Qualmende Gefahr

USA: Erkrankungen aufgrund von E-Zigaretten steigen drastisch - Hälfte der Betroffenen unter 25 Jahre alt

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Der Konsum von E-Zigaretten fordert in den USA immer mehr Opfer. 

Innerhalb von nur einer Woche stieg die Zahl an Erkrankungen aufgrund von E-Zigaretten-Konsum in den USA deutlich an. Es wurden sogar schon Todesfälle vermeldet.

Die Zahl von Lungenerkrankungen in den USA aufgrund von E-Zigaretten steigt drastisch an. Laut neuesten Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC gibt es mittlerweile 530 Fälle, die in direktem Zusammenhang mit dem Konsum der elektronischen Zigaretten stehen. Sieben Patienten erlagen ihrer Erkrankung bereits. Vor allem das Alter der Konsumenten macht den Experten dabei große Sorgen.

USA: Erkrankungen durch E-Zigaretten betreffen vor allem eine Gruppe

Innerhalb von nur einer Woche ist die Zahl der Erkrankungen von 380 auf 520 gestiegen. Vor allem die Altersstrukturen der Erkrankten ist dabei alarmierend: Über die Hälfte der Betroffenen ist unter 25 Jahre alt, 16 Prozent sogar minderjährig. Drei Viertel der Erkrankten sind laut den offiziellen Angaben Männer. 

Bisher scheint aber nicht festzumachen zu sein, welche Substanz konkret die Lungenerkrankungen hervorruft. „Es ist kein Muster festzustellen“, sagte der Leiter der für Tabakprodukte zuständigen Abteilung, Mitch Zeller - weder mit Blick auf die Substanzen, die Art und Weise des Konsums oder den Ort des Kaufs. Der einzige gemeinsame Nenner sei, dass viele Betroffene auf dem Schwarzmarkt oder online eingekauft haben und Produkte inhalierten.

E-Zigaretten: Erkrankte kämpfen mit schweren Lungenproblemen

Bereits im Juli wiesen die Gesundheitsbehörden auf eine Häufung von Fällen schwerer Lungenerkrankungen hin. Die Symptome seien etwa starke Atemprobleme und Brustschmerzen, viele Patienten müssen künstlich beatmet werden. Mehrere Jugendliche liegen gar im künstlichen Koma. 

Indien hat E-Zigaretten bereits verbannt. Nachdem die US-Bundesstaaten Michigan und New York ein Verbot von aromatisierten E-Zigaretten eingeführt haben, kündige die US-Regierung ebenfalls landesweite Verbote an. Auch, weil Wissenschaftler erst kürzlich einen möglicherweise krebserregenden Geschmacksstoff „in besorgniserregend hoher Konzentration“ in vielen E-Zigaretten entdeckt haben.

E-Zigaretten sind vor allem bei Jugendlichen beliebt - auch in Deutschland

Die Produkte sind in den USA seit 2006 auf dem Markt und werden aggressiv beworben. Vor allem bei Jugendlichen seien die Aromageschmäcker sehr beliebt. Laut Kritikern können die elektronischen Zigaretten gerade jüngere Personen schnell nikotinabhängig machen. 

Auch in Deutschland steigt laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Zahl der Konsumenten. Doch die Risiken sollen hierzulande allerdings geringer sein, da E-Zigaretten in den USA weniger streng reguliert sind. 

mit AFP/dpa/jw

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