Details aus Quarantäne-Bereich

Coronavirus in Germersheim: Spahn mit düsterer Prognose - Oberst spricht nach Evakuierung von „Belastungsgrenze“ 

Coronavirus: Eine Luftwaffen-Maschine hat mehr als 120 Menschen aus China zurück nach Deutschland geflogen. Nun gibt es zwei neue Infizierten-Fälle. Mehr als 100 Personen sind in Quarantäne.

  • Coronavirus*: Die Zahl der Infizierten steigt in Deutschland auf zehn, in China auf über 14.000.
  • Eine Bundeswehrmaschine hat 124 Menschen aus Wuhan zurückgeholt.
  • Am Sonntag wurde bestätigt, dass zwei deutsche Passagiere sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Über 100 Personen sind in Quarantäne.  

Update vom 5. Februar 2020, 16. 21 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass die Zahl der nachgewiesenen Infektionen durch das neue Coronavirus, das sich jetzt auch in Italien ausbreitet, weiter steigen wird. „Der Höhepunkt ist noch nicht erreicht. In China nicht, was die Infektionszahlen und die Entwicklung angeht und damit auch für die Welt und für Deutschland nicht“, sagte Spahn am Mittwoch vor der Quarantäne-Station im pfälzischen Germersheim. 

In der Bundeswehrkaserne in Germersheim sind rund 120 Menschen untergebracht, die am Samstag an Bord einer Sondermaschine in Frankfurt gelandet waren.

Spahn wünsche sich nichts mehr, als dass es keine weiteren Infektionen gebe, dies sei aber derzeit nicht auszuschließen, sagte er weiter. Deutschland sei gut vorbereitet und könne mit der „dynamischen Lage“ gut umgehen. „Den zwölf Infizierten in Deutschland wünschen wir schnelle, vollständige Genesung.“ Spahn bedankte sich bei den Hilfskräften in Germersheim, vor allem bei der Bundeswehr und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). „Wir können allen dankbar sein, die das vor Ort möglich gemacht haben.“ In den nächsten Tagen solle es ein Treffen der EU-Gesundheitsminister geben.

Coronavirus in Deutschland: Oberst spricht nach Evakuierung von „Belastungsgrenze“ 

Update vom 4. Februar 2020, 15.00 Uhr: Die in einer Kaserne in Rheinland-Pfalz isolierten deutschen China-Heimkehrer sind erneut auf das Coronavirus untersucht worden. Erste Ergebnisse würden am Mittwoch erwartet, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Allen 122 Menschen in der Einrichtung gehe es "soweit gut". Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China hatte eine Maschine der deutschen Luftwaffe am Wochenende 126 Menschen aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei ausgeflogen.

Bei zwei Menschen wurde nach der Ankunft Infektionen mit dem Virus diagnostiziert, sie wurden zur Behandlung in die Universitätsklinik Frankfurt am Main gebracht. Auch vier weitere Heimkehrer wurden dort zunächst wegen anderer medizinischer Beschwerden behandelt. Letztere wurden laut dem Mainzer Sozialministerium inzwischen aus der Uniklinik entlassen, nachdem die Symptome weitgehend abgeklungen waren und kein Coronavirus nachzuwiesen war.

Der Coronavirus hat unterdessen für viele Haustiere drastische Konsequenzen. Auch, da sich hartnäckig das Gerücht hält, das Coronavirus würde etwa von Hunden und Katzen übertragen.

Coronavirus/Deutschland: Details aus 

Update vom 3. Februar 2020, 16.16 Uhr: Mit der Maschine der Luftwaffe ist auch die Studentin Ann-Sophie Muxfeldt am Samstag aus China nach Deutschland zurückgekehrt. Die 22-Jährige ist nun in Quarantäne. „Jeder gibt sich Mühe, auch die Zimmer sind angenehm“, sagte Muxfeldt telefonisch aus der Südpfalz-Kaserne gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Alles läuft recht flüssig. Die Menschen sind nett zueinander.“ Sie hofft, dass sie nur zwei Wochen im Quarantäne-Bereich bleiben muss.

Sie vermisse nur, herumlaufen zu können. „Man kann schon raus aus dem Gebäude, aber das abgesperrte Gebiet ist natürlich sehr begrenzt“, sagte die Studentin der dpa. Die Verpflegung sei gut. „Zum Frühstück gab es Obst und Brötchen, zum Mittagessen Reis und Chicken Curry, und zum Abendessen Kartoffelsuppe mit Würstchen.“ Ein Kiosk gebe Getränke und Snacks aus. „Ich denke, damit komme ich ganz gut zurecht“, sagte Muxfeldt.

Bei den Bewohnern im Quarantäne-Bereich sind nach Angaben von Landrat Fritz Brechtel weiterhin keine Anzeichen von einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden, berichtet die Bild. Alle Bewohner würden demnach erneut auf den Erreger getestet werden. Bis die Ergebnisse vorliegen könne es einige Tage dauern. Auch auf einem Kreuzfahrtschiff sind inzwischen acht Deutsche von einer Quarantäne-Maßnahme betroffen.

Täglich werde bei den Bewohnern Fieber gemessen, sagte Dr. Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz gegenüber der Bild. Bei Symptomen würden diese Personen isoliert. „Das Leben in Quarantäne ist wie Stubenarrest von Mama“, zitiert das Blatt Dr. Kai Kranich.

Coronavirus: Oberst spricht über China-Evakuierung - „an der Belastungsgrenze“

Update vom 3. Februar 2020, 11.14 Uhr: Der Einsatz war außergewöhnlich: Ein Airbus 310 „Kurt Schumacher“ der Luftwaffe hat 124 Passagiere aus dem Coronavirus-Gebiet in China ausgeflogen und zurück nach Deutschland gebracht. „Mission completed“ -  der Auftrag des Auswärtigen Amtes ist für die Luftwaffe erfolgreich abgeschlossen. Der Einsatz war alles andere als gewöhnlich.

Die Besatzungen sind zurückgekommen und waren alle sehr erlöst, dass es vorbei ist“, sagt Oberst Johannes Stamm, stellvertretender Kommandant der Flugbereitschaft in einem Twitter-Video, das der Account namens Team-Luftwaffe geteilt hat. 

Die Besatzung der Bundeswehr-Flugbereitschaft war über 24 Stunden im Einsatz. Die Crew sei nach Hause gefahren und schläft sich nun aus, berichtet Oberstarzt Dr. med Thomas Harbaum via Twitter. 

Es bestehe keine Gefahr einer Infektion für Crew oder Personal, betont Oberstarzt Dr. med Thomas Harbaum

Coronavirus in Deutschland: So schützte sich die Crew der Luftwaffe

Während des Fluges sei bei jedem Kontakt mit den Passagieren, genau die Maßnahmen angewendet, die unter Anderem vom Robert-Koch-Institut empfohlen werden. Um jedwede Ansteckung zu vermeiden, musste die gesamte Crew einen Schutzausrüstung anlegen.  

„Die Atmosphäre auf dem Flug war leicht angespannt. Wir waren mit Personal und Material an der Belastungsgrenze“, so Oberst Johannes Stamm gegenüber Bild.de (hinter Bezahlschranke). Umso größer ist wohl jetzt die Erleichterung.

Die Maschine der Luftwaffe ist nach dem Einsatz in das Corona-Krisengebiet am Standort Köln desinfiziert worden und nach 24 Stunden wieder einsatzbereit.

Die aus China evakuierten deutschen Staatsbürger sind nach der Landung in Deutschland in eine Kaserne nach Germersheim gebracht worden.

Coronavirus in Deutschland: Es gibt ein Problem an dem neuartigen Coronavirus

Update vom 3. Februar 2020, 10.38 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht das deutsche Gesundheitssystem gut für den Umgang mit dem Coronavirus aus China gerüstet. Sollte sich die Lage verschärfen, „dann würden alle im Gesundheitssystem sich anstrengen, die Ressourcen genau darauf zu konzentrieren“, sagte Spahn am Montag im Morgenmagazin der ARD. Dann werde umgehend geprüft, „wie viel an Personal, Ärzte, Pflegekräfte für eine solche Situation gesondert bereitgestellt“ werden müssten.

Bei derzeit nur zehn Erkrankten sei Deutschland aber „noch lange nicht“ in einer solchen Notsituation. „Wir haben gelernt aus den letzten Jahren“, sagte Spahn mit Verweis auf frühere Epidemien wie Sars oder Ehec. „Das ist das wichtige Signal: Dass wir wissen, wenn die Zahlen sich veränderten, bei welcher Erkrankung auch immer, dass wir dann mit den Krankenhäusern und Ärzten auch schon Maßnahmen geplant haben".

Den zehn Infizierten in Deutschland gehe es, „Stand jetzt, gesundheitlich sehr gut“, sagte der Minister. Das Problem am neuartigen Coronavirus sei allerdings, „dass wir noch nicht abschließend alles über ihn wissen“ - etwa zu den Übertragungswegen. Solange es ungeklärte Fragen gebe, sei „immer größtmögliche Vorsicht angesagt“.

Coronavirus bestätigt: Zwei deutsche Rückkehrer infiziert - Studentin berichtet von der Seuchen-Reise

Update vom 3. Februar 2020, 10.35 Uhr: Es dürfte für die mehr als 120 Passagiere nicht der angenehmste Flug gewesen sein. Wegen des Verdachts auf Coronavirus holte die Bundeswehr Deutsche und Angehörige aus dem schwer betroffenen Wuhan in China. Dort herrscht seit Wochen Ausnahmezustand, da bereits mehr als 300 Personen an dem Virus gestorben sind. 

Doch auch nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen können sich die zahlreichen Passagiere nicht auf die nötige Ruhe nach dem Reisestress freuen, denn sie müssen die nächsten zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden. Die Bild konnte eine China-Rückkehrerin erreichen und Infos über die beschwerliche Reise bekommen. 

Preslava Peshkova (25) ist Studentin und saß mit den anderen unter Virus-Verdacht stehenden Personen in der Maschine nach Deutschland. „Die Crew trug Masken und Schutzkleidung und die Passagiere nur Masken, die alle 3-4 Stunden gewechselt wurden. Das Essen war von Lufthansa. Der Flug war anstrengend für alle, aber die Crew hat alles getan, um die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten. An Bord gab es kein Entertainment-System“, berichtet sie gegenüber der Bild.

Und wie ging es dann weiter? „Nachdem wir gelandet sind, sind wir in eine Turnhalle gebracht worden, wo wir untersucht wurden. Danach fuhren wir zur Kaserne“, wird Peshkova von der Bild zitiert. In der Kaserne in Germersheim (Rheinland-Pfalz) werden die Passagiere dann unter Quarantäne gestellt. Doch auch dort gibt es klare Regelungen, wie die womöglich infizierten Personen aufgeteilt werden. „Nur Familien und Freunde bleiben zusammen“, erzählt die 25-Jährige weiter. 

Die Studentin fühlt sich „sehr gut versorgt“ und wartet „auf das Ergebnis“. Bisher habe sie „noch keine Symptome“. 

Update vom 2. Februar 2020, 16.35 Uhr: Den beiden aus China zurückgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose (Grüne) „den Umständen entsprechend sehr gut“. Beide seien deutsche Staatsangehörige. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, ergänzte am Sonntag in Frankfurt, dass die beiden Patienten stationär aufgenommen worden seien und dort isoliert behandelt würden. Sie seien „medizinisch wohlauf“. 

Die Angst vor dem Coronavirus ist weltweit zu spüren: Die „Aida Perla“ durfte nun in der Karibik nicht anlegen, da etliche Passagiere über Grippe-Symptome geklagt hatten.

Coronavirus in Deutschland: Spahn spricht über Gesundheitszustand der zwei neuen Infizierten 

Update vom 2. Februar 2020, 15.49 Uhr: Die beiden mit einem Bundeswehrflugzeug aus China zurückgekehrten Passagiere, die mit dem Coronavirus infiziert sind, waren nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Ankunft in Deutschland symptomfrei. „Sowohl beim Abflug in China als auch bei der Ankunft in Frankfurt waren diese beiden Patienten symptomfrei“, betonte der CDU-Politiker am Sonntag in Berlin. 

Es gehe ihnen zur Stunde gut, sie würden in der Uniklinik in Frankfurt untersucht. Dies zeige auch, dass es richtig gewesen sei, dass man sich für eine zentrale Unterbringung der Rückkehrer entschieden habe. Spahn sagte, sollte sich in der Inkubationszeit von 14 Tagen herausstellen, dass sich weitere Rückkehrer infiziert hätten, würden diese auch sofort in eine Klinik gebracht.

Video: Wie ansteckend ist das Coronavirus?

Zwei Deutsche infiziert - bei einer anderen Person gibt es dagegen Entwarnung: Coronavirus konnte nicht bestätigt werden

Update vom 2. Februar 2020, 13.27 Uhr: Während am Sonntag nachweislich bestätigt wurde, dass sich zwei deutsche Passagiere aus dem Flugzeug aus Wuhan mit dem Coronavirus infiziert haben, gibt es bei einer anderen Person dagegen Entwarnung. Der wegen des Virus-Verdachts direkt in die Frankfurter Uniklinik gebrachte Passagier kann jedoch aufatmen, da die Vermutung nicht bestätigt werden konnte. 

115 Personen aus dem Flieger wurden nach medizinischen Untersuchungen am Samstagabend zu einer Kaserne nach Germersheim (Rheinland-Pfalz) gefahren, in der sie die nächsten zwei Wochen in Quarantäne verbringen müssen. Elf weitere Passagiere mussten direkt in die Frankfurter Uniklinik gebracht werden. 

Coronavirus: Zwei deutsche China-Rückkehrer haben sich infiziert

Update vom 2. Februar 2020, 11.10 Uhr: Es gibt laut zwei neue bestätigte Infizierten-Fälle. Nachdem am vergangenen Samstag ein Flugzeug aus der Provinz Hubei mit mehr als 120 Personen am Flughafen Frankfurt gelandet hatte, steht nun laut SWR fest, dass zwei China-Rückkehrer mit dem Coronavirus infiziert sind. Ob es sich bei den beiden Fällen um deutsche Staatsbürger handelt, ist unklar. 

Die Insassen wurden nach der Landung am Samstag in Germersheim direkt in Quarantäne genommen - von den betroffenen Personen sind nun laut Kreisverwaltung Germersheim zwei positiv auf das Virus getestet worden. Sie sollen nun mit einem Spezialfahrzeug in ein Krankenhaus nach Frankfurt gebracht werden. Die anderen unter Quarantäne stehenden Passagiere bleiben weiterhin in Germersheim. 

„Die betroffenen Personen haben diesen Befund gefasst aufgenommen und wurden isoliert“, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Luftwaffe, des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Landkreises und der Stadt Germersheim.

Für die Bevölkerung Germersheim, aber auch für die zivilen und militärischen Helfer, bestehe trotz der beiden Erkrankungen „kein Grund zur Sorge“, hieß es am Sonntag. Dieser Hinweis ist auch aus einem anderen Grund wichtig: Denn immer mehr Menschen mit asiatischem Aussehen fühlen sich ausgegrenzt.

Laut dem Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts René Gottschalk wurden elf Passagiere bereits während dem Flug isoliert, um eine mögliche Ansteckungsgefahr zu vermeiden. 

Derweil haben Forsche aus China entdeckt, dass das Coronavirus neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden könnte. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete.

Ein Instagram-Video mit möglichem Coronavirus-Hintergrund irritiert viele Betrachter.

Coronavirus: Flugzeug mit über 100 Passagieren landet in Frankfurt - Deutscher hat sich in Spanien infiziert

Update vom 1. Februar 2020, 22.02 Uhr: In Bayern ist der achte Fall eines mit dem Coronavirus Infizierten bekannt geworden. Es handelt sich um einen Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto, der Mann wohnt in München. Am Samstag wurde außerdem bekannt, dass sich ein deutscher Tourist in Spanien mit dem Coronavirus infiziert hat. Er werde auf der Kanareninsel La Gomera isoliert behandelt, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Er habe zuvor in Deutschland "engen Kontakt" mit einer infizierten Person gehabt.

Unterdessen kündigte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ein Nachspiel des Eklats in Russland an. Der Rückflug führte dort am Samstag zu einem diplomatischen Zwist. Die dortigen Behörden hatten der Luftwaffen-Maschine aus Wuhan die vorher in Aussicht gestellte Landegenehmigung für einen Zwischenstopp auf dem Moskauer Flughafen verweigert, wie AKK sagte. Dies sei mit Kapazitätsengpässen am Flughafen begründet worden. 

Coronavirus: Flugzeug landet in Frankfurt - viele Passagiere werden direkt in die Uniklinik gebracht

Update vom 1. Februar 2020, 20.09 Uhr: Einer der Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht. Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). Bei einem von ihnen solle abgeklärt werden, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei, bei den anderen lägen andere medizinische Gründe vor, erläuterte Klose rund drei Stunden nach der Landung des Fliegers auf dem Frankfurter Flughafen.

Die Nationalität und das Geschlecht des sogenannten Abklärungsfalls wurden zunächst nicht bekannt. Das Ergebnis des Schnelltests werde am Sonntagmittag erwartet, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk. Die Person habe Atemnot und leichten Husten gehabt. „Das ist nicht sonderlich gefährlich, selbst wenn es ein Fall wäre“, sagte Gottschalk. Insgesamt seien 124 Passagiere in Frankfurt gelandet, darunter 100 Deutsche, 22 Chinesen, ein US-Bürger und ein Rumäne.

Update vom 1. Februar 2020, 16.43 Uhr: Das Flugzeug der Bundeswehr, das Deutsche und andere Staatsbürger aus dem vom Coronavirus betroffenen chinesischen Wuhan ausgeflogen hat, ist in Frankfurt gelandet. Der Flieger kam wegen einer Umleitung über Helsinki verzögert an.

Nun sollen die Passagiere noch im Flieger von Medizinern begutachtet und befragt werden. Anschließend werden sie in ein sogenanntes Medical Assessment Center gebracht, eine umgewidmete Sporthalle. Falls Passagiere Symptome aufweisen, werden die Betroffenen in die Frankfurter Universitätsklinik gebracht. Gesunde Rückkehrer werden zu einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim transportiert, um dort zwei Woche lang in Quarantäne zu bleiben.

Update vom 1. Februar 2020, 13.27 Uhr: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat bestätigt, dass das Flugzeug der Bundeswehr mit Rückkehrern aus China an Bord nicht in Moskau zwischenlanden durfte. Die CDU-Politikerin sagte am Samstag in Bonn, eine zugesagte Landegenehmigung sei nicht gegeben worden, stattdessen sei die Crew in die finnische Hauptstadt Helsinki umgeleitet worden. Moskau habe dies offiziell mit mangelnden Kapazitäten am Flughafen erklärt.

Das Verteidigungsministerium wolle mit dem Auswärtigen Amt klären, was mögliche weitere Gründe seien. In Helsinki sei die Maschine aufgetankt und die Crew ausgewechselt worden.

Die Maschine mit deutschen Staatsbürgern und Familienangehörigen an Bord war in der Nacht in Wuhan gestartet und sollte nach der Zwischenlandung am Nachmittag in Frankfurt am Main ankommen. Laut Flughafenbetreiber Fraport sollte die Maschine gegen 13.40 Uhr in Helsinki starten. Sie werde frühestens um 15.50 Uhr in Frankfurt landen.

Coronavirus: So geht es mit den Rückkehrern aus China weiter

Update vom 1. Februar 2020, 12.31 Uhr: Das Flugzeug der Bundeswehr mit Rückkehrern aus China an Bord wird am Samstagnachmittag in Frankfurt erwartet. Die Maschine war in der Nacht im besonders vom Ausbruch des Coronavirus betroffenen Gebiet Wuhan gestartet.

Nach Angaben der Behörden sind weder Erkrankte noch Verdachtsfälle in der Maschine. Die Rückreise ist freiwillig. Nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen sollen die Menschen schon an Bord von Medizinern begutachtet und befragt werden, danach auch in einem sogenannten Medical Assessment Center - eine umgewidmete Sporthalle.

Sollte dabei jemand Symptome zeigen, werde er in die Frankfurter Universitätsklinik in eine Isolierstation gebracht, heißt es vom Frankfurter Gesundheitsamt. Danach sollen die Rückkehrer zu einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim gebracht werden, wo sie für zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen.

Coronavirus: „Mangelnde Kapazitäten am Boden“ - Russland verweigert Luftwaffen-Flug die Landung

Update vom 1. Februar 2020, 11.45 Uhr: Die Rückholung deutscher Bürger aus dem chinesischen Seuchengebiet hat zu einem diplomatischen Eklat mit Russland geführt. Russland habe der deutschen Luftwaffen-Machine mit den 128 Rückkehrern aus Wuhan die zwingend benötigte Zwischenlandung in Moskau verwehrt, sagte der Kommandeur der Flugbereitschaft im Bundesverteidigungsministerium, Oberst Daniel Draken, der Bild am Sonntag. Der Airbus werde nun zum Auftanken in Finnlands Hauptstadt Helsinki zwischenlanden.

„Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt“, sagte Draken der Zeitung. „Aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert.“

Coronavirus: Russland hat der Luftwaffen-Maschine mit 128 Rückkehrern aus Wuhan die Zwischenlandung in Moskau verwehrt.

Nach Informationen der Bild am Sonntag hatte Russland den deutschen Behörden die Landung zuvor in Aussicht gestellt. Der Zwischenstopp auf dem Flug nach Frankfurt am Main ist notwendig, um den Regierungs-Airbus aufzutanken und die Piloten auszutauschen. Eine A310-Crew war demnach bereits am Donnerstag nach Moskau vorgeflogen, um dort die Maschine übernehmen zu können.

Die Nachricht, dass die Landung in Moskau verweigert wird, kam dem Bericht zufolge in der Nacht zu Samstag. Nach Informationen von Bild am Sonntag halten Sicherheitskreise den Verweis der russischen Seite auf Platzprobleme für vorgeschoben.

Coronavirus: Deutsche am Samstag in Frankfurt erwartet - Spahn: „Können sie nicht in den Alltag entlassen“

Update, 17.24 Uhr: Am Samstag soll eine Bundeswehrmaschine mit ca. 90 deutschen Staatsbürgern aus China am Flughafen in Frankfurt landen. Zwar zeigt keiner von den Menschen, die aus der chinesischen Metropole Wuhan evakuiert werden sollen, Symptome, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen würden, dennoch werden sie in Deutschland erst einmal unter Quarantäne gestellt. Hier gilt das Prinzip Vorsicht vor Nachsicht.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte dem Magazin focus: „Solange wir nicht wissen, ob die Rückkehrer aus den Infektionsgebieten an dem Coronavirus erkrankt sind, können wir sie nicht in den Alltag entlassen.“ Er betonte zugleich: „Wir sind sehr wachsam. Aber gelassen.“

Update, 14.23 Uhr: Die Anzahl der in Deutschland Infizierten steigt weiter an. Nun wurde das erste infizierte Kind bestätigt*.

Coronavirus: Luftwaffe holt Deutsche aus China zurück - Betroffene berichtet dramatische Details 

Update, 14.12 Uhr: Die Deutschen, die aus Wuhan ausgeflogen werden sollen, haben sich schon am Freitag am Flughafen der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen chinesischen Metropole versammelt. Ihnen war gesagt worden, bereits um 20.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MEZ) am Flughafen zu sein, berichtete eine Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte, telefonisch der Deutschen Presse-Agentur.

Voraussichtlich werden sie die Nacht am Flughafen ausharren müssen, weil der Flieger der Luftwaffe erst eine Stunde zuvor vom Flughafen Köln-Wahn gestartet war und rund zehn Stunden bis China braucht. Nach dpa-Informationen sollen rund 130 Menschen zurückgeholt werden - rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit.

Wann es am Samstag losgehen soll, war unklar. „Wir haben eigentlich gar keine Ahnung“, sagte die Frau. Auch sei unklar, ob es vorher noch medizinische Tests geben soll. Dass sie nach der Ankunft in Frankfurt für 14 Tage in Quarantäne sollen, wurde als notwendiges Übel akzeptiert. „Ich verstehe, warum die Maßnahme getroffen wurde“, sagte die Frau. „Aber freuen tut man sich jetzt nicht darauf.“

Die frühzeitig erbetene Anreise zum Flughafen erklärte sich die Frau damit, dass vielleicht vermieden werden sollte, dass jemand am Samstagmorgen in der Stadt hängenbleibt und nicht wegkommt. Der Transport zum Flughafen musste selbst organisiert werden, was schwierig war, da Autos nur mit Ausnahmegenehmigung fahren dürfen.

Coronavirus: Luftwaffe holt Deutsche aus China zurück - Deutschland bereitet sich vor

Update, 11.58 Uhr: Das Flugzeug, das Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei ausfliegen soll, ist am Freitag in Köln gestartet. Die Maschine der Bundeswehr hob gegen 12 Uhr vom Flughafen Köln-Wahn ab und soll am Samstag wieder in Deutschland ankommen. 

Update, 11.41 Uhr: Mit dem Flug der Luftwaffe wegen der Lungenkrankheit in China sollen mehr als 100 Menschen nach Deutschland geholt werden. Es gebe darunter niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag in Berlin. Die Maschine sollte noch am Freitagvormittag in die schwer vom Coronavirus betroffene Provinz Hubei starten, nachdem nun alle Genehmigungen der chinesischen Behörden vorliegen. Die Ankunft in Deutschland ist an diesem Samstag vorgesehen. Beim Hinflug sollen auf Bitten Chinas 10 000 Schutzanzüge mitgenommen werden, die vor Ort gebraucht würden, sagte Maas.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen mit dem Flug rund 130 Menschen zurückgeholt werden - darunter rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit, die sich angemeldet haben. Maas sagte, es habe auch Anfragen anderer Länder gegeben, ihre Bürger mit auszufliegen, es seien aber alle verfügbaren Plätze in der Bundeswehr-Maschine belegt. Die Teilnahme an dem Rückholflug ist freiwillig.

Coronavirus: Luftwaffe holt Deutsche aus China zurück - Deutschland bereitet sich vor

Ursprungsmeldung 11.05 Uhr: Köln/China - Fünf am Coronavirus Erkrankte zählt Deutschland am Donnerstag, in China erhöht sich die Zahl der Erkrankten auf fast 9.700 Personen - die Zahl der Toten steht bei 213. Aus Angst vor dem Virus startet am Freitag nun eine Maschine der Luftwaffe, rund 90 Deutsche sollen aus dem Gebiet ausgeflogen werden. Doch das Flugzeug betreten dürfen nur Personen, bei denen vor Abflug keinerlei Symptome entdeckt werden. 

In Frankreich erhöhte sich die Anzahl der infizierten Personen nun auf sechs, darunter auch ein Arzt. Das Auswärtige Amt warnt mittlerweile vor Reisen nach China. Die Forschung ist auch dank Testverfahren vorbereitet. Ein Impfstoff wird entwickelt.*

Coronavirus in Deutschland: Luftwaffe holt rund 90 Bundesbürger aus China 

Die Rückkehrer sollen rund 14 Tage lang auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz in Quarantäne. Am Frankfurter Flughafen werden die Passagiere des Rückholfluges zunächst in das medizinische Zentrum Medical Assessment Center gebracht, wie der Leiter der Behörde, René Gottschalk, dem Sender hr-Info in einem am Freitagmorgen ausgestrahlten Beitrag sagte. 

Dies diene dazu, „mögliche Kontaktpersonen zu erfassen“. Sollte doch einer der Passagiere Krankheitssymptome* zeigen, werde er in die Uniklinik in Frankfurt gebracht, sagte Gottschalk.

Coronavirus in Deutschland: Deutsche müssen nach Landung in Quarantäne 

Die Infektionen und Todesfälle erlebten bis Freitag den größten Anstieg innerhalb eines Tages. Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus kletterte um 1981 auf 9692, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Donnerstagabend die Ausbreitung des Virus zu einer „gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“. Die 190 Mitgliedsländer werden damit von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen untereinander koordinieren.

Stundenlang sind 7000 Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff an der Küste Italiens festgesessen. Jetzt ist An Bord gab es einen Coronavirus-Verdachtsfall.  Ein Virus-Experte warnt nun vor der Ausbreitung der Lungenerkrankung in Deutschland.* Die Angst vor dem Coronavirus greift weiter um sich. Ein Taxifahrer warf nun sogar einen hustenden Fahrgast aus dem Auto. Das Video zeigte die Eskalation im Wagen.

Ein chinesischer Blogger hat heimlich Szenen aus einem Krankenhaus in Wuhan aufgenommen. Die Region ist besonders stark von dem Coronavirus betroffen.

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. NRW meldet erste Fälle. Deutschland rüstet sich für die Epidemie.

Im Iran sind offiziellen Angaben zu Folge schon 15 Menschen am Coronavirus verstorben. Jetzt ist offenbar auch der direkte Coronavirus-Beauftragte erkrankt.

Jens Spahn und der Arzt Johannes Wimmer diskutierten bei Maybrit Illner über das Coronavirus. Besorgniserregende Aussagen des Arztes trafen bei Spahn einen Nerv.

Rubriklistenbild: © dpa / Boris Roessler

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