Kampf gegen Falschmeldungen

Fake-News in der Corona-Pandemie: Twitter kündigt drastische Neuerung an

Aufgrund von Fake News wird der Umgang mit der Coronavirus-Pandemie erschwert. Daher haben sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook Maßnehmen ergriffen.

  • Immer mehr Verschwörungstheorien machen den Umgang mit der Corona-Krise* noch schwieriger
  • Vor allem über die sozialen Netzwerke werden zudem häufig Fake News verbreitet
  • Dem versucht jetzt das Nachrichten-Netzwerk Twitter bewusst entgegenzusteuern
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen.

München/San Francisco - Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit machen Verschwörungstheoretiker oder sogenannte „Experten“ den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie nicht wirklich einfacher. In der ganzen Bundesrepublik gab es am Wochenende Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen, an denen teilweise tausende Leute teilnahmen.

Teils angestachelt von abstrusen Theorien oder einfachen Fake News, die in den sozialen Netzwerken verbreitet werden, gingen die Leute auf die Straße. Dass solche Falsch-Informationen nun nicht mehr weitergeleitet oder verbreitet werden, dafür will nun Twitter sorgen - und zwar rigoros.

Coronavirus und Fake News: Twitter kündigt heftige Neuerung an

So will der Nachrichten-Dienst härter gegen die Verbreitung falscher Informationen über das Coronavirus vorgehen. Tweets, durch die Menschen zu Schaden kommen könnten, werden gelöscht, weniger gefährliche Angaben mit einem Verweis auf vertrauenswürdige Quellen versehen, wie Twitter am Montag ankündigte. 

Man werde dabei auch Informationen im Blick haben, die zu mehr Ansteckungen führen könnten. Gegen unbestätigte Angaben, die falsch oder korrekt sein könnten, will Twitter nicht vorgehen.

Facebook löscht bereits ebenfalls potenziell gefährliche falsche Behauptungen über das Coronavirus - und schickt Nutzern nachträglich eine Warnung, wenn sie mit solchen Behauptungen in Berührung kamen. Bei YouTube werden Videos zu dem Thema mit einem Hinweis zu offiziellen Informationen versehen. Erst vergangene Woche hatten Experten - darunter auch der Virologe Christian Drosten - einen Appell in dieser Richtung verfasst.

smk/dpa

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © dpa / Martti Kainulainen

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