Hoffnungsschimmer in Nepal

Baby aus Erdbeben-Trümmern gerettet

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Das vier Monate alte Baby Sonit konnte lebend aus den Trümmern geborgen werden.

Kathmandu - Diese Momente sind selten, aber umso wichtiger für die erschöpften Helfer: Ein vier Monate altes Baby konnte aus den Erdbeben-Trümmern in Nepal gerettet werden. Ein 15-Jähriger wurde sogar fünf Tage nach dem Unglück gerettet.

Neben all dem Leid und Chaos nach dem verheerenden Erdbeben im Himalaya erscheint diese Geschichte wie ein Wunder: Ein vier Monate altes Baby konnte einem Bericht der Bild zufolge, lebend in den Trümmern gefunden werden. Die Zeitung „Kathmandu Today“ veröffentlichte Bilder von der spektakulären Rettung. Darauf ist zu sehen, wie der Säugling namens Sonit Awal über und über mit Staub und Dreck bedeckt, von einem der Einsatzkräfte aus den Trümmern gezogen wird. 

Seit Samstagmorgen suchten der Vater des Kindes, Shyam Awal und die Einsatzkräfte nach dem Baby, berichtet die Bild. Am Sonntagmorgen dann das Unglaubliche: Sonit wird in den Überresten eines Wohnhauses entdeckt und seither in einer Klinik in Bhaktapur behandelt. Dem Säugling soll es den Umständen entsprechend gut gehen.

15-Jähriger fünf Tage nach Erbeben gerettet

Am Donnerstag sorgte eine weitere spektakuläre Rettung für einen Hoffnungsschimmer. Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben haben Rettungskräfte einen 15-Jährigen lebend aus den Trümmern eines Gebäudes befreit. Der Nepalese habe in den Ruinen einer Pension in der Hauptstadt Kathmandu gelegen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er sei in guter Verfassung.

Auf Fotos lokaler Medien war zu sehen, wie zahlreiche Männer den Teenager auf einer Trage in Sicherheit bringen. Der 15-Jährige blinzelt im hellen Tageslicht, um seinen Hals liegt eine große Stützkrause. Einer der Helfer hält einen Infusionsbeutel in die Höhe.

Der Jugendliche stamme aus dem Distrikt Nuwakot und habe als Helfer im Hidden Guest House in der Nähe der Busstation Gongabu gearbeitet, sagte der Sprecher weiter. Das UN-Büro für Katastrophenhilfe (Ocha) erklärte auf Twitter, an der Rettung seien ein Team aus den Vereinigten Staaten und lokale Kräfte beteiligt gewesen. Bilder zeigten zahlreiche Männer in Militäruniformen.

Zuvor hatten Helfer ein elfjähriges Mädchen noch lebend gefunden - 90 Stunden nach der Katastrophe. Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 hatte am Samstag den Himalaya erschüttert. Die Zahl der Toten in den betroffenen Ländern Nepal, Indien und China liegt inzwischen bei mehr als 5500.

Indes benötigen die UN-Hilfsorganisationen dringend finanzielle Mittel. Umgerechnet 380 Millionen Euro seien für weitere Nothilfe erforderlich.

AFP/dpa/vh

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