Neue Corona-Regeln

Corona in Niedersachsen: Lockerungen für Schulen - Osnabrück nimmt geflüchtete Kinder auf

Das Coronavirus greift in Niedersachsen weiter um sich, die Zahl der Infizierten in Pflege-Einrichtungen steigt weiter an. Zu Ostern gibt es lockere Corona-Regeln. Alle Informationen im News-Ticker.

Update vom 16.04.2020, 12.04 Uhr: In Niedersachsen sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts inzwischen 8188 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, das seien 169 mehr als am Vortag. Das Bundesland verzeichnet auch 248 Todesfälle.

Unterdessen sollen die ersten geflüchteten Kinder, die sich in griechischen Lagern befinden und nach Deutschland geholt werden, im Landkreis Osnabrück aufgenommen werden. Die soziale und medizinische Betreuung der 58 Minderjährigen sei sichergestellt, so eine Sprecherin des Landkreises. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte die Initiative nach einem Besuch auf Lesbos ins Rollen gebracht. 

Die Lage in der Türkei und Griechenland spitzt sich zu: Provoziert Erdogan eine neue Flüchtlingskrise?

Coronavirus in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil informiert über Lockerungen

Update 20.08 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Mittwochabend über die Beschlüsse von Bund und Ländern in Bezug auf schrittweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen informiert. 

Schon kommenden Montag sollten Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche wieder öffnen. Voraussetzung sei es laut Weil, dass strenge Hygienemaßnahmen eingehalten werden und sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig in den Läden befinden. Auch Kfz-, Fahrrad- und Buchhändler dürfen wieder öffnen. 

Ausgenommen sind jedoch Friseurgeschäfte. Diese sollen erst am 4. Mai wieder öffnen. Auch in Bezug auf die Schulen gibt es Neuigkeiten. So sollen Abschlussklassen ab dem 27. April den Anfang machen, ab dem 4 Mail folgen dann Weil zufolge „die jeweils nächstjüngeren Klassen“, wie der NDR berichtet. 

Wie sich diese neuen Maßnahmen auswirken würden, wie es weitergehen soll, diskutieren auch Experten sehr kontrovers.

Coronavirus in Niedersachsen: Stufenweise Lockerungen für Schulen beschlossen

Update 17.22 Uhr: Schrittweise soll der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. 

In einer Beschlussvorlage für die Schalte vonBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten war die Rede davon, dass die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) bis zum 29. April ein Konzept vorlegen solle, „wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann“.

Dabei solle neben dem Unterricht auch das Pausengeschehen und der Schulbusbetrieb mit in den Blick genommen werden. „Jede Schule braucht einen Hygieneplan.“ Die Schulträger seien aufgerufen, die hygienischen Voraussetzungen vor Ort zu schaffen und dauerhaft sicherzustellen.

Update vom 15. April, 10.50 Uhr: Nach Angaben des Robert-Koch-Institut wurden in Niedersachsen inzwischen 8019 positive Corona-Fälle ermittelt, das ist ein Anstieg um 134 im Vergleich zu gestern. Verstorben seien im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion inzwischen 224 Personen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, es werde noch viel Zeit ins Land gehen, bis man wieder gemeinsam Konzerte besuchen könne. 

„Auf der Grundlage der aktuellen Erkenntnisse über die Ausbreitung des Virus und die Auslastung unserer Krankenhäuser werden wir allenfalls über erste, vorsichtige Schritte zur Lockerung der geltenden Einschränkungen reden können“, so Weil am Dienstagabend in Hannover.

Der Ruf nach Lockerungen und Schulöffnungen wird lauter. Ein ARD-Kommentator findet dazu deutliche Worte. Nach „härtestmöglich“ nun „schnellstmöglich“? So Nicht!

Coronavirus in Niedersachsen - Neue Corona-Regeln über Ostern

Update 8. April, 11.10 Uhr: Zu Ostern lockert Niedersachsen die Corona-Regeln, berichtet Bild. Nach Kritik aus dem Sozialministerium soll es mehr Freiheiten für Treffen in Privatwohnungen geben. 

„Besuche in abgespeckter Form zu den Feiertagen sind sicherlich zulässig“, sagt Claudia Schröder aus dem Corona-Krisenstab gegenüber der Bild.  Dabei gelte es weiter den Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen in eigenem Hausstand auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren, sagt Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann in einem Statement zur geplanten „Neufassung der Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie“. Die neuen Corona-Regeln gelten ab Mittwoch (8. April):

  • Zu Kontakten in der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück sollte der Kreis der sich dort treffenden Menschen möglichst klein und möglichst gleichbleibend sein. Dann ist in dem Statement zu lesen: „Die hier denkbaren Konstellationen sind jedoch extrem unterschiedlich. Manche treffen sich mit ihren bereits ausgezogenen Kindern, andere mit ihren getrennt lebenden Lebensgefährten, wieder andere mit nur einem engen Freund oder einer Freundin. Das alles soll auch zukünftig in Niedersachsen möglich bleiben.“
  • Partys in der Wohnung oder auf dem eigenem Grundstück bleiben natürlich ausdrücklich verboten
  • Hochzeiten und Beerdigungen sind die einzigen Ausnahmen: Sie können im engsten Familien- und Freundeskreis begangen werden. Die Höchstgrenze liegt in beiden Fällen bei zehn teilnehmenden Personen.
  • Autowaschstraßen sind wieder geöffnet, Blumengeschäfte dürfen unter bestimmten Vorausetzungen öffnen. Baummarkt und Gartencenter sind wieder geöffnet, weil sich ein regelrechter „Baumarkt“-Tourismus in die Nachbarländer Bremen und Nordrhein-Westfalen entwickelt habe.
  • Besuche in Heimen sind in bestimmten Fällen erlaubt. Wie das Abschiednehmen von Sterbenden ist zu Hause und in Einrichtungen nach Absprache möglich.

Mehr Fragen und Antworten hat das Land Niedersachsen auf seine Webseite zusammengestellt. 

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In Niedersachsen gibt es derzeit 6444 laborbestätigte Corona-Fälle, teilt das Gesundheitsministerium Niedersachsen mit (Stand: 7. April, 16 Uhr). 124 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. 

Coronavirus in Niedersachsen: Nach 29 Toten - Anzeige gegen Pflegeheim in Wolfsburg

Update 7. April, 17.08 Uhr: Angesichts der Tatsache, dass sich Coronavirus-Fälle in Alten- und Pflegeheimen derzeit zunehmend ausbreiten und dort oft besonders gravierende Folgen haben, handelte eine Heimbewohnerin im niedersächsischen Braunschweig kürzlich sehr fahrlässig, wenn auch menschlich nachvollziehbar. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hat sich die 101-jährige Dame aus einem örtlichen Seniorenheim geschlichen, um ihrer Tochter zum Geburtstag zu gratulieren. Dafür habe sie laut Polizei den Notausgang genommen. 

Die Frau bestritt bei den Beamten zunächst, dass sie in dem nahe gelegenen Altenheim lebt. Doch im Gespräch mit der Tochter stellte sich heraus, dass die Seniorin dort seit zwei Wochen wohnt, ihre Tochter aber schmerzlich vermisst. Zumindest aus dem Streifenwagen konnte die ältere Dame ihre Tochter kurz sehen, bevor sie die Polizisten zurück ins Heim brachten. 

Coronavirus in Niedersachsen: Zahl der Genesenen übersteigt Neuinfektionen

Neben dieser traurigen Meldung gibt es aber auch gute Corona-Nachrichten aus Niedersachsen: So überstieg die Zahl der Genesenen dort am Dienstag erstmals die Zahl der Neuinfektionen. Seit Montag gab es 141 neue Infektionen und 221 neue Genesene, teilte die stellvertretende Krisenstabsleiterin Claudia Schröder in Hannover mit. Zu den bislang von einer Corona-Infektion Genesenen zählt mittlerweile auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. Er hat seine Covid-19-Erkrankung überstanden und darf nun die Amtsgeschäfte wieder vom Rathaus aus ausüben. Wie die Landeshauptstadt am Dienstag mitteilte, sei die Quarantäne für den Grünen-Politiker und die Dezernenten, die mit ihm Kontakt hatten, beendet.

Update, 7. April, 14.30 Uhr:  Die Regierung von Niedersachsen meldet die aktuelle Zahl der infizierten Personen. Mit Stand vom 7. April (13.00 Uhr), sind derzeit 6359 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Dies sei ein Plus von 141 im Vergleich zum Vortag. Mittlerweile gibt es in Niedersachsen 122 Menschen, die an den Folgen des Virus gestorben sind. 

Währenddessen wurde gegen das Hanns-Lilje-Pflegeheim in Wolfsburg offenbar Anzeige erstattet. In dem Heim sei die Hälfte der Bewohner mit dem Virus angesteckt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittle deshalb nun wegen fahrlässiger Tötung.

Coronavirus in Niedersachsen: Weitere Todesfälle in stark betroffenem Pflegeheim

Update, 7. April, 10.00 Uhr: Das stark vom Coronavirus betroffene Pflegeheim Hanns-Lilje meldet weitere Todesfälle. Am Montag, dem 6. April, teilte die Stadt Wolfsburg mit, dass der Tod zweier Männer im Alter von 76 und 89 Jahren im Zusammenhang mit dem Virus stehe. Insgesamt seien dort nun 29 Menschen an den Folgen des Covid-19 gestorben. 

Inzwischen habe das Hanns-Lilje-Heim eine Hotline eingerichtet. Bewohner können so wieder in Kontakt mit ihren Angehörigen stehen. Die leitende Diakonie des Heims meldete, dass die Hotline bereits stark frequentiert sei. 

Auch ein Pflegeheim im niedersächsischen Wildeshausen hat das Coronavirus getroffen.

Coronavirus in Niedersachsen: Präsidentin der Ärztekammer fordert mehr Corona-Tests

Die Präsidentin der niedersächsischen Ärztekammer, Martina Wenker, forderte währenddessen eine Erhöhung der Corona-Tests für medizinisches Personal. Am Montag (6. April) sagte sie in Hannover gegenüber dem Evangelischen Pressedienst, es sei „brandgefährlich“ wenn aufgrund „unzureichender Test-Kapazitäten in vielen Kliniken und Pflegeheimen keine hinreichende Klarheit darüber herrscht, wer infiziert ist“. 

Es sei eine tagesaktuelle Analyse notwendig, da aufgrund von einer mutmaßlich hohen Dunkelziffer an Infizierten, keine Klarheit herrsche. Andernfalls könne eine weitere unkontrollierte Ausbreitung der Infektion wie etwa in Wolfsburg, im Hanns-Lilje-Heim drohen, so die Expertin. 

Coronavirus in Niedersachsen: Datenschutzbeauftragte gibt Stellungnahme ab

Update, 6. April, 14.44 Uhr: Uta Schöneberg, Leiterin des Rechtsreferats der Polizei im Innenministerium nahm in einer Pressekonferenz zu Vorwürfen von Datenschutzbeauftragten Stellung. Die Leitstellen der Polizei erhalte seit 31.3. in Niedersachsen Informationen, wer unter Quarantäne steht - dies gehe zum Eigenschutz der Beamten, etwa wenn es Einsätze in einer Wohnung gebe.

Desweiteren sei keine baldige Entscheidung möglich, ob die Schulen nach den Ferien wieder öffnen könnten oder nicht, so Heiger Scholz, Leiter des Krisenstabs. Niedersachsen wolle keine Alleingänge machen, sondern werde die Gespräche mit der Bundeskanzlerin abwarten. Dass am Wochenende Bau- und Gartenmärkte wieder geöffnet hatten, sei gut angenommen worden von der Bevölkerung - es habe aber keine nennenswerten Verstöße gegen Abstandsregeln gegeben.

Erste Details zu neuen Schutzmaßnahmen sollen aber inzwischen durchgesickert sein - unterdessen berechnete eine Wissenschaftlerin verschiedene Szenarien, mit einem Fazit, das es in sich hat.

Coronavirus Niedersachsen - Anstieg an Todesfällen

Inzwischen sind in Niedersachsen 108 Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben. Es gibt 6218 bestätigte Covid-19-Fälle (Stand: 6. April, 13.00 Uhr).

Update, 4. April, 22.10 Uhr: Dem Gesundheitsministerium Niedersachsen zufolge ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages um 309 Fälle auf insgesamt 5.764 gestiegen. Des Weiteren sind 17 weitere Menschen infolge einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle stieg damit auf insgesamt 89 an. 

Update, 4. April, 11.45 Uhr: Ausgangsbeschränkungen zeigen keinerlei Wirkung: In Niedersachsen haben die bundesweit getroffenen Maßnahmen zum Aufhalten der Coronaausbreitung bisher nicht den erwarteten Erfolg gezeigt. Der gewünschte Rückgang der Zahl der Infizierten ist bislang ausgeblieben. „Wir sehen leider bei den Anstiegen keine Reduktion“, so Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann. Laut derDeutschen Presse-Agentur war die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Niedersachsen von Donnerstag (2.4.2020) auf Freitag (3.4.2020) auf rund 5500 gestiegen. Das waren fast400 Infizierte mehr als am Vortag.

Reimann warnte deshalb davor, falsche Hoffnungen zu wecken, dass man schnell wieder in das alte Leben vor Corona zurückkehren könne. Angesichts des bevorstehenden Osterfests wird das für viele Menschen wohl ein harte Umstellung. „Wir werden unsere Ostergewohnheiten alle umkrempeln müssen, und wir werden ein neues Ostern feiern müssen.“, fordert die Gesundheitsministerin zum solidarischen Umdenken auf. 

Auch NiedersachsensInnenminister Boris Pistorius forderte nochmals zur Disziplin auf und befürwortete die Entscheidung des Gottesdienstverbotes während der Corona-Krise. „Mir ist bewusst, dass dies gerade zu Ostern viele Menschen hart trifft.“ Das tue jedem leid, sei aber aktuell notwendig, so Pistorius. Da besonders viele Menschen aus der Risikogruppe wegen des höheren Durchschnittsalters unter den Kirchgängern sind, wäre die Gefahr einer Infektion bei längeren Gottesdiensten in engem Raum überproportional hoch.

Indes gibt es Zweifel an den RKI-Todeszahlen hinsichtlich des Coronavirus. Gibt es in Wahrheit viel weniger Tote in Deutschland?

Unterdessen steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Nordrhein-Westfalen. Ein Virologe sprach eine eindringliche Warnung aus. 

Coronavirus in Niedersachsen: Todeszahl in Wolfsburg klettert auf 27 - weiteres Pflegeheim  betroffen

Update, 3. April, 19.55 Uhr: Tragische Nachrichten aus dem schwer vom Coronavirus* betroffenen Hanns-Lilje-Heim der Diakonie im niedersächsischen Wolfsburg: Vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden am Freitag gemeldet. Bei den Verstorbenen handelt es sich um drei Männer im Alter von 77, 80 und 82 Jahren sowie eine 87-jährige Frau. Die Zahl der Todesfälle im Hanns-Lilje-Heim stieg damit auf 27.

Das Heim für Demenzkranke war im März Opfer eines massiven Ausbruchs des neuartigen Virus. Rund die Hälfte der 165 Patienten wurden dadurch angesteckt, woraufhin eine strikte Trennung folgte. Einige Infizierte würden sich jedoch wieder auf dem Weg der Besserung befinden. Das Wolfsburger Heim ist eine der am schwersten betroffenen Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Österreich hat sie schon, die Maskenpflicht. Aber kommt sie auch in Deutschland?*

Coronavirus in Wildeshausen (Niedersachsen): Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Pflegeheim-Betreiber

Update, 3. April, 16.05 Uhr: Nach einem massiven Corona-Ausbruch ermitteln die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die Polizei Delmenhorst gegen die Betreiber der Wildeshauser Seniorenresidenz „Atrium am Wall“. Dabei gehe es um den Verdacht des Verstoßes gegen die Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes und möglicher anderer Straftaten, teilte der Landkreis Oldenburg am Freitag mit.

In dem Heim sind weit mehr als die Hälfte der Bewohner positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Auch Pflegekräfte wurden positiv getestet. Am Mittwoch hatte der Landkreis Oldenburg in Niedersachsen die Evakuierung von 14 gesunden Bewohnern aus dem Heim angeordnet. 

Seit vergangener Woche sind zwei 89-jährige Männer aus dem Heim an oder mit dem Virus gestorben. Medienberichten zufolge wurde der Einrichtungsleiter von der Geschäftsführung nun entlassen. Eine Stellungnahme der Geschäftsführung der Seniorenresidenz war am Freitag nicht zu erhalten.

Coronavirus in Wolfsburg (Niedersachsen): Anwalt stellt Strafanzeige gegen Betreiber

Update, 2. April, 6.20 Uhr: Nachdem in einem Pflegeheim in Wolfsburg 22 Patienten nach einer Coronavirus-Infektion verstorben waren (siehe unten), hat nun ein Anwalt Strafanzeige wegen „fahrlässiger Tötung“ gegen den Betreiber gestellt. Das berichtete Focus Online

Der Anwalt geht nun gegen die Wolfburger Diakonie vor, die das betroffene Hanns-Lilje-Heim betreibt. Offenbar stehen schwere Vorwürfe im Raum: Die Pfleger seien wohl angewiesen worden, die Heimbewohner seit Beginn der Corona-Epidemie nur noch einmal im Monat zu gewaschen. Das Pflegepersonal habe außerdem über keinen Mundschutz verfügt - um die Bewohner nicht zu „verschrecken“, so der Focus weiter. Die Mitarbeiter seien nicht auf das Coronavirus getestet worden. Der Anwalt stellte die Strafanzeige aus eigenem Antrieb.

Demnach sollen unabhängig voneinander Mitarbeiter des Altersheims auf ihn zugekommen sein. Er habe die Informanten aber nicht identifizieren können. Aufgrund seiner Erfahrung sei er aber in der Lage, die Personen als glaubwürdig einzuschätzen, zitiert der Focus den Anwalt. Die Staatsanwaltschaft zeigt sich von dieser Aussage überrascht. Dass der Anwalt die Anzeige aus eigenem Antrieb heraus gestellt habe, habe sie sehr seriös wirken lassen. Dass er nun die Informanten nicht identifizieren könne, sorge für Verwunderung, hieß es, denn diesen Umstand hatte der Rechtsanwalt in seiner Anzeige nicht offen gelegt. 

Coronavirus in Wolfsburg (Niedersachsen): Pflegeheim nimmt wieder Patienten auf

Update 20.34 Uhr: Das Klinikum Wolfsburg nimmt wieder Patienten auf. Wegen einer Coronavirus-Infektion hatte das Krankenhaus einen Aufnahmestopp verhängt. Fast alle 200 Testergebnisse lägen vor. 32 Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus getestet worden und in häuslicher Quarantäne. 

Coronavirus in Wolfsburg (Niedersachsen) - 22 Opfer in Pflegeheim

Update, 15.02 Uhr: Nachdem im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim bis zum Dienstag bereits 18 Todesopfer durch das Coronavirus zu beklagen waren, erhöhte sich die Anzahl der Todesopfer in den vergangenen 24 Stunden um weitere vier verstorbene Personen. Das bestätigte eine Sprecherin der Diakonie Wolfsburg am Mittwoch. Damit erhöht sich die Anzahl der Todesopfer in dem Wolfsburger Pflegeheim auf insgesamt 22 Menschen. 

Die Diakonie betreibt das Heim. Doch gleichzeitig gebe es auch gute Nachrichten: Vier Bewohner seien auf dem Weg der Besserung. „Die scheinen es tatsächlich zu schaffen.“ Wie viele Infizierte insgesamt in dem Heim leben, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen. Am Montag hatte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Dieter Mohrs (SPD) von insgesamt 79 positiv getesteten Menschen gesprochen.

Coronavirus in Niedersachsen: Über 40 Tote - Volkswagen-Werke bleiben länger zu

Update vom 1. April, 11.53 Uhr: Die Zahl der bundesweit mit Covid-19 infizierten Personen steigt weiter an, auch in Niedersachsen erhöhen sich die Fallzahlen von Tag zu Tag. Laut offiziellen Angaben des Robert Koch-Instituts haben sich in Niedersachsen mittlerweile offiziell 4.382 Menschen mit dem Virus infiziert, 42 Personen sind an den Folgen verstorben. 

Könnte eine Maskenpflicht die Eindämmung des Coronavirus unterstützen? Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, lehnt Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann eine solche Pflicht zum Tragen einer Maske ab. Demnach seien Schutzmasken knappe Ressourcen, die vor allem Ärzten und Pflegekräften vorbehalten sein sollen. 

Wie News38 währenddessen berichtet, sollen Ärzte der medizinischen Hochschule Hannover mittlerweile mit einer eigenen Behandlungsidee an die Heilung der erkrankten Personen herangehen. Demnach sollen sich Corona-Patienten, die bereits geheilt sind, bei der Hochschule melden. Hunderte Personen sollen diesem Aufruf bereits nachgekommen sein. Risikopatienten könne das Blutplasma der geheilten Patienten verabreicht werden. 

Wie das Portal weiter berichten, soll erforscht werden, ob sich die Antikörper an die Virenkörper andocken könnten. Risikopatienten sollen so vor einem schweren Verlauf mit der Krankheit bewahrt werden.  

Coronavirus in Niedersachsen: Schließung der Volkswagen-Werke verlängert

Update vom 31. März, 21.27 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie verlängert der Wolfsburger Autobauer Volkswagen die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April soll die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bereits zuvor waren die Unterbrechungen einmal ausgedehnt worden. 

VW hat für Zehntausende Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Zuvor hatte die Braunschweiger Zeitung über Pläne für eine Verlängerung der Werks-Schließungen berichtet. Dem Autobauer machen - wie vielen anderen Firmen der Branche - die abgestürzte Nachfrage und abgebrochene Lieferketten zu schaffen. Beim Wiederanfahren der Produktion sollen zudem schärfere Hygienestandards umgesetzt werden.

Coronavirus in Niedersachsen: Weiterer Covid-19-Todesfall in Wolfsburger Pflegeheim

Update um 16.46 Uhr: In dem Wolfsburger Pflegeheim, in dem bereits 17 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, gibt es nun einen weiteren Covid-19-Todesfall. Der Diakonie Wolfsburg zufolge haben sich in der Einrichtung für demenzkranke Menschen insgesamt 74 der 145 Bewohner infiziert. 

Am 23. März begann in dem Heim die Serie von Todesfällen, berichtet Bild.de. Am Montag wurden zuletzt zwei Todesfälle gemeldet. Nun heißt es in der heutigen Mitteilung des Heims, dass sich bei mindestens vier der infizierten Bewohnenden ein Rückgang der Symptome abzeichnet. 

Nachdem außerdem dasKlinikum Wolfsburg am Sonntagabend wegen Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft einen vorübergehenden Aufnahmestopp verhängt hatte, nimmt es nun wieder Patienten auf. „Ich darf sagen, dass wir das Klinikum seit 12 Uhr heute Mittag wieder in Betrieb genommen haben“, verkündete Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) am Dienstag. 90 Prozent der Testergebnisse lägen vor. 

Corona in Niedersachsen: 32 Mitarbeiter in Wolfsburger Klinik mit Covid-19 infiziert

Demnach sind 32 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Davon sind rund ein Drittel im ärztlichen Dienst, etwa zwei Drittel Pflegekräfte und ein paar wenige in der Verwaltung. Das teilte Bernadett Erdmann, die Leiterin der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Wolfsburg, mit. 

Die mit Covid-19 infizierten Beschäftigten seien in häuslicher Quarantäne, zeigten aber keine Symptome. Das Krankenhaus habe insgesamt rund 2000 Beschäftigte, von denen etwa 200 getestet wurden, da sie als Kontaktpersonen von zwei Coronavirus-Infizierten galten. Auch bei zwei Patienten, die eigentlich mit anderen Krankheiten in die Klinik kamen, sei eine Infektion mit Covid-19 festgestellt worden. 

Erstmeldung vom 31. März 2020:

Wolfsburg - Das Coronavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus, die meisten positiv auf Covid-19 getesteten Personen wurden offiziell aus Bayern und Nordrhein-Westfalen gemeldet. Das jüngste Todesopfer in Deutschland ist 28 Jahre alt. In Niedersachsen sind mittlerweile mehrere Pflege-Einrichtungen betroffen. 

Corona in Niedersachsen: Einrichtung in Gadenstedt betroffen 

In einer Einrichtung in Gadenstedt bei Peine steckten sich 13 der etwa 90 Bewohner sowie drei Beschäftigte mit dem Erreger an, wie ein Sprecher des Landkreises der „Peiner Allgemeinen Zeitung“ sagte. Weitere Tests seien dort geplant. Zwölf der Infizierten würden isoliert betreut, eine betroffene Person sei zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden.

Corona in Niedersachsen: 19 Personen aus Pflegeheimen sterben 

In anderen Heimen in Niedersachsen war es bereits zu Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen gekommen. In Wolfsburg starben 17 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion, auch in Wildeshausen gibt es zwei Tote in einer Pflege-Einrichtung. 

Aus diesem Grund hat das Land Niedersachsen einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet. Ausnahmen gibt es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gesichert ist.

Corona in Niedersachsen: Klinik in Wolfsburg betroffen 

Nach der Corona-Infektion mehrerer Mitarbeiter im Klinikum Wolfsburg ist bislang nur ein kleiner Teil der neuen Tests positiv ausgefallen. Rund die Hälfte der seit Sonntag untersuchten Proben von Patienten und anderen Kontaktpersonen der ursprünglich 14 positiv getesteten Klinik-Mitarbeiter sei ausgewertet, teilte die Stadt Wolfsburg am Montagabend mit. „Nur ein geringer Teil ist positiv“, heißt es in der Mitteilung. 

Die übrigen Ergebnisse würden für Dienstag erwartet. „Bis die ausstehenden Testergebnisse vorliegen, kann noch keine endgültige Entscheidung getroffen werden, wie der Betrieb weiterlaufen kann“, teilte die Stadt mit. 

In Berlin steigen die Fallzahlen weiter an, die Polizei kontrolliert währenddessen die Einhaltung des Kontaktverbots. 

*Merkur.de und hna.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Julian Stratenschulte

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