Maschine landet in München

Coronavirus-Verdacht in Regierungsflieger - Minister will sich testen lassen

Ein Coronavirus-Verdacht bestand am Freitag im Regierungsflieger. Die Nachricht sorgte für Aufsehen im Bundeskabinett.

  • Im Regierungsflieger herrschte am Freitagmittag Verdacht auf Coronavirus.
  • Entwicklungsminister Gerd Müller flog von Indien zurück nach München und erhielt die Schreckensmeldung noch an Bord. 
  • Auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer schaltete sich ein. 

München - Schockmeldung an Bord des Regierungsfliegers: Am Freitag wurde Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) auf seinem Flug von Indien nach München über einen Coronavirus-Verdacht bei einem Crew-Mitglied informiert. Der CSU-Politiker war gemeinsam mit fünf seiner Mitarbeiter, drei Journalisten, einem Bundeswehrarzt, BKA-Beamten, zwei Piloten und einem Mitarbeiter der Flugbereitschaft in einer „Global 6000“-Maschine der Flugbereitschaft. 

Coronavirus-Verdacht im Regierungsflieger - Minister Müller im Flugzeug angerufen

Der Verdacht: Es könnte einen Kontakt der Crew zu einem mit dem Coronavirus* infizierten Piloten gegeben haben. Das Verteidigungsministerium informierte zuvor das Entwicklungsministerium über die besorgniserregende Nachricht, berichtet Bild.de. Daraufhin informierten die Beamten den Minister telefonisch im Flugzeug. Auch das Kanzleramt wurde benachrichtigt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer rief ihre Kabinettskollegen noch während des Rückflugs persönlich an

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„Natürlich haben wir alle erst mal einen Schreck bekommen“, räumte Müller gegenüber Bild.de ein. Doch die Behörden in München hätten besonnen reagiert und die Personen an Bord umfassend informiert. „Es handelte sich eindeutig um eine falsche Information, dass es einen Kontakt der Crew zu einem infizierten Piloten gäbe. Die Ärzte der Bundeswehr und der Landesbehörde schlossen damit ein Risiko aus.“

Coronavirus-Verdacht im Regierungsflieger - Müller wollte sich freiwillig auf CoVid19 testen lassen

Der Minister habe zwar angeboten, sich freiwillig auf das hoch ansteckende Virus* testen zu lassen. „Das wurde von den Ärzten aber ausgeschlossen, da es keine Verdachtsmomente mehr gab“, erklärte Müller. Während sich der Coronavirus-Verdacht im Regierungsflieger als falscher Alarm herausstellte, gibt die Lage in anderen Teilen Deutschlands und der Welt durchaus Grund zur Sorge. So sind in China mittlerweile mehr als 2800 Menschen an CoVid19 verstorben und auch in Australien gab es am Sonntag nun erstmals einen Todesfall

Auch in Deutschland breitet sich das Virus zunehmend aus: Am Sonntagvormittag wurden vier neue Infektionen in Hessen bekannt, die meisten Fälle sind bisher jedoch in Nordrhein-Westfalen registriert. Auch Bayern blieb von der Lungenkrankheit nicht verschont, hier hält sich die Ausbreitung bisher jedoch in Grenzen. Am Flughafen München wurde eine Task Force eingerichtet* und das Kultusministerium hat nun Schüler angewiesen, nach den Faschingsferien nicht am Unterricht teilzunehmen, wenn sie in Risikogebieten wie der italienischen Lombardei Urlaub gemacht haben. Dies gilt selbst dann, wenn die Urlaubsrückkehrer keine Symptome aufweisen. Und auch Politiker haben erste Schutzmaßnahmen wegen Corona ergriffen. So schütteln Horst Seehofer und Angela Merkel derzeit keine Hände und US-Präsident Donald Trump verwehrte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz den Besuch. Die Bundeswehr geht unterdessen offenbar von einer „Verschärfung der Lage“ aus.

ga

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Britta Pedersen

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