Airline-Chefin unter den Opfern

Tragische Unglücke: Flugzeugabsturz mit Toten - dann verunglückt Polizei-Wagen auf dem Weg zum Einsatz

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Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz in Hessen untersuchen Beamte der Kriminalpolizei und Luftfahrtexperten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) untersuchen das Wrack. 

Am Sonntagnachmittag stürzt ein Kleinflugzeug in ein Spargelfeld. Nun versuchen die Ermittler herauszufinden, wie das passieren konnte. Eine Obduktion soll nun zweifelsfrei die Identität der Opfer klären.

  • Bei einem Flugzeugabsturz in Südhessen sind am Sonntag (31. März 2019) drei Menschen ums Leben gekommen.
  • Unter den Opfer soll die russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa (55) sein.
  • Die Ursache für den Absturz der Einpropellermaschine Epic E1000 ist noch unklar.

Update vom 2. April 2019; 10.13 Uhr: Noch ist unklar, wie es zu dem Absturz der Propellermaschine am Sonntagnachmittag in Erzhausen (Hessen) kam.  Die endgültige Klärung dieser Frage könne „Wochen, Monate, auch Jahre dauern“, sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) gegenüber der dpa.

Eine Obduktion der drei Leichen soll nun die Identität der Toten zweifelsfrei geklärt werden. Unter den Opfern soll die russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa (55) sein. 

Bei den beiden anderen Opfern könnte es sich um den Vater der Frau sowie einen russischen Piloten handeln.

Update vom 1. April 2019; 14.07 Uhr: Einen Tag nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in Hessen sind am Montag die drei Leichen geborgen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt sollen sie an diesem Dienstag obduziert werden. Unter anderem soll die russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa unter den Toten sein, wie die Fluggesellschaft S7, deren Miteigentümerin Filjowa ist, mitgeteilt hatte. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt erhofft sich von der gerichtsmedizinischen Untersuchung weitere Erkenntnisse.

Video: Nach tödlichem Flugzeugabsturz sollen Leichen obduziert werden

Kriminaltechniker und Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vermaßen am Vormittag die Absturzstelle und fotografierten das Wrack. Sie will bis zum 25. Mai einen ersten Zwischenbericht vorlegen. Das Propellerflugzeug vom Typ Epic E1000 war am Sonntag bei Erzhausen zwischen Frankfurt/Main und Darmstadt abgestürzt. Wie es dazu kam, war weiterhin unklar.

Update vom 1. April 2019; 12.02 Uhr: Nach dem Absturz des Kleinflugzeugs in Südhessen mit drei Russen an Bord reisen Experten aus Moskau zur Unglücksstelle. Sie sollten noch am Montag dort eintreffen, um den deutschen Kollegen bei der Suche nach der Absturzursache zu helfen. Das sagte der stellvertretende Leiter des russischen Zwischenstaatlichen Luftverkehrskomitees (MAK), Sergej Sajko, der Agentur Tass in Moskau. Alle drei Insassen starben am Sonntag bei dem Absturz.

Erzhausen - Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in Südhessen mit drei Toten gehen die Ermittlungen zur Unfallursache am (heutigen) Montag weiter. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen war bereits am Sonntag eingeschaltet worden. Die Maschine war am Sonntagnachmittag bei frühlingshaftem Wetter in ein Spargelfeld bei Erzhausen nahe Darmstadt gestürzt und sofort ausgebrannt. Warum das Flugzeug abstürzte, ist bislang unklar.

Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz in Hessen sammeln Einsatzkräfte die Trümmerteile ein.

Flugzeugabsturz in Hessen: Prominente Geschäftsfrau unter den Todesopfern

Am späten Sonntagabend wurden erste Informationen zu den Opfern bekannt: So war die prominente russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa an Bord. Die Miteigentümerin der S7-Fluggesellschaft sei im Alter von 55 Jahren bei dem Unglück gestorben, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur in Moskau mit. „Das ist ein unwiederbringlicher Verlust“, sagte eine Sprecherin. Filjowa sei eine inspirierende Managerin und wunderbare Frau gewesen.

Auch russische Experten sollten bei den Untersuchungen zur Unfallursache helfen, sagte die S7-Sprecherin. Filjowa galt als eine der reichsten Frauen Russlands. Russischen Medien zufolge war auch ihr Vater mit in dem Flugzeug. Die Polizei bestätigte die Identitäten zunächst nicht - sprach aber von zwei russischen Staatsangehörigen. Zu dem Piloten der Maschine gab es zunächst keine Informationen.

Russische Airline-Chefin Natalija Filjowa wurde bei Flugzeugabsturz in Hessen getötet (Archivfoto).

Lesen Sie auch bei Merkur.de*: Kleinflugzeug in Bayern abgestürzt: Zwei Menschen in Lebensgefahr - Augenzeugin schildert Drama

Hessen-Drama: Polizeiwagen auf dem Weg zum Einsatzort verunglückt

Besonders tragisch war, dass es kurz nach dem Flugzeugunglück zu einem weiteren schweren Unfall kam. Ein Streifenwagen, der unterwegs zur Absturzstelle war, wurde frontal von einem entgegenkommenden Auto erfasst. Dessen Fahrer hatte nach ersten Erkenntnissen nach einem Überholmanöver die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, das auf die Gegenspur geriet und dort mit dem Streifenwagen zusammenprallte. Der 24-jährige mutmaßliche Unfallverursacher und eine 22 Jahre alte Frau starben, drei Polizeibeamte wurden schwer verletzt.

Tödlicher Unfall mit Streifenwagen der Polizei

Flugzeugabsturz in Hessen: Maschine war in Cannes gestartet

Das Kleinflugzeug mit sechs Sitzen war nach Angaben der Deutschen Flugsicherung am Sonntagnachmittag im französischen Cannes gestartet. Wenige Minuten vor dem Absturz habe sich der Pilot bei der Deutschen Flugsicherung abgemeldet, um sich beim Tower des Flugplatzes Egelsbach für die Landung anzumelden. Bei der Maschine handelt es sich um ein Flugzeug vom Typ Epic E1000. Weil bei dem Absturz Schadstoffe freigesetzt wurden, gestalteten sich die Bergungsarbeiten für die Retter sehr schwierig.

Kleinflugzeug in Südhessen abgestürzt

dpa

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