60 Angestellte evakuiert

Paket löst Großeinsatz aus: Sechs Post-Mitarbeiter im Krankenhaus - „Mit dem Inhalt hatte niemand gerechnet“

Symbolbild: Ein Paket in Schweinfurt löste einen Großeinsatz aus.
+
Symbolbild: Ein Paket in Schweinfurt löste einen Großeinsatz aus.

In Schweinfurt löste ein Paket einen Großeinsatz bei der Post aus. Wegen stinkender Gase mussten mehrere Mitarbeiter in das Krankenhaus eingeliefert werden.

  • In Schweinfurt kam es am Wochenende zu einem Großeinsatz der Polizei.
  • Mehrere Mitarbeiter der Post mussten ins Krankenhaus, weil aus einem Paket  stinkende Gase austraten.
  • Grund dafür war eine „Kotzfrucht“, die sich im Paket befanden.

Schweinfurt - Ein kurioser Vorfall hat am Wochenende bei der Deutschen Post in Schweinfurt zu einem Großeinsatz geführt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mussten wegen eines Paketes, aus dem stinkende Gase austraten, anrücken. 

Schweinfurt: Paket löst Großeinsatz bei Post aus

Wie die Polizei mitteilte, ging der Notruf am Samstagmorgen um 8:20 Uhr ein. Zuvor hatten mehrere Mitarbeiter der Post über gesundheitliche Beschwerden geklagt, nachdem sie die Gase eingeatmet hatten. Zunächst unklar war, was sich in dem Paket befand, erst wurde ein Gasaustritt vermutet, weswegen auch der Großeinsatz ausgelöst wurde. Das Gebäude mit den rund 60 Mitarbeitern wurde geräumt. Nach der Räumung des Gebäudes fanden die Einsatzkräfte heraus, dass sich in dem Paket nur eine thailändische Durian, auch „Stink- oder Kotzfrucht“ genannt, befand.

Schlussendlich gelang das Paket dann doch noch zu dem 50 Jahre alten Empfänger in Schweinfurt. Konsequenzen müssen weder er noch der Absender fürchten, denn es ist nicht verboten, Lebensmittel zu verschicken. Bei dem Einsatz mussten zwölf Mitarbeiter der Post wegen ihrer Übelkeit versorgt werden, sechs von ihnen kamen sogar vorsorglich in ein Krankenhaus.

„Kotzfrucht“: In Asien sind Durians teilweise sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten

Durians sind tropische Früchte aus Südostasien. Außen sind sie grün und stachelig. Im Inneren sind mehrere Kammern mit einem gelblichen Fruchtfleisch. Das Innere schmeckt süßlich. Ihr Geruch ist für die meisten kaum auszuhalten und wurde schon mit schimmeligem Käse, verrotteten Zwiebeln und totem Fisch verglichen. Durians werden überwiegend in ihrer Südostasien Heimat gegessen. In Hotelzimmern und öffentlichen Verkehrsmitteln ist ihr Verzehr oft verboten. 

Hierzulande wurde die „Kotzfrucht“ vor allem durch das Dschungelcamp* bekannt. In den Prüfungen war die Durian häufig der Endgegner der Promis. Auch 2020 musste sich Danni Büchner an ihr versuchen. (md mit dpa)

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Corona in Berlin: Inzidenz steigt deutlich an - jetzt drohen schärfere Kontaktbeschränkungen

In Berlin steigen die Corona-Infektionszahlen weiter rasant. Steuert der Berliner Senat jetzt mit strikteren Regeln nach? Die Sperrstunden-Regelung erhitzt weiter die …
Corona in Berlin: Inzidenz steigt deutlich an - jetzt drohen schärfere Kontaktbeschränkungen

Corona in Bayern: Söder schimpft über oft beworbene Maßnahme - erneute Grenzkontrollen drohen

Die Corona-Zahlen steigen weiter. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich bei einer Pressekonferenz. Der Freistaat schließt Grenzkontrollen nicht aus.
Corona in Bayern: Söder schimpft über oft beworbene Maßnahme - erneute Grenzkontrollen drohen

Zwei Teenager verschwinden spurlos im Wald: Polizei sucht nach Henri (19) und Nico (18) - schlimme Vermutung

Sie wollten mit ihren Freunden in einem Wald zelten, nun fehlt von Nico und Henri jede Spur. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach den beiden jungen Männern.
Zwei Teenager verschwinden spurlos im Wald: Polizei sucht nach Henri (19) und Nico (18) - schlimme Vermutung

Corona-Inzidenz überschritten: Region Hannover verschärft Maßnahmen

In Niedersachsen überschreiten immer mehr Landkreise kritische Corona-Werte. Die Region Hannover hat daher jetzt schärfere Maßnahmen beschlossen.
Corona-Inzidenz überschritten: Region Hannover verschärft Maßnahmen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.