Todesursache rätselhaft

Frau stirbt nach Po-Vergrößerung: Ermittlungen eingeleitet - So rechtfertigt sich der Arzt 

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Eine 42-Jährige verstarb nun in Düsseldorf nach einer Schönheitsoperation. Die genaue Ursache ist noch unklar. 

Eine 42-Jährige wollte sich den Po vergrößern lassen, kurz danach verstirbt die Frau in Düsseldorf. Nun äußert sich ihr Arzt. 

Update vom 25. Juli 2019: Der Tod einer Patientin nach einer Schönheitsoperation in Düsseldorf hat nun offenbar auch juristische Folgen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen den Operateur ein. Untersuchungen hätten ergeben, dass die 42-Jährige in Folge der Operation verblutet sei, sagte Staatsanwalt Uwe Kessel am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Ein Sachverständiger müsse nun klären, ob dies auf einen Behandlungsfehler zurückzuführen sei. Die Frau hatte eine Po-Vergrößerung mit Eigenfett vornehmen lassen.

Der Mediziner sagte zum dem Fall, der sich Anfang Juli ereignet hatte, auf dpa-Anfrage: „Verblutet ist sie definitiv nicht. Ihr Kreislauf war stabil nach der OP.“ Außerdem gebe es im operierten Bereich keine großen Blutgefäße. Er vermute eher einen plötzlichen Herztod als Todesursache, etwa durch eine angeborene Herzschwäche.

Es ist jedoch nicht der erste Todesfall, mit dem der Operateur in Verbindung gebracht wird. Bereits im vergangenen Jahr war eine 20-jährige Studentin nach einem Eingriff bei ihm gestorben. In diesem älteren Fall ist die Todesursache aber noch unklar und die Klärung dauert an.

Der 47-jährige Mediziner steht Anfang August wegen Titelmissbrauchs vor dem Amtsgericht. Er soll sich als „Dr. med.“ ausgegeben haben, obwohl er diesen Titel nicht besitzt. Die Staatsanwaltschaft hatte deswegen einen Strafbefehl in Höhe von 13.500 Euro gegen ihn erlassen. Dagegen hat er Widerspruch eingelegt, sodass der Fall nun vor Gericht verhandelt werden muss.

Der Arzt bietet Po-Vergrößerungen mittels Eigenfett-Implantation an. Eine Methode, die von vielen plastischen Chirurgen wegen ihres Risikos kritisch gesehen wird.

Frau stirbt nach Po-Vergrößerung: Nicht das erste Todesopfer in der Klinik - Das sagt der Arzt 

Update vom 9. Juli 2019, 12.13 Uhr: Der Tod einer Patientin im Anschluss an eine Schönheitsoperation in Düsseldorf ist nicht der erste Todesfall in der Klinik. Bereits im vergangenen Jahr sei eine junge Patientin nach einem ähnlichen Eingriff beim selben Operateur gestorben, sagte Staatsanwalt Uwe Kessel am Dienstag in Düsseldorf auf Anfrage. In beiden Fällen dauern die Todesermittlungsverfahren an.

Im Fall von 2018 müssten dazu rund ein Dutzend Medikamente auf ihre richtige Dosierung und etwaige Wechselwirkungen untersucht werden. Die „Bild“-Zeitung hatte über den weiteren Todesfall berichtet. Es habe sich um eine Studentin gehandelt. Auch im jüngsten Fall hatte die Obduktion zunächst keine Klarheit über die Todesursache erbracht. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin weitere Untersuchungen angeordnet. Die Frau war Medienberichten zufolge nach einer Po-Vergrößerung gestorben.

Die Staatsanwaltschaft betonte, dass in beiden Fällen noch unklar sei, ob eine Straftat vorliege.

Frau stirbt nach Po-Vergrößerung: Jetzt spricht der Arzt 

Ursprungsartikel vom 9. Juli 2019, 11.05 Uhr: Düsseldorf - Nach dem Tod einer Frau im Anschluss an eine Schönheitsoperation in Düsseldorf hat die Obduktion zunächst keine Klarheit über die Ursache erbracht. „Wir müssen weitere Untersuchungen abwarten“, erklärt Staatsanwalt Uwe Kessel am Montag auf Anfrage der dpa. Dies könne ein bis zwei Wochen dauern. 

Frau verstirbt in Düsseldorf nach Po-Operation: Nun äußert sich ihr Arzt 

Laut Medienberichten verstarb die Frau bereits vergangene Woche, kurz nach dem Eingriff einer Po-Vergrößerung. Bei der Operation könnte es unter Umständen zu Komplikationen gekommen sein. Obwohl die Patientin noch mit einem Rettungswagen in die Uni-Klinik gebracht wurde, verstarb sie kurz darauf. Behörden leiteten mittlerweile ein Todesermittlungsverfahren ein, die genaue Todesursache ist noch nicht klar. Ihr Arzt, Dr. Ali-Reza Samary, zeigt sich im Gespräch mit Bild von dem Tod seiner Patientin schockiert. 

Der Arzt erklärt, dass der 42-Jährigen während des Eingriffs etwa 5.100 Milliliter Fett am Körper abgesaugt wurden. Davon seien jeweils 900 Milliliter in jede Po-Seite zurückgespritzt worden. Wie der Arzt dabei jedoch versichert, kam es während der Operation zu keinerlei Komplikationen. Die 42-Jährige sei nicht unter Narkose, sondern mit lokaler Betäubung und im Dämmerschlaf operiert worden. 

Genaue Ursache noch unklar: Chirurg steht nach Eingriff unter Schock 

Etwa eine halbe Stunde nach dem Eingriff änderte sich der Zustand seiner Patientin dann offenbar drastisch. „Sie war in der Überwachung, nach 30 Minuten bemerkte meine Krankenschwester eine minimal gesunkene Sauerstoffsättigung im Blut und informierte mich sofort“, erklärt Dr. Ali-Reza Samary. „Vorsichtshalber“ sei dann der Krankenwagen gerufen worden. WieBild jedoch wissen will, schwebte die Patientin zu diesem Zeitpunkt laut Polizei bereits in Lebensgefahr. „Es war auch für mich ein Schock“, erklärt der Arzt der verstorbenen Frau. 

Einer jungen Mutter von drei Kindern wurde das „Brazilian Butt Lift“ ebenfalls zum Verhängnis. Sie bezahlte ihre Po-Operation mit dem Leben. Eine 28-Jährige unterzog sich der gleichen Operation im amerikanischen Miami. Auch sie verstarb kurz nach dem Eingriff. 

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