Zweiter schwerer Unfall

E-Tretroller-Fahrerin stürzt und wird von Auto überrollt

Eine Frau macht auf einem E-Scooter "Metz Moover" vor dem Geschäft von efuture eine Probefahrt. Foto: Sven Hoppe/Illustration
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Eine Frau macht auf einem E-Scooter «Metz Moover» vor dem Geschäft von efuture eine Probefahrt. Foto: Sven Hoppe/Illustration

Tretroller-Skeptiker dürften sich bestätigt fühlen: Zum zweiten Mal binnen weniger Tage stürzt in Berlin eine Frau mit einem E-Tretroller und verletzt sich schwer.

Berlin (dpa) - Erneut ist in Berlin eine Frau schwer verletzt worden, die auf einem Elektro-Tretroller unterwegs war. Die 33-Jährige wurde nach einem Sturz von einem Kleintransporter überrollt.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, erlitt sie dabei mehrere Knochenbrüche und kam in eine Klinik. Warum die Frau am Donnerstagabend zu Fall kam und an ein geparktes Auto stieß, war zunächst unklar.

Eine weitere Frau auf einem E-Scooter war bereits am Donnerstagvormittag schwer verletzt worden. Die Touristin stieß seitlich gegen einen Lastwagen. Auch hier war zunächst unklar, wie es dazu kommen konnte. Die 26 Jahre alte Frau trug einen offenen Bruch am Unterschenkel davon. Nach Polizeiangaben vom Donnerstagabend war es höchstwahrscheinlich der erste bekannte schwere Unfall mit einem E-Scooter in der Hauptstadt.

«Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Unfälle werden wir gemeinsam mit der Polizei die Lage analysieren, um zu beurteilen, ob die Bundesverordnung für diese Fahrzeuge verschärft werden muss, um mehr Sicherheit zu erreichen», erklärte Berlins Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese (Grüne) auf Anfrage. Er verwies aber auch darauf, dass es in Deutschland «von Anfang an strenge Regeln für E-Tretroller» gebe. Darüber berichtete am Freitag auch der «Tagesspiegel» (online). Tödliche endete indes ein Unfall mit einem Sportwagen bei Osnabrück, wie nordbuzz.de* berichtet.

Das Berliner Verleihunternehmen Tier teilte auf dpa-Anfrage mit, bisher noch keine ausreichenden Daten zu Unfällen mit E-Tretrollern zu haben. Man wolle die Entwicklung weiter beobachten. Als Anbieter trage man natürlich eine große Verantwortung für die Sicherheit, etwa mit regelmäßigen Wartungen der Flotte. Im übrigen sei verringerter Autoverkehr der «der wohl größte Treiber für mehr Sicherheit auf den Straßen». Bisher ist es allerdings umstritten, ob tatsächlich Menschen wegen des Rollerangebots auf das Auto verzichten.

Mehrere Verleiher bieten seit rund zwei Wochen E-Tretroller in Berlin an. Die Gefährte können mit ihren relativ kleinen Rollen bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Mindestens 14 Jahre muss man dafür alt sein. Führerschein, Mofa-Prüfbescheinigung oder ein Helm sind nicht vorgeschrieben. Gehwege sind für E-Rollerfahrer tabu, wie die Berliner Polizei in einem Youtube-Video betonte. Fahren darf man auf dem Radweg oder sonst auf der Straße.

Zwei tödliche Unfälle gab es auch in Niedersachsen. Auf der Flucht vor der Polizei verursachte ein BMW-Fahrer auf der A39 bei Braunschweig einen tödlichen Unfall. Bei einem schweren Unfall auf der A7 bei Hannover verunglückten zwei Menschen und Hunde tödlich. Über beide Vorfälle berichtet nordbuzz.de*.

Zum dramatischen Unfall kam es auf der Autobahn A7 bei Hildesheim, als ein Mann zwischen einem Lkw und einem Polizeiauto eingeklemmt wurde, wie nordbuzz.de* berichtet. Bei einem schweren Unfall im Landkreis Cloppenburg starb ein Autofahrer westlich von Bremen bei einem Baum-Aufprall. Darüber berichtet nordbuzz.de*.

Polizei-Tweet

Video der Berliner Polizei zu E-Tretrollern

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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