht nach - keine Großveranstaltungen bis Ende Oktober

Trotz der guten Entwicklungen im Corona-Hotspot Gütersloh hat Nordrhein-Westfalen das Verbot für bestimmte Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. Oktober verlängert. In der neuen Coronaschutzverordnung, die am Dienstagabend veröffentlicht wurde, werden als „große Festveranstaltungen“ konkret Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste und Weinfeste genannt. Andere Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen können bei bestimmten Hygiene- und Abstandsvorgaben erlaubt werden.

Bund und Länder hatten sich bereits Mitte Juni auf die Verlängerung des Verbots geeinigt. Mit der neuen Verordnung ist es in Nordrhein-Westfalen jetzt rechtskräftig.

Corona in Deutschland: Erstes Bundesland denkt nun laut über Stadien-Regelung nach 

Update vom 7. Juli, 15.55 Uhr: Die Landesregierung in Brandenburg hat das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst bis Ende Oktober verlängert. Wie die Staatskanzlei mitteilte, habe sich das Kabinett am Dienstag darauf verständigt. 

Update vom 7. Juli, 15.27 Uhr: Gegenüber dem „Focus“ dementierte eine Sprecherin des Sozialministeriums, dass Zuschauer zum Start der neuen Fußball-Bundesligasaison tatsächlich wieder in sächsische Stadien dürften (wir berichteten, siehe Update vom 7. Juli, 14.05 Uhr). 

Hierbei handele es sich bisher nur um theoretische Überlegungen, einen endgültigen Beschluss gebe es demnach noch nicht. Hinsichtlich Großveranstaltungen im Allgemeinen gebe es noch keine Entscheidungen. Auch sagte die Sprecherin, dass hinsichtlich der Entscheidung Zuschauer bei Fußball-Bundesligaspielen zuzulassen die Zustimmung der anderen Bundesländer notwendig sei. 

Corona in Deutschland: Bundesland empört mit Überlegung zur Stadien-Regelung - und rudert prompt zurück

Update vom 7. Juli, 14.25 Uhr: In Nordrhein-Westfalen müssen, wie n-tv.de berichtete, rund 500 Menschen in Quarantäne. Dort hatte sich eine komplette zwölfköpfige Familie in Euskirchen mit dem Coronavirus infiziert. Das Kreis-Gesundheitsamt hat daher für rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde Quarantäne angeordnet. Angaben eines Behördensprechers zufolge, seien alle Mitglieder einer evangelischen Freikirche, die der Familie angehört, betroffen. Auch eine zu der Kirche gehörige Schule und ein Bethaus wurden geschlossen. 

Coronavirus: Mecklenburg-Vorpommern lockert Kontaktbeschränkungen

Nachdem im Kreis Gütersloh die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner deutlich unter den Grenzwert von 50 gesunken ist, dürfen Touristen aus diesem Kreis ohne Auflagen wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Dies geht aus dem täglichen Bericht des Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. 

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen sich die Menschen indes von Freitag an wieder ohne strenge Kontaktbeschränkungen treffen. Für Veranstaltungen gelten höhere Teilnehmerzahlen und mit Busreisegruppen dürfen erstmals seit März auch wieder Tagestouristen ins Land.  Dies teilte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Dienstag in Schwerin mit. 

Coronavirus in Deutschland: Erstes Bundesland überrascht mit neuer Stadien-Regelung

Update vom 7. Juli, 14.05 Uhr: Während in Gütersloh der Corona-Lockdown gekippt wurde, schreitet Sachsen weiter voran mit Lockerungen*. So sollen, wie der „Focus“ berichtet, ab September wieder Zuschauer in Fußballstadien erlaubt sein. Dies teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping mit. Ab dem 1. September sollen wieder mehr als 1000 Zuschauer Großveranstaltungen besuchen können. Das sei auch für die Bundesliga möglich. Nichtsdestotrotz sollen dabei weiterhin Auflagen gelten. So betonte Köpping, dass „noch keine vollen Stadien, aber mehr als 1000 Zuschauer möglich sind, wenn die Kontakte nachverfolgbar sind.“

Corona in Deutschland: Gericht kippt Gütersloh-Lockdown

Erstmeldung vom 7. Juli, 13.46 Uhr:

München - Der Coronavirus*-Ausbruch rund um den Tönnies- Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück hatte einige Konsequenzen nach sich gezogen. Besonders den Kreis Gütersloh hatte es mit einem erneuten Lockdown hart getroffen. 

Coronavirus in Deutschland: Corona-Lockdown im Kreis Gütersloh gekippt

Am Montag kam es in Gütersloh dann zu einer Wende. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster hat am Montag per Eilbeschluss den Corona-Lockdown im Kreis Gütersloh außer Vollzug gesetzt. Ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nun nicht mehr verhältnismäßig, wie das Gericht am Montag mitteilte. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Die Fortschreibung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens im gesamten Kreisgebiet Gütersloh sei nach der Prüfung voraussichtlich rechtswidrig gewesen, befand das Gericht. Es sei „möglich und erforderlich“ gewesen, eine „differenziertere Regelung“ zu erlassen. 

Coronavirus in Deutschland: Quarantänemaßnahmen auf Arbeiter der Tönnies-Fabrik begrenzt

Auch soll es nun keine neuen Maßnahmen für einzelne Gemeinden des Kreis Gütersloh geben. „Offenkundig hat sich das Virus nicht signifikant unter der Bevölkerung des Kreises Gütersloh verbreitet“, erklärte das NRW-Gesundheitsministerium am Montagabend in Düsseldorf. Die Einschränkungen würden nun vollständig auf die bereits verhängten Quarantänemaßnahmen für infizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tönnies-Fabrik* und bei Bedarf auf ihre Familien begrenzt.

Coronavirus: Macht der gekippte Lockdown künftige Einschränkungen komplizierter?

Dass der gekippte Coronavirus*-Lockdown im Kreis Gütersloh womöglich zukünftige Einschränkungen kompliziert machen könnte, glaubt SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach nicht. Er rechnet auch nach der Gerichtsentscheidung mit ähnlichen lokalen Lockdowns, wie er im „ntv Frühstart“ ausführte.

„Die Regel ist nicht vom Tisch. Die Regel ist ja nicht ganz grundsätzlich infrage gestellt worden“, sagte er hinsichtlich des von Bund und Ländern vereinbarten Mechanismus, dann Lockdowns einzuführen, wenn es binnen sieben Tagen in einem Landkreis mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gegeben hat. 

„Ich glaube“, so Lauterbach weiter, „dass man diese Gerichtsentscheidung [...], die es hier gegeben hat, nicht überbewerten darf“. Indes wirft die „New York Times“ WHO und RKI vor eine wichtige Corona-Entdeckung versäumt zu haben und es mehren sich Anzeichen, dass Menschen auch nach überstandener Infektion noch Symptome haben - unter anderem belegt durch eine Studie aus Italien. Der Virologe Christian Drosten, der derzeit eine Sommerpause mit seinem Podcast macht, bekommt jetzt ein Lied - und eine Art Ehrentitel.

Mitten in der Corona-Pandemie häufen sich in China Fälle von Beulenpest. (dpa/mbr) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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