Verdacht einer Amokfahrt

Mann rast mit Auto durch Fußgängerzone: Motiv jetzt offenbar klar

+
Dieses Foto von der Festnahme twitterte die Polizei am Freitag. 

Ein Mann raste vergangene Woche durch die Fußgängerzone. Nun soll das Motiv klar sein.

Update 29. März, 13.06 Uhr:

Der 19-jährige Tadschike, der am Freitag mutmaßlich durch eine Essener Fußgängerzone gefahren ist, soll aus Wut über eine Zurückweisung in einer Bankfiliale gehandelt haben. „Es sieht so aus, als wäre das Motiv gewesen, dass er in einer Bankfiliale abgewiesen wurde, weil er seinen Ausweis nicht dabei hatte“, sagte die Essener Staatsanwältin Sonja Hüppe am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Daraufhin sei er wütend geworden. Der 19-jährige Tadschike soll am Freitagvormittag gegen 9.30 Uhr mit „erhöhter Geschwindigkeit“ durch die Fußgängerzone gefahren sein. Verletzt wurde niemand. Ermittelt wird wegen versuchten Mordes. Der junge Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Die Fahrt war am Freitag Auslöser für einen Anti-Terror-Einsatz der Polizei in zwei Bundesländern. Die Ermittler konnten zunächst nicht ausschließen, dass der Tadschike in Essen zu einer schon länger beobachteten Gruppe mutmaßlicher IS-Anhänger mit zahlreichen tadschikischen Mitgliedern gehörte. Befürchtet wurde, dass die Tat in Essen der Auftakt für mehrere Anschläge sein könnte. Später stellten die Behörden aber fest, dass es zwischen dem Mann und der Gruppe keinen Zusammenhang gibt.

Auto rast durch Fußgängerzone in Essen: Polizei überwältigt Fahrer 

15.47 Uhr: Wie die Polizei nun bekanntgab, sei der dringend Tatverdächtige nicht wie zuvor angenommen rund eine Stunde in einem Kreisverkehr gefahren. Der genaue Fahrtweg des Opel-Fahrers muss anhand Zeugenaussagen weiterhin konstruiert werden. 

Update 29. März, 14.19 Uhr: Wie ein Polizeisprecher nun gegenüber Bild erklärte, gebe es keine Verletzten nach der Horror-Fahrt in Essen: „Es war großes Glück, dass nach jetzigem Kenntnisstand kein Fußgänger verletzt wurde. Alle konnten offenbar früh genug zur Seite springen.“ Demnach sei der Fahrer zunächst rund eine Stunde in einem Kreisverkehr gefahren, dann mit stark überhöhter Geschwindigkeit in die Fußgängerzone. 

Verängstigte Zeugen alarmierten die Polizei. Ein Hubschrauber unterstützte die Einsatzkräfte aus der Luft, schwer bewaffnete Polizisten sicherten den Hauptbahnhof und große Kreuzungen. Ein SEK-Team konnte den verdächtigen Fahrer dann festnehmen. 

Auto rast durch Fußgängerzone: Polizei überwältigt Fahrer 

Essen - Rund eine Stunde suchte die Polizei nach einem verdächtigen Opel Astra mit „verdächtiger Fahrweise“. Mit überhöhter Geschwindigkeit raste der Fahrer durch die Fußgängerzone der Stadt. Wie DerWesten berichtet, wählten zahlreiche Passanten den Notruf. Polizeisprecher Thomas Weise erklärte im Gespräch mit der Zeitung, dass nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann absichtlich Menschen verletzten wollte. 

Auto rast durch Fußgängerzone in Essen: Polizei kann Fahrer festnehmen

Fahndung in Essen - Polizei warnte die Bevölkerung vor dem Autofahrer

Knapp eine Stunde wurde mit einer Großfahndung nach dem Mann gesucht, sogar ein Hubschrauber unterstützte die Einsatzkräfte auf der Suche nach dem verdächtigen Mann. Auf einem Parkplatz hinter der Alten Synagoge in Essen dann der Zugriff: eine Sondereinheit schlug die Scheibe des parkenden Fahrzeugs ein. Der Fahrer wurde festgenommen, wie die Polizei bestätigt. 

Über den offiziellen Twitter-Account der Polizei NRW warnte die Polizei zunächst vor dem möglicherweise gefährlichen Fahrer und veröffentlichte das Kennzeichen des Autos. Demnach fuhr der nun festgenommene Fahrer rund eine Stunde lang im Kreisverkehr, danach mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone. 

Amokfahrt in Essen? Hintergründe noch unklar

Verletzt wurde dabei offenbar niemand. Wie die WAZ berichtet, ermittelt die Polizei nun wegen des Verdachts auf eine Amokfahrt. Wie die Polizei selbst jedoch mitteilt, seien Hintergründe zum Sachverhalt noch völlig unklar. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. 

Lesen Sie auch: Unglaubliches Horror-Erlebnis in einem Krankenhaus in Südafrika: ein Baby wurde bei der Geburt geköpft. 

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Corona in Baden-Württemberg: Fast 400 Covid-19-Tote - Kretschmann mit dringlichem Appell

In Baden-Württemberg steigt die Zahl der Infizierten und der Todesfälle wegen Corona. Alle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im News-Ticker.
Corona in Baden-Württemberg: Fast 400 Covid-19-Tote - Kretschmann mit dringlichem Appell

Corona-Neuerungen in Österreich: Kurz verkündet erste Lockerungen aber weitet Maskenpflicht erheblich aus​ - jetzt live

Österreich hat die Zahl der Neuinfektionen in den Griff bekommen - doch die Krise ist noch nicht überstanden. Aktuelle Meldungen im News-Ticker.
Corona-Neuerungen in Österreich: Kurz verkündet erste Lockerungen aber weitet Maskenpflicht erheblich aus​ - jetzt live

Coronavirus: Todeszahlen knacken traurige Marke - China muss sich schweren Vorwürfen stellen

Die Corona-Lage weltweit: Die Johns Hopkins Universität veröffentlicht neue Zahlen. In Peru wollen sich Menschen schützen - und sterben. In China strömen die Menschen am …
Coronavirus: Todeszahlen knacken traurige Marke - China muss sich schweren Vorwürfen stellen

Corona-Krise in Österreich: Entscheidung über Dauer der Schutzmaßnahmen gefallen

Während die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten weltweit weiter steigt, will Österreich die Schutzmaßnahmen ab Ostern schrittweise lockern.
Corona-Krise in Österreich: Entscheidung über Dauer der Schutzmaßnahmen gefallen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.