Kunstdiebstahl

Juwelen-Raub in Dresden: Brillant- und Diamantschmuck in wenigen Minuten geplündert

Grünes Gewölbe/Polizeidirektion Dresden/dpa
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Das Schmuckstück in Palmettenform (Brillantgarnitur), 5,7 mal 4,5 Zentimeter groß, wurde 1746 von Goldschmied Jean Jacques Pallard (1701-1776) aus 83 Brillanten, Gold, Silber, Messing und Stahl geschaffen.

Der Juwelen-Raub in Dresden haben Einbrecher historischen Schmuck, Diamanten und Edelsteine gestohlen. Die Polizei hat Fotos von einigen Schmuckstücken veröffentlicht.

  • Im Grünen Gewölbe in Dresden haben Einbrecher am Montagmorgen (25. November) historische Juwelen gestohlen.
  • Kostbare Stücke - Kunstschätze von kaum messbaren Wert sind aus der berühmten Schatzkammer in Dresden geklaut worden.
  • Die Schadenshöhe ist noch unklar.  

Dresden - Bei dem Juwelen-Diebstahl im „Grünen Gewölbe“ in Dresden sind wertvolle Objekte gestohlen worden. Nach Angaben der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) sind darunter einige der kostbarsten Stücke der Juwelensammlung aus dem 18. Jahrhundert

Drei Monate nach dem Juwel-Raub aus dem historischen „Grünen Gewölbe“ wenden sich die Staatsanwaltschaft Dresden und die Sonderkommission „Epaulette“ mit Details an die Öffentlichkeit. 

Dabei handelt es sich um prominente Kunstwerke der Diamantrosen- und Brillantgarnitur sowie des Brillantschmucks der Königinnen wie Kleinod und Bruststern des polnischen Weißen Adler-Ordens, die Große Brustschleife, eine Kette aus sächsischen Perlen, eine Epaulette (Schulterstück) und ein mit über 770 Diamanten besetzter Degen.

Aufnahme zeigt eine Epaulette des Diamantrosen-Sets aus 20 großen und 216 kleineren Diamanten sowie Silber und Gold (links) und eine Aigrette für die Haare in Form eines Halbmonds (rechts).

Juwelen-Raub in Dresden: Weniger Kunsttücke gestohlen als befürchtet

SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann sprach von einem „Staatsschatz“. Die Schadenshöhe blieb zunächst unklar. 

Eine Perlenkette aus 177 sächsischen Perlen. Eine Degen des Diamantrose-Sets, der mit 770 Diamanten besetzt ist.

Für die Schäden haftet der Freistaat, eine eigene Versicherung gibt es nicht. Am Montagabend wurde bekannt, dass nicht alle Teile der betroffenen Garnituren entwendet wurden. Nachdem der Tatort nochmal untersucht worden sei, sei klar, „dass zum Glück doch eine ganze Menge Objekte noch da sind“, sagte Ackermann im rbb-Interview von radioeins. 

Bruststern des Polnischen Weißen Adler-Ordens.

„Aus der einen Vitrine mit drei Garnituren sind noch relativ viele Werke verblieben“, sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, am Montagabend im ZDF. „Die Täter konnten nicht alles mitnehmen, weil alle Objekte auch einzeln befestigt waren, sie waren mit Stichen vernäht mit dem Untergrund.“

Dresden - Schatzkammer Grüne Gewölbe

Die Räume des Historischen „Grünen Gewölbes“, das seinen Namen durch die teils malachitgrüne Bemalung erhielt, entstanden bereits im 16. Jahrhundert. Sachsens Kurfürst August der Starke (1670-1733) ließ die Schatzkammer zwischen 1723 und 1730 anlegen. Im Zweiten Weltkrieg wurden das Residenzschloss und mit ihm Teile des Grünen Gewölbes weitgehend zerstört. Das Schloss wurde in den vergangenen Jahren wiederaufgebaut.

Heute wird die Schatzkammer in zwei Abteilungen präsentiert. Der historische Teil befindet sich im Erdgeschoss des Residenzschlosses in den authentisch wiederhergestellten Räume der Sammlung. Eine Etage weiter oben zeigt das Neue Grüne Gewölbe besondere Einzelstücke. Nach dem Einbruch kann das Residenzschloss eventuell am Mittwoch wieder geöffnet werden.

Nach Juwelen-Diebstahl in Dresden: Rätsel um weißes Pulver gelöst

Nach dem spektakulären Diebstahl wird in der Öffentlichkeit die Frage nach der Sicherheit und den Schutzmechanismen für Kunsthistorische Wertgegenstände laut. Die Frage steht im Raum: Wie konnte dieser Einbruch gelingen?

dpa

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