Wieder in Baden-Württemberg

Britische Corona-Mutation in Deutschland - Zwei neue Fälle bekannt: Mann steckte sich wohl bei Geschäftsreise an

Coronavirus (SARS-CoV-2): Elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Virus in einer Probe, die von einem Patienten in den USA isoliert wurde.
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Das Coronavirus (SARS-CoV-2) unter dem Elektronenmikroskop.

Die neue Corona-Mutation B1.1.7 aus Großbritannien ist auch in Deutschland nachgewiesen worden. Wahrscheinlich grassiert sie schon länger. An Silvester werden zwei neue Fälle bekannt.

  • Die neue Corona-Mutation aus Großbritannien soll noch ansteckender sein.
  • Wahrscheinlich grassiert die Variante schon seit November in Deutschland. (siehe Erstmeldung)
  • An Silvester spricht das Gesundheitsamt Baden-Württemberg von zwei neuen Fällen. (siehe Update vom 31. Dezember, 15.18 Uhr)

Update vom 31. Dezember, 15.18 Uhr: Erneut ist die britische Mutation des Coronavirus in Deutschland aufgetaucht. Zwei neue Fälle sind dem Gesundheitsamt in Baden-Württemberg bekannt, wie die dpa in Stuttgart erfuhr. Betroffen sei ein Paar aus dem Ortenaukreis. Am Mittwoch sei ein Test der Frau auf die neue Virus-Variante positiv ausgefallen.

Es scheint eindeutig, dass sie sich bei ihrem Partner angesteckt hat. Nach seiner Rückkehr von einer Geschäftsreise in Großbritannien war er erkrankt. Da die Frau bereits vor Weihnachten auf Corona positiv getestet worden sei, seien die engen Kontaktpersonen schon wieder aus der Quarantäne entlassen worden. Die Gesundheitsbehörden hätten nun erneute Tests der engen Kontaktpersonen veranlasst, um das Risiko einer Weiterverbreitung zu minimieren. In Großbritannien breitet sich die Virus-Variante B1.1.7 beschleunigt unter der Bevölkerung aus. Wie Merkur.de* berichtet trifft das die britischen Krankenhäuser mit voller Wucht.

Corona-Mutation B1.1.7 war schon im November in Deutschland

Erstmeldung vom 29. Dezember, 10.42 Uhr:

Hannover - Wegen der neuen Coronavirus-Variante B1.1.7* aus Großbritannien wurden die Grenzen vor Weihnachten dicht gemacht, der Flugverkehr eingestellt. Doch für diese Corona-Mutation ist das wohl zu spät. Die Virus-Variante B1.1.7 ist seit mindestens November in Deutschland.

Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben die Coronavirus-Variante bestimmen können. Das teilte das Gesundheitsamt am Montag in Hannover (Niedersachsen) mit. Zunächst waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass die neue Virus-Variante von einer Frau erst kurz vor Weihnachten nach Deutschland gebracht worden war. Nun wird bekannt, dass schon viel früher die britische Virus-Variante im Lande war.

Bei Proben von zwei Infektionsfällen aus dem November konnten die Corona-Mutationen nachgewiesen werden. Die Proben stammen demnach von einem mittlerweile gestorbenen, sehr alten Covid-Patienten mit Vorerkrankungen sowie seiner Frau. Das Referenzlabor der Berliner Charité bei Top-Virologe Christian Drosten habe das Ergebnis bestätigt. Die Ergebnisse wurden am 23. Dezember zwischen der Virologie der MHH und der Charité kommuniziert und jetzt bekannt gegeben, berichtet der NDR.

Tochter des Patienten hatte sich in Großbritannien mit Corona angesteckt

Laut Ministerium hatte sich die Tochter des Patienten Mitte November in England aufgehalten und dort wohl angesteckt. Tochter und Ehefrau des Gestorbenen seien mittlerweile aber wieder genesen. Weitere Ansteckungen habe es im Zusammenhang mit diesen Fällen nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamtes der Region Hannover nicht gegeben.

Die neue Virus-Variante ist inzwischen für einen Großteil der Infektionen im Süden Englands verantwortlich und vermutlich besonders ansteckend. Ob der Corona-Impfstoff auch gegen die neue Mutation wirkt? Experten gehen davon aus. Sie hoffen jedoch bald auf Daten, die das tatsächlich belegen können. (ml mit Matrial der dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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